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Buddhismus

Der Budddhismus ist eine der großen Weltreligionen. Woran glauben Buddhisten und wie leben sie ihre Religion aus?

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Buddhistischer Tempel in Myanmar
Buddhistischer Tempel in Myanmar Quelle: colourbox

Der Buddhismus ist eine der großen Weltreligionen. Etwa 300 Millionen Menschen sind Buddhisten. Die meisten von ihnen leben in den asiatischen Ländern Thailand, China, Myanmar, Vietnam und Japan. Aber auch in Deutschland leben mehr als 300.000 Buddhisten. In einigen deutschen Städten wurden sogar Tempel gebaut.

Gautama war unglücklich

Es gibt sehr viele verschiedene Richtungen im Buddhismus und nicht alle Buddhisten leben ihre Religion auf die gleiche Art und Weise. Ursprünglich kommt der Buddhismus aus Indien. Er geht auf die Lehren von Siddharta Gautama zurück. Siddharta Gautama war der Sohn eines indischen Fürsten und lebte in einem Palast.Obwohl er alles hatte und sich um nichts Sorgen machen musste, war er nicht glücklich.

Legende von Siddharta Gautama

Es heißt, dass Siddharta bei Ausflügen aus dem Palast einen alten Mann, einen Kranken und einen Toten sah. Das Leid auf der Welt hat ihn so berührt, dass er sein Leben ändern wollte. Er ging von zu Hause fort und suchte nach Wegen, wie das Leid beendet werden könnte.

Buddhistische Mönche beten

Buddha - der Erleuchtete

Die Buddhisten glauben, dass Siddharta Gautama durch Meditation zur "Erleuchtung“gefunden hat. Bei der Meditation kommt ein Mensch zur Ruhe und konzentriert sich ganz stark, ohne an etwas Bestimmtes zu denken. Dabei soll Siddharta irgendwann alles über sich und die Welt verstanden haben. Ab diesem Zeitpunkt trug Siddharta Gautama den Titel "Buddha“. Das bedeutet "der Erwachte“. Nach seiner Erleuchtung lebte er als Prediger. Buddha war also kein Gott, der die Welt geschaffen hat, sondern ein Mensch.

Was glauben Buddhisten?

Die Ursache von Leid ist nach Buddhas Überzeugung die Gier. Buddhisten meinen, dass man das Leid überwinden kann, wenn man sich an die buddhistischen Lehren hält. Das Leid sehen sie als Kreislauf, wie ein Hamsterrad. Diesem Hamsterrad kann man entkommen, wenn man das Nirwana erreicht. Nirwana heißt so viel wie "Erlöschen".

Buddhistische Mönche
Buddhistische Mönche sammeln Almosen Quelle: dpa

Wie fühlt sich das Nirwana an?

Für Buddhisten ist das Nirwana kein Paradies im Himmel, sondern eine Erfahrung, die sie im Alltag machen können. Das Nirwana ist für sie ein Zustand großer Zufriedenheit. Negative Gefühle wie Hass, Angst, Neid, Unruhe oder Gier sind verschwunden. Das Nirwana zu erreichen ist nicht leicht. Es kann Jahre dauern, bis Buddhisten es schaffen, im Nirwana zu sein.

Niemand wird als Buddhist geboren. Wer Buddhist werden möchte, kann sich frei dazu entscheiden und muss auch nicht Mitglied in einer buddhistischen Organisation werden.

Der Achtfache Pfad

Wichtig ist für die Buddhisten der Achtfache Pfad, mit dem sie das Nirwana erreichen können. Er hilft zu verstehen, woher das Leid kommt und wie man sich von der Vorstellung des Leidens befreien kann. Buddhisten meditieren und versuchen, sich gut zu verhalten. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie warmherzig und gütig zu ihren Mitmenschen sind, nicht stehlen und nicht lügen. Außerdem sollen sie kein Leben zerstören, weshalb viele Buddhisten auch kein Fleisch essen und zum Beispiel versuchen, nicht auf Ameisen zu treten. Wer sich auf diesen Achtfachen Pfad einlässt und versucht, nach ihm zu leben, ist Buddhist und kann das Nirwana erreichen.

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