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Depression - was ist das?

Ihr kennt vielleicht den Spruch: "Ich bin total depri" oder man hat auch mal eine "Depri-Phase". In Wirklichkeit ist Depression eine ziemlich ernste Krankheit, die auch viele Kinder und Jugendliche betrifft. Hier erfahrt ihr mehr darüber.

Datum:
Trauriges Kind
Viele Kinder und Jugendliche haben die Krankheit Depression.
Quelle: ZDF

Bestimmt kennt ihr auch das Gefühl: Ihr habt euch mit einem Freund gestritten oder die letzte Deutsch-Arbeit vermasselt. An so einem Tag fühlt man sich richtig schlecht und ist traurig. Meistens geht so ein unangenehmes Gefühl nach einer Zeit wieder vorbei. Doch manche Menschen, auch Kinder und Jugendliche, fühlen sich über eine lange Zeit nicht gut. Sie sind zum Beispiel traurig oder kraftlos. Oft haben sie keine Motivation etwas zu tun oder sich mit Freunden zu treffen und zu nichts wirklich Lust. Das können Anzeichen einer Krankheit sein, die Depression heißt. Viele haben mehrmals im Leben eine Depression. Während der Corona-Pandemie sind auch viele Kinder und Jugendliche an einer Depression erkrankt.

Das ist eine Depression

Depressionen werden oft nicht schnell genug erkannt - vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Denn die Krankheit wirkt sich bei vielen Menschen sehr unterschiedlich aus. Zum Beispiel sind nicht immer alle Menschen mit Depressionen traurig und niedergeschlagen. Außerdem wollen viele Menschen mit Depression nicht zeigen, dass es ihnen schlecht geht. Hier einige Dinge, die Anzeichen für eine Depression sein können:

Gründe für die Krankheit

Oft lässt sich nicht genau sagen, warum jemand an Depressionen erkrankt, denn es gibt sehr viele verschiedene Gründe und Auslöser für eine Depression. Wichtig ist zu verstehen, dass es nicht der eine Grund ist. Meist kommen verschiedene Dinge zusammen:

  • Oft hat eine Depression genetische Ursachen. Das heißt, dass zum Beispiel schon ein Elternteil an Depression erkrankt ist und Kinder dann ein höheres Risiko haben, selbst eine Depression zu bekommen.
  • Zusätzlich können Probleme in der Familie ein Auslöser für eine Depression sein. Zum Beispiel wenn Kinder viel Streit oder sogar Gewalt erleben. Auch wenn Eltern sich trennen, kann das Kinder sehr belasten und sie bekommen eine Depression.
  • Auch Mobbing über längere Zeit kann ein Auslöser für Depressionen sein.
  • Manchmal werden Menschen auch depressiv, weil sie sich über eine lange Zeit überfordert fühlen, oder weil der Leistungsdruck zu hoch ist - zum Beispiel in der Schule.

Doch egal, wie Depressionen entstehen: Sie sind kein Zeichen dafür, dass jemand schwach ist! Es ist eine Krankheit, bei der sofort gehandelt werden muss - und dabei helfen keine gut gemeinten Ratschläge wie zum Beispiel: "Du musst dich entspannen" oder "Lach doch einfach mal". Das ist in etwa so hilfreich wie ein Pflaster bei einem gebrochenen Arm.

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Was es bedeutet, diese Krankheit zu haben.

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Depression - das kann man tun!

Es gibt verschiedene Wege zur Hilfe:

  1. Eine Möglichkeit ist es, zum Kinderarzt zu gehen. Die Ärztin oder der Arzt kennt einen ja meist gut und kann in einem Gespräch einschätzen, ob es sich um eine Depression handeln könnte. Außerdem gibt es dort Tipps, wo man Hilfe bekommt, zum Beispiel ob eine Therapie, also Gespräche mit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, sinnvoll wäre.
  2. In vielen Städten gibt es auch Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche - zum Beispiel vom Kinderschutzbund.
  3. Auch Schulpsychologen können bei ersten Anzeichen einer Depression weiterhelfen.
  4. Wenn eine Person mit Depression sofort Hilfe braucht, sollte man sich an die Ambulanzen der Kinder- und Jugendpsychiatrien wenden. Das sind Notfallpraxen, in denen Psychiater und Therapeuten für Kinder und Jugendliche arbeiten, die einem dann für den Moment helfen können.
  5. Die Nummer gegen Kummer kann jeder anrufen. Dort kann man mit jemandem reden, ohne seinen Namen nennen zu müssen.
  6. Behandelt wird eine Depression meistens mit einer Therapie, also Gesprächen mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten. In einer Therapie lernt man zum Beispiel, wie man sich wieder mehr mit Freunden und Freundinnen treffen kann, was einem gut tut und welche Stärken man hat.
  7. Manche Menschen benötigen auch Medikamente, sogenannte Antidepressiva. Zusammen mit einer Therapie können sie dabei helfen, mit der Depression umzugehen.

Für Menschen mit einer Depression ist es wichtig, sich so schnell wie möglich jemandem anzuvertrauen, zum Beispiel den Eltern, einer Schulpsychologin, einem Vertrauenslehrer oder dem Kinderarzt. Denn je früher eine Depression erkannt und behandelt wird, desto leichter ist es, mit ihr umzugehen.

Diesen Text hat Karola geschrieben.

logo! - Madeline Juno erzählt von ihren Depressionen 

Die Sängerin hat die Krankheit seit ihrer Jugend.

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