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Gentechnik

Mit Hilfe der Gentechnik erforschen und verändern Wissenschaftler das Erbgut, also den Bauplan, von Menschen, Tieren und Pflanzen.

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Modell einer DNA-Helix
Gene tragen viele Informationen in sich. Quelle: ZDF

Könnte man einen Menschen in seine kleinsten Teile zerlegen, dann würde man sehen, dass der Mensch aus vielen winzigen Zellen besteht. Jede dieser Zellen enthält viele noch kleinere Bausteine, in denen alle Informationen gespeichert sind, die uns von unseren Eltern vererbt wurden: zum Beispiel die Haar- oder Augenfarbe. Die Bausteine mit diesen Informationen heißen Gene. Und genau wie der Mensch, besitzen auch Tiere oder Pflanzen bestimmte Gene.

In einem Forschungslabor kann man diese Informationen in den Zellen voneinander trennen, untersuchen oder auch ganz neu zusammensetzen. Die Technik, die dieses "Trennen und wieder Zusammensetzen" beschreibt, nennt man Gentechnik.

Gentechnisch veränderte Pflanzen

Bei Pflanzen ist die Zusammensetzung der einzelnen Gene, also Baustein, nicht so kompliziert wie beim Menschen. Deshalb wissen die Wissenschaftler bei vielen Pflanzen, welches Gen für welche Eigenschaft verantwortlich ist. Sie haben zum Beispiel herausgefunden, welche Gene die Pflanzen besonders schnell wachsen lassen und welche für die Farbe ihrer Blüten und Früchte verantwortlich sind. Weil die Wissenschaftler die verschiedenen Pflanzen-Gene ziemlich genau kennen, können sie die Eigenschaften von Pflanzen verändern.

Genforschung
Im Genlabor arbeiten Forscher daran, Pflanzen zu verändern. Quelle: zdf

Im Labor arbeiten Forscher zum Beispiel daran,  Pflanzen herzustellen, die seltener Krankheiten bekommen und eine größere Ernte bringen. Dafür tauschen die Wissenschaftler einzelne Gene der Pflanzen aus, setzen sie anders zusammen oder behandeln eine Pflanze so, dass sich ihre Gene verändern.

Mit diesem Verfahren können die Wissenschaftler Eigenschaften und Merkmale einer Pflanze ändern. Auch alle Nachkommen dieser Pflanze enthalten die veränderten Gene und haben die neuen Eigenschaften und Merkmale. In vielen Ländern werden auf diese Weise Pflanzen gentechnisch verändert und auch verkauft: zum Beispiel Soja, Mais, Raps und Baumwolle.

Was ist daran gut?

Für Lebensmittelhersteller und Bauern haben die gentechnisch veränderten Nahrungsmittel einige Vorteile: Einige müssen nicht mit giftigen Stoffen vor Ungeziefer geschützt werden. Das machen die Pflanzen selbst. Sie sind so verändert, dass sie den Schädlingen nicht mehr schmecken oder diese sogar krank machen. Andere gentechnisch veränderte Pflanzen sind unempfindlich gegen Unkrautvernichtungsmittel. Das heißt, wenn die Bauern die Pflanzen mit solchen Mitteln besprühen, zerstören sie nur das Unkraut drumherum, aber nicht die Pflanze.

Forscher versuchen außerdem neue Pflanzen zu entwickeln, die so geschaffen sind, dass zum Beispiel Früchte immer knackig und groß sind. Dadurch ließen sie sich besser verkaufen. Das ist ihnen aber bisher noch nicht gelungen.

Kritik an der Gentechnik

Gentechnik - Mais
Ob gentechnisch veränderte Lebensmittel schlecht für unsere Gesundheit sind, ist unklar. Quelle: dpa

Viele Menschen haben Sorge, dass gentechnisch veränderte Pflanzen ungesund sein könnten. Sie sagen, es sei noch nicht ausreichend getestet, ob die gentechnisch veränderten Lebensmittel auf Dauer unserer Gesundheit schaden. Um das genau zu untersuchen, müssten die Wissenschaftler noch viel mehr forschen.

Ein großes Problem ist auch, dass sich gentechnisch veränderte Pflanzen mit den natürlichen Pflanzen vermischen könnten. Denn es ist kaum zu verhindern, dass Samen und Pollen von gentechnisch veränderten Pflanzen vom Wind in Nachbarfelder getragen werden. Wenn sich Pflanzen erst einmal vermischt haben, ist das kaum wieder rückgängig zu machen.

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