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Ein Jahr her: der Anschlag in Hanau

Viele denken am Freitag ganz besonders an die Opfer des Anschlags und an die Angehörigen, die dabei jemanden verloren haben.

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Was genau passiert ist

Am Abend des 19. Februar 2020 hatte ein 43-jähriger Mann an verschiedenen Orten in der hessischen Stadt Hanau auf Menschen geschossen. Er tötete dabei neun Menschen. Sie hatten alle Migrationshintergrund, also ausländische Wurzeln.

Warum es passiert ist

Der Täter kannte die Opfer nicht, aber hasste sie allein wegen ihrer Herkunft oder der Herkunft ihrer Familien. Er war der Meinung, dass Menschen aus bestimmten Ländern oder mit bestimmten Religionen weniger wert seien. Wichtig: Das ist natürlich falsch! Seine rassistische Meinung hat er auch im Internet veröffentlicht. Der Täter war rechtsextrem eingestellt.

Er konnte aber nicht für seine Taten verantwortlich gemacht werden, also vor Gericht gebracht werden. Denn nach dem Anschlag hat er sich und seine Mutter getötet. Trotzdem wird noch ermittelt. Das heißt, es wird zum Beispiel untersucht, wie es zu der Tat kommen konnte oder warum der Täter eine Waffe besitzen durfte.

Rassismus ist ein Gift. Der Hass ist ein Gift.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Rassismus in Deutschland

In Deutschland gibt es immer wieder Gewalt gegen Angehörige einer anderen Kultur oder einer anderen Religion. Der Anschlag in Hanau ist ein besonders erschütterndes Beispiel dafür. Aber auch im Alltag gibt es Rassismus. Zum Beispiel, wenn Menschen mit anderer Herkunft, Religion oder Hautfarbe anders behandelt werden oder verletzende Sprüche zu hören bekommen. Rassismus ist also ein Problem in unserer Gesellschaft.

Die Bundesregierung will dieses Problem in den nächsten Jahren stärker bekämpfen. Im vergangenen Jahr wurden Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus beschlossen, und es soll dafür auch viel Geld geben.

Was alle gegen Rassismus tun können

Natürlich kann kein Einzelner Rassismus oder sogar solche Taten wie in Hanau verhindern. Wenn man im Alltag Rassismus mitbekommt, kann man aber etwas tun. Drei Tipps:

  • Sich informieren: Rassismus entsteht auch durch Vorurteile und falsche Informationen. Wenn man sich ein bisschen damit auskennt, kann man mit Fakten dagegenhalten.
  • Etwas sagen: Wenn sich jemand rassistisch verhält, zum Beispiel Mitschülerinnen und Mitschüler, kann man ganz entschieden sagen, dass das nicht in Ordnung ist. Das kann dabei helfen, dass andere Menschen aufmerksamer werden beim Thema Rassismus.
  • Zuhören: Es ist wichtig, Menschen zuzuhören, die Erfahrungen mit Rassismus gemacht haben und ihre Sicht kennenzulernen.
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