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Seid ihr auch im Kaufrausch?

Am vierten Freitag im November locken viele Geschäfte mit Schnäppchen. Dieser Tag wird auch "Black Friday" genannt. Lest hier, was dahinter steckt und warum ihn nicht alle toll finden.

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"Supergünstig und nur jetzt!" - So ähnlich machen in der Woche vor dem Black Friday viele Geschäfte Werbung mit Rabatten, also Preisnachlassen. Egal, ob Elektroartikel, Klamotten oder Lebensmittel - alles scheint viel billiger zu sein als normalerweise.

2 Frauen in der Fußgängerzone mit Einkaufstaschen, auf denen Black Friday steht
"Black Friday" in Berlin. Oft locken Geschäfte schon Tage vorher mit Rabatten.
Quelle: BlackFriday.de/BlackFriday.de/obs

Warum wird der Tag "schwarz" genannt?

Tradition aus den USA

Die Tradition des "Black Friday" stammt aus den USA und hängt mit Thanksgiving zusammen. Am Tag vor dem Black Friday ist in den USA der Feiertag Thanksgiving, an dem schulfrei ist und viele Erwachsene sich frei nehmen. Viele nehmen sich dann auch noch den Freitag danach frei. Deshalb haben sie an diesem Tag Zeit, um einkaufen zu gehen.

Viele Menschen besorgen dann schon mal erste Weihnachtsgeschenke. Die Geschäfte wissen, dass die Menschen frei haben und locken sie mit Rabatten. Deshalb ist am "Black Friday" in einigen Städten ziemlich was los. In den vergangenen Jahren ist diese Tradition aus den USA auch nach Deutschland gekommen. Und auch beim Shoppen im Internet gibt es viele Angebote rund um den "Black Friday".

Oft ist es gar nicht günstiger

Einige Expertinnen und Experten sagen, dass am "Black Friday" vieles gar nicht so günstig ist. Einige Geschäfte schummeln nämlich bei den Rabatten: Sie tun so, als wären die Produkte den Rest des Jahres viel teurer. Das stimmt aber häufig gar nicht. Die Käuferinnen und Käufer denken dann aber, dass sie ein super Schnäppchen machen.

Außerdem kaufen viele Menschen wegen der Rabatte Dinge, die sie eigentlich gar nicht brauchen - nur weil sie günstiger sind. Manche kaufen dann zum Beispiel auch Klamotten, die ihnen gar nicht richtig gefallen. Die liegen dann vielleicht nur im Schrank herum.

Den Preis zahlen oft andere

Die Schnäppchenangebote können auch dafür sorgen, dass wir immer mehr Klamotten zu immer günstigeren Preisen haben wollen. Das kann ein Problem sein. Denn wenn unsere Klamotten zu günstig sind, können z.B. die Näherinnen und Näher nicht fair bezahlt werden. Auch für das Klima und die Umwelt ist es nicht gut, wenn zu viele Dinge produziert werden. Auch darauf machen Kritikerinnen und Kritiker aufmerksam. Hier erfahrt ihr mehr über Billigklamotten:

Kauf-Nix-Tag als Kritik

Am Samstag nach dem Black Friday gibt es deshalb den "Kauf-nix-Tag". An diesem Tag rufen die Kritiker dazu auf, 24 Stunden lang gar nichts zu kaufen. Damit sollen Menschen zum einen dazu gebracht werden, über ihr eigenes Einkaufsverhalten nachzudenken. Zum anderen soll auf die Situation von Arbeiterinnen und Arbeitern aufmerksam gemacht werden, die nicht fair bezahlt werden.

Diesen Text haben Luisa und Felix geschrieben.

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