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Eine Woche für's Wasser

In der Weltwasserwoche besprechen Experten und Expertinnen aus mehr als 150 Ländern, was gegen Wassermangel getan werden kann.

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Für uns ist es normal, immer genug sauberes Wasser zu haben: zum Händewaschen, Zähneputzen, Duschen und Trinken. Wir drehen einfach den Hahn auf und schon ist es da. In vielen Teilen der Erde ist das allerdings nicht selbstverständlich: 2,2 Milliarden Menschen können nicht immer einfach an sauberes Wasser kommen. Vor allem der Süden Asiens, Nordafrika und der Nahe Osten sind hiervon betroffen. Wir erklären euch, welche Folgen es haben kann, wenn Wasser knapp ist.

Ein Junge im Südsudan holt Wasser
Ein südsudanesisches Mädchen holt Trinkwasser an einer Wasserstelle.
Quelle: dpa

1. Viele Menschen haben nicht genug zu trinken

Es ist zwar mehr als zwei Drittel der Erde mit Wasser bedeckt, aber nur ein ganz kleiner Teil davon kann getrunken werden. Außerdem ist das Trinkwasser sehr ungleich verteilt. Menschen in Gebieten, in denen es wenig sauberes Wasser gibt, sind außerdem oft sehr arm. Es fehlt das Geld, um tiefe Brunnen zu bohren oder lange Wasserleitungen zu bauen.

Viele holen sich Trinkwasser deswegen zum Beispiel aus einem nahe gelegenen Fluss. Das sollte aber eigentlich nicht getrunken werden, weil das verschmutzte Wasser voller Krankheitserreger steckt. Jeden Tag sterben Menschen, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben.

2. Ausreichende Hygiene ist oft nicht möglich

Spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie wissen wir, wie wichtig es ist, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen, um sich vor der Verbreitung von Krankheiten zu schützen. Menschen aus wasserarmen Regionen haben aber gar keine Möglichkeiten hierzu: 4,2 Milliarden Menschen können keine sauberen Toiletten oder Duschen nutzen. Krankheiten wie Cholera oder eben Corona können sich so leichter verbreiten.

3. Kinder müssen täglich Wasser holen

Millionen Menschen sind jeden Tag mindestens eine halbe Stunde unterwegs, um sauberes Wasser zu holen. Viele von ihnen mehrere Stunden. Oft sind Kinder für diese Aufgabe zuständig und können deswegen nicht in die Schule gehen oder mit ihren Freundinnen und Freunden spielen.

Archiv: Ein Kind holt am 19.03.2017 in Lahore, Pakistan, mit provisorischen Transportbehältern Wasser vom Fluß Ravi
Millionen Menschen müssen jeden Tag mindestens eine halbe Stunde damit verbringen, Wasser zu holen.
Quelle: dpa

4. Viele Menschen müssen flüchten

Viele Menschen sind wegen des Wassermangels gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. In Regionen, wo das Wasser knapp ist, wird sich außerdem oft darum gestritten. Hierdurch flüchten noch mehr Menschen. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass in Zukunft immer mehr Menschen gezwungen sein werden, wasserarme Gebiete zu verlassen. Durch den Klimawandel verschärft sich die Wasserknappheit nämlich nochmal.

5. Der Grundwasserspiegel sinkt

Der Klimawandel macht sich auch auf die Verfügbarkeit von Wasser in Deutschland bemerkbar: Weil es hier in den letzten Jahren sehr wenig geregnet hat und sehr heiß war, geht immer mehr Grundwasser verloren. Das ist das Wasser, was sich unter der Erde befindet und durch Regen, Schnee und Hagel entsteht. Das Grundwasser deckt etwa 70 Prozent des Trinkwasserbedarfs in Deutschland. Wir werden in den nächsten Jahren trotzdem genug Wasser haben. Trotzdem ist es wichtig, jetzt zu handeln, um Wasserknappheit in Zukunft zu vermeiden.

Weltwasserwoche im August

Um auf solche Probleme aufmerksam zu machen, gibt es seit 1991 jedes Jahr die Weltwasserwoche. Dazu treffen sich Experten und Expertinnen, um über das Thema Wasser zu sprechen und Lösungen für die Probleme zu finden. Dabei geht es in erster Linie um Süßwasser - im Gegensatz zum Salzwasser der Meere.

logo! - So kostbar: Süßwasser! 

In der Weltwasserwoche sprechen Fachleute darüber.

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