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Winterschlaf und Winterruhe

Kälte, Eis und Schnee: Im Winter kann es draußen ganz schön ungemütlich werden. Deswegen verschlafen viele Wildtiere den ganzen Winter oder halten sehr viel Ruhe.

Wenn es draußen klirrend kalt ist, setzen wir uns am liebsten mit einer Tasse heißer Schokolade auf das Sofa und drehen die Heizung hoch. Für die Tiere ist das allerdings nicht so einfach. Deswegen machen viele von ihnen einen Winterschlaf oder eine Winterruhe, um die kalte Jahreszeit gut zu überstehen.

Eichhörnchen im Winter
Eichhörnchen wachen im Winter auf, um ihre Vorräte zu suchen.
Quelle: julian stratenschulte/dpa

Eichhörnchen sammeln bis zum Winter viele Vorräte

Die Eichhörnchen bereiten sich zum Beispiel ganz fließig auf den Winter vor. Schon im Sommer und Herbst fangen sie an, Nüsse und Samen zu sammeln, die sie im Boden vergraben. Wenn es kälter wird, verfallen sie in eine Ruhe- und Schlafphase, die auch Winterruhe genannt wird.

Während die Tiere schlafen, müssen sie keine Nahrung zu sich nehmen, da sie ihre Stoffwechselaktivität herunterfahren. Sie verbrauchen also in dieser Phase nur ganz wenig Energie, weil sie sich fast nicht bewegen. Doch während der Winterruhe schlafen die Tiere nicht einfach den ganzen Winter durch. Die Eichhörnchen zum Beispiel wachen regelmäßig aus ihrem Schlaf auf und machen sich auf die Suche nach ihren Vorräten, die sie im Boden vergraben haben. Wenn sie ihre Nüsse fressen, bekommen sie wieder neue Energie und können für eine Zeit lang wieder schlafen gehen. So wie die Eichhörnchen machen das auch Dachse, Waschbären und Braunbären.

Tolle Dachse
Auch Dachse halten Winterruhe.
Quelle: mev

Murmeltiere fahren ihre Lebensfunktionen herunter

Es gibt aber auch Tiere, die den Winter ganz verschlafen, ohne oft und lange wach zu sein - sie halten einen Winterschlaf. So machen das zum Beispiel die Murmeltiere. Wenn es draußen eisig kalt wird, verkriechen sie sich in ihren warmen Bau und fallen in einen tiefen Schlaf. Damit die Winterschläfer so wenig Energie wie möglich verbrauchen, fahren sie ihre Lebensfunktionen herunter.

Ein Murmeltier steht aufrecht in den Alpen.
Murmeltiere verbringen bis zu sechs Monate im Winterschlaf.
Quelle: dpa/ daniel naupold

Das bedeutet: Murmeltiere zum Beispiel senken ihre Körpertemperatur von 39 Grad auf sieben Grad Celsius ab. Normalerweise schlägt ihr Herz 100 Mal pro Minute. Während des Winterschlafs schlägt es aber nur zwei bis drei Mal in der Minute. Außerdem hören sie auch manchmal minutenlang auf zu atmen. So verbringen die Murmeltiere dann bis zu sechs Monate. In dieser Zeit wachen sie nur zwischendurch kurz auf, um ihre Schlafposition zu ändern. Fressen müssen sie nichts, da sie sich bis zum Herbst bis zu ein Kilogramm Fettpolster angefressen haben, die sie während ihres Schlafes aufzehren. Genauso wie die Murmeltiere machen das auch Igel und Fledermäuse.

Hängende Fledermäuse
Fledermäuse hängen im Winter nur rum.

Es gibt also Winterschlaf und Winterruhe. Bei beiden Möglichkeiten schlafen die Tiere im Winter ein. Doch im Winterschlaf ist der Schlaf viel tiefer und intensiver, anders als bei der Winterruhe. Der Winter ist also nicht nur bei uns eine "gemütliche" Jahreszeit.

logo! - Igel, Siebenschläfer und Vögel im Winter 

Wie könnt ihr Wildtieren bei Eis und Schnee helfen?

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