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Ein Jahrzehnt "Forum am Freitag"

Ort der Begegnung

Zehn Jahre nach Beginn des „Forum am Freitag“ erscheint diese Sendung nötiger denn je. Mangelndes Wissen prägt die Sicht auf den Islam. Unter den Muslimen erleben wir starke Polarisierungen und oft wenig Willen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Videolänge:
14 min
Datum:
01.09.2017
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.09.2027

Eigentlich dachten wir beim Start der Sendung „Forum am Freitag“ vor zehn Jahren, dass die Sendung irgendwann einmal an Bedeutung und Notwendigkeit verliert. Dann wenn Integration gelebter Alltag wird, der Dialog unter Muslimen und zwischen ihnen und der Mehrheitsgesellschaft eine Selbstverständlichkeit darstellt und das Grundwissen über den Islam in der Gesellschaft angekommen ist. Doch zehn Jahre nach Beginn des „Forum am Freitag“ erscheint diese Sendung nötiger denn je. Vorurteile und mangelndes Wissen prägen die Sicht auf den Islam. Unter den Muslimen erleben wir starke Polarisierungen und oft mangelnden Willen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Blick auf die dritte Generation der Einwanderer ist bisweilen ernüchternd. Von einer gelungenen Integration kann keine Rede sein. Schließlich haben die Themen Islam und Integration mit den Flüchtlingen, die in unserem Land eine Zukunft suchen, neue Aktualität bekommen.

Das "Forum" ist heute so nötig wie selten zuvor

Deswegen müsste das „Forum am Freitag“ erfunden werden, wenn es dies nicht schon gäbe. In der deutschen Medienlandschaft ist es damals wie heute der einzige Ort, wo regelmäßig unterschiedliche Glaubensvorstellungen des Islam zu Wort kommen. Es ist der einzige Ort, an dem verschiedene Auffassungen von gelingender Integration vertreten und vorgestellt werden. Es ist ein Forum im besten Sinn. Mit knapp 500 Sendungen hat sich das „Forum am Freitag“ zu einer Art Enzyklopädie des muslimischen Lebens in Deutschland entwickelt. Von der Islamkonferenz bis zur Sufi-Mystik, von Flüchtlingserfahrungen bis zum gemeinsamen Fastenbrechen, von der Moschee bis zum Minirock: Islam, Integrationspolitik, Kultur und Lifestyle sind die Themenfelder des „Forum am Freitag“.  Eine eigene Reihe portraitiert starke muslimische Frauen. Keine wichtige Stimme aus der Welt der Muslime in Deutschland, die nicht im Forum vertreten gewesen wäre.

Vorurteilen mit Information begegnen

Die Skepsis in der Mehrheitsgesellschaft gegenüber Muslimen ist nach wie vor sehr groß, folgt man neuesten Umfragen. Um Vorurteilen zu begegnen und fundierte Urteile zu ermöglichen, braucht es Informationen. Deswegen bietet das „Forum am Freitag“  Orientierung in oft aufgeheizten Auseinandersetzungen und Debatten. Auf ZDFinfo erreicht das „Forum am Freitag“ Woche für Woche am frühen Freitagmorgen zwischen 50.000 und 100.000 Zuschauer und eine Quote von rund 1 Prozent Marktanteil, in Spitzen sogar 2 Prozent. Danach wird die Sendung in der Mediathek online gestellt. Im Monat werden dort bis zu 20.000 Video-Sichtungen erzielt. Auffällig ist, dass neben den aktuellen Sendungen auch ältere Themen noch lange gefunden und angeschaut werden. Sie machen einen großen Anteil der Sichtungen aus. Der Themenfundus des „Forum am Freitag“ in der Mediathek dient also vielen Interessierten als Informationsquelle.

  • Nazan Gökdemir

    Moderatorin

  • Abdul-Ahmad Rashid

    Moderator

  • "Forum am Freitag"-Moderatorin Dilek Üsük

    Moderatorin

Die Moderatorinnen und der Moderator des "Forum am Freitag"

Auch im Jahr Zehn bleibt das „Forum am Freitag“ ein Ort der Neugierde, der Vielfalt von Meinungen, des Gesprächs und der Auseinandersetzung. Die Moderatoren Abdul-Ahmad Rashid, Nazan Gökdemir und Dilek Üsük moderieren dieses Forum und führen den Zuschauer in oft unbekannte Welten, für Nichtmuslime ebenso wie für Muslime. So ist das Forum ein Ort der Entdeckung und der Begegnung. Eben ein besonderer Ort.

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