Update am Morgen: Das Wetter, das Klima und die AfD

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    Update am Morgen:Das Wetter, das Klima und die AfD

    von Andreas Wunn
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    Andreas Wunn

    Guten Morgen,

    ich hoffe, Sie sind gut durch die Nacht gekommen, die in Teilen Deutschlands ziemlich unruhig war. In der Mitte des Landes wüteten seit dem Abend schwere Gewitter. Jetzt, in den frühen Morgenstunden, zeigt eine erste Bilanz keine größeren Schäden. Es war das erste große landesweite Unwetter dieses Sommers. Im ZDF-Mittagsmagazin werden wir später ausführlich berichten.
    Bereits gestern liefen in NRW viele Keller voll. In hessischen Kassel hagelte es tischtennisballgroße Eiskörner und zeitweise fuhren keine Busse und Bahnen mehr. In Rheinland-Pfalz stürzten Bäume um. Orkanböen, Tornadogefahr, Starkregen - nicht jedes Extremwetter ist eine unmittelbare Folge des Klimawandels. Aber die allermeisten Experten und Expertinnen sind sich einig, dass die Häufung dieser Extremwetterphänomene sehr wohl eine Folge des Klimawandels ist.
    Womit wir bei der AfD wären. Die bestreitet nämlich immer noch, dass dieser rapide Klimawandel, mit dem wir es derzeit zu tun haben, menschengemacht ist. Zuletzt vertrat der energiepolitische Sprecher der AfD, Steffen Kotré, im ZDF bei "Markus Lanz" diese Meinung. Belege brachte er nicht. Und führte auch keine namhaften Klimaforscher an, die diese These vertreten.
    Und das ist ein Problem. Die AfD will den demokratischen Diskurs verschieben. Man kann über vieles streiten, aber nicht darüber, ob die Erde eine Kugel ist. Die AfD nimmt sich das Recht auf eigene Fakten, delegitimiert wissenschaftlichen Konsens, wirft politische Nebelkerzen. Nicht nur beim Thema Klima. Und sie scheint damit Erfolg zu haben. Die guten Umfragewerte sprechen für sich.
    Ich habe nichts gegen Interviews mit der AfD. Wir müssen uns mit dieser Partei auseinandersetzen. Sie entlarvt sich in diesen Interviews oft selbst. Wer genau zuhört, wird schnell erkennen: Die AfD ist weder Schönwetter- noch Schlechtwetterpartei. Mit ihr ist keine Zukunft zu machen.
    Herzliche Grüße aus Berlin
    Andreas Wunn, Leiter und Moderator von ZDF-Morgenmagazin und ZDF-Mittagsmagazin

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Selenskyj fordert erneut Räumung des AKW: Der ukrainische Präsident wiederholte den Vorwurf, dass Moskau im Atomkraftwerk Saporischschja einen Anschlag plane, den es dann zynisch "unter dieser oder jener Katastrophe zu verbergen hofft". Konkrete Beweise für seine Anschuldigungen nannte Selenskyj nicht.
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Wie Deutschland sein Grundwasser verliert: Wie können wir trotz Klimaerwärmung gut leben? Hydrologe Borchardt plädiert bei Lanz dafür, rechtzeitig vorzusorgen. Denn eins scheint klar: Der Klimawandel wird Europa verändern.
    Tauchboot-Betreiber: Fünf Insassen wohl tot: Die im Nordatlantik vermissten Insassen eines Tauchboots sind nach Angaben der Betreiberfirma vermutlich tot. Man gehe davon aus, dass die fünf Männer ums Leben gekommen seien. Gefunden wurde das "Trümmerfeld" nahe dem Wrack der "Titanic" in einer Tiefe von 3.800 Metern

    Ausführlich informiert

    ZDFheute live: Gegenoffensive "langsamer als gedacht". "Die russischen Verteidigungslinien lassen keine Anzeichen von Panik erkennen", sagt Nico Lange. F-16-Jets würden die Lage der ukrainischen Armee verändern, so der Militärexperte. (11 min)

    Freude des Tages

    Das deutsche Judoka-Paar Andrea Kuhn und Timo Karmasch hat bei den Special Olympics Gold geholt. Und einen Heiratsantrag gab es noch obendrauf:
    Andrea Kuhn und Timo Karmasch
    Das deutsche Judoka-Paar Andrea Kuhn und Timo Karmasch hat bei den Special Olympics Gold geholt. Und auch die Reiter durften sich in Berlin über erste Plätze freuen.22.06.2023 | 3:05 min

    Zahlen des Tages

    Laut einer aktuellen Umfrage von Ears and Eyes im Auftrag des Bundesverbands Bürohund hat gezeigt, dass über ein Drittel (34 Prozent) der Büroangestellten in Deutschland bereit wäre, den Job zu wechseln, wenn sie dadurch ihren Hund zur Arbeit mitnehmen könnten. 47 Prozent aller deutschen Arbeitnehmenden, die in einem Büro arbeiten, haben einen Hund. Heute ist Weltweiter Tag des Bürohundes.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden17.06.2024 | 2:11 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Freitag gibt es in der Mitte und im Osten noch kräftigen Regen, vereinzelt sind Gewitter dabei. Von Westen her wird es wieder deutlich freundlicher mit längerem Sonnenschein. Bei einem böigen Nordwest- bis Westwind steigen die Temperaturen auf Höchstwerte zwischen 19 und 28 Grad.
    Wettervorhersage für den 23. Juni 2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Jan Schneider
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