Erdogan: Zahl der Erdbeben-Opfer steigt auf über 40.000

    Angaben von Präsident Erdogan:Erdbeben: Opferzahl steigt auf über 40.000

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    Die Zahl der Erdbeben-Opfer in Syrien und der Türkei ist auf über 40.000 gestiegen und dürfte weiter steigen. Beide Länder brauchen humanitäre Hilfe, so die WHO.

    Türkei, Hatay: Ein Teddybär sitzt vor einer Ruine
    Die Opferzahl nach dem Erdbeben muss weiter nach oben korrigiert werden.
    Quelle: epa

    Gut eine Woche nach der Erdbeben-Katastrophe im türkisch-syrischen Grenzgebiet ist die Zahl der Toten auf mehr als 40.000 gestiegen. Allein in der Türkei liege die Zahl bei 35.418, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge. Aus Syrien wurden zuletzt 5.900 Tote gemeldet.
    Vor gut einer Woche, am frühen Montagmorgen, hatte das erste Beben der Stärke 7,7 die Region erschüttert, Stunden später folgte ein zweites schweres Beben der Stärke 7,6. Die Katastrophenschutzbehörde Afad registrierte bislang mehr als 2.400 Nachbeben.
    Eine Woche nach dem Erdbeben in der Türkei und Syrien konzentriert sich die Hilfe nun auf die Versorgung der zahlreichen obdachlos gewordenen Überlebenden. "Viele sagen, dass die Hilfe nicht reicht", so ZDF-Reporterin Britta Jäger. 14.02.2023 | 1:55 min

    Syrien und Türkei: Bis zu 50.000 Opfer befürchtet

    Es werden noch Tausende weitere Opfer befürchtet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte die Zahl noch auf 50.000 oder mehr steigen. Dass die Helfer noch Überlebende finden, wird immer unwahrscheinlicher.
    Türkische Medien meldeten am Dienstagmorgen dennoch mehrere Rettungen. In der Provinz Hatay wurde der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge etwa eine 26 Jahre alte Frau nach 201 Stunden unter den Trümmern lebend gerettet. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.

    "Schlimmste Naturkatastrophe" in der Region

    Laut WHO-Regionaldirektor Hans Kluge brauchen rund 26 Millionen Menschen in der Türkei und Syrien humanitäre Unterstützung. Der Bedarf an Hilfe sei riesig und wachse mit jeder Stunde, sagte er auf einer Online-Pressekonferenz. Kluge bezeichnete das Beben unterdessen als schlimmste Naturkatastrophe in der Region seit einem Jahrhundert.
    Nach der Freigabe zusätzlicher Grenzübergänge haben die Vereinten Nationen weitere Hilfsgüter in die Erdbebengebiete im Nordwesten Syriens gebracht. Ein UN-Konvoi bestehend aus elf Lastwagen sei über Bab al-Salam aus der Türkei nach Syrien eingefahren, bestätigte das UN-Nothilfebüro Ocha am Dienstag.
    Den Spendenaufruf des ZDF zugunsten der Erdbebenopfer in Syrien und der Türkei finden Sie hier.
    Quelle: dpa, AFP

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