Steigende Schülerzahlen : Auch mehr Kinder aus Ukraine

    Auch mehr Kinder aus Ukraine :Erstmals wieder steigende Schülerzahlen

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    Die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist erstmals seit sechs Jahren wieder gestiegen. Ein Grund ist die Zuwanderung - auch von Kindern aus der Ukraine.

    Schülerinnen lernen gemeinsam beim Unterricht in einer Intensivklasse, aufgenommen am 14.03.2023
    Steigende Schülerzahlen in Deutschland - auch mehr Kinder aus Zuwanderer-Familien wie z.B. aus der Ukraine werden hier unterrichtet.
    Quelle: dpa

    Im derzeitigen Schuljahr 2022/2023 werden rund 11,1 Millionen Schüler an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen sowie an Schulen des Gesundheitswesens in Deutschland unterrichtet. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch unter Berufung auf vorläufige Zahlen mit.
    Dies seien 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Es handelt sich den Angaben zufolge um den ersten Anstieg seit dem Schuljahr 2016/17.

    Gründe: Demografie und Zuwanderung

    Als Gründe für den aktuellen Anstieg nannten die Statistiker einerseits die Demografie. Die Zahl der Menschen in der relevanten Altersgruppe zwischen fünf und 20 Jahren lag Ende 2021 um 0,8 Prozent höher als Ende 2020. Zum anderen sei der Anstieg auf die Zuwanderung zurückzuführen.
    So zwang der russische Angriffskrieg in der Ukraine viele Menschen zur Flucht, auch nach Deutschland. Exakte Angaben dazu lägen aber noch nicht vor, da die genaue Staatsangehörigkeit bei vorläufigen Ergebnissen nicht erfasst werde, teilte das Bundesamt mit.

    18 Prozent mehr Schüler mit ausländischem Pass

    Knapp 14 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben den Angaben zufolge einen ausländischen Pass, ihre Anzahl stieg im Vorjahresvergleich um rund 18 Prozent. Die Zahlen beziehen sich demnach auf Schüler, die nur eine ausländische und keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
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    Mehr Schüler verzeichneten die allgemeinbildenden Schulen mit einem Plus von 2,9 Prozent auf 8,7 Millionen. An beruflichen Schulen ging die Zahl dagegen um 1,8 Prozent auf 2,3 Millionen zurück, wie das Bundesamt mitteilte.
    Quelle: dpa, AFP

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