Rückkehrdebatte: Handwerk will syrische Beschäftigte halten
Debatte um Rückkehr nach Syrien:Handwerk will syrische Beschäftigte halten
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Das deutsche Handwerk erwartet von der Politik, dass ausgebildete syrische Mitarbeiter nicht abgeschoben werden. Man solle froh sein über jeden, der sich integriert hat.
Auch würden weiter "händeringend Fachkräfte im Handwerk" gesucht, Handwerkspräsident Jörg Dittrich.
Quelle: dpa
Angesichts des Umbruchs in Syrien und Forderungen einiger deutscher Politiker nach schneller Rückkehr der Menschen hoffen die Arbeitgeber im Handwerk auf den Verbleib ihrer syrischen Mitarbeiter.
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), sagte der "Rheinischen Post"
Wir sollten froh sein über jeden, der sich integriert hat. Die Arbeitgeber im Handwerk erwarten, dass sie ihre syrischen Beschäftigten dauerhaft und verlässlich als wichtige Fachkräfte weiterbeschäftigen können.
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Jörg Dittrich
Viele Betriebe hätten die Menschen mit großem Aufwand ausgebildet - und Fachkräfte würden weiter händeringend gesucht.
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Dittrich: Einwanderungsgesetz in Praxis noch nicht voll wirksam
Das Fachkräfte-Einwanderungsgesetz wirke "leider längst noch nicht in dem Umfang, wie es nötig wäre", sagte Dittrich. "Das Gesetz ist zwar genau richtig, aber es kann in der Praxis noch nicht voll wirksam werden."
Engpässe gebe es bei der Visavergabe und in den Ausländerbehörden. "Und viele Fachkräfte machen um Deutschland einen Bogen, weil ihnen die Steuern und Sozialbeiträge zu hoch sind. Dadurch verdienen sie nicht so viel netto wie in anderen Ländern."
Viele der Syrer, die schon seit Jahren in Deutschland leben, möchten auch gerne hierbleiben.12.12.2024 | 1:31 min
Rund 975.000 Syrer leben in Deutschland
In Deutschland leben laut Bundesinnenministerium aktuell rund 975.000 Syrer. Die meisten kamen seit 2015 infolge des syrischen Bürgerkriegs. Ihre Beschäftigungsquote liegt derzeit bei rund 40 Prozent.
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Das Entwicklungsministerium warnte nach dem Besuch einer deutschen Delegation in Damaskus vor staatlich veranlassten Rückführungen in das Land. Die humanitäre Lage ist demnach weiter schlecht, zudem drohen neue Konflikte innerhalb des Landes im Prozess des Übergangs.
Quelle: dpa
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