Kurzarbeitergeld: Gelockerter Zugang wird verlängert

    Bis Mitte 2023 verlängert:Kurzarbeitergeld: Gelockerte Vorgaben bleiben

    |

    Corona, Ukraine-Krieg, Energiepreise: Aufgrund der anhaltenden Krisen wird der erleichterte Zugang zum Kurzarbeitergeld erneut verlängert. Das hat das Bundeskabinett beschlossen.

    Agentur für Arbeit in Oldenburg, aufgenommen am 02.11.2022
    Die Regierung verlängert die gelockerten Vorgaben für das Kurzarbeitergeld bis Mitte 2023.
    Quelle: dpa

    Wegen der Energiepreiskrise verlängert die Bundesregierung den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni 2023 verlängert. Der "schreckliche Angriffskrieg" Russlands gegen die Ukraine habe eine unsichere wirtschaftliche Situation geschaffen, erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach der Kabinettssitzung in Berlin.
    Abgesenkt bleibt die Zahl der Beschäftigten, die von Arbeitsausfall betroffen sein müssen, bevor Kurzarbeit greifen kann - von mindestens einem Drittel auf mindestens zehn Prozent.
    In deutschen Unternehmen fehlt es an Energie, Rohstoffen und Personal. Wie kann es gelingen, Deutschland als Produktionsstandort zu erhalten und damit Arbeitsplätze zu sichern?12.12.2022 | 28:18 min
    Verzichtet wird zudem weiter auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld. Die Regelungen schließen ab 1. Januar an die bereits greifenden Erleichterungen an.

    Heil: Arbeitsmarktlage weiter stabil

    Heil wies laut einer Mitteilung am Mittwoch in Berlin zwar darauf hin, dass die Lage am Arbeitsmarkt weiter stabil sei. Doch stehe die Regierung weiter an der Seite der Unternehmen und Beschäftigten.
    Mit der Verlängerung der Regeln schaffe die Regierung sichere Perspektiven über den Winter hinaus.

    Kurzarbeit bleibt weiter eine stabile Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal.

    Hubertus Heil, Bundesarbeitsminister

    Kurzarbeitergeld mehrfach verlängert

    Der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld war in der Corona-Pandemie beschlossen und mehrmals verlängert worden. Der Bundesrat hatte im Oktober grünes Licht dafür gegeben, dass die Bundesregierung per Verordnung weitere Verlängerungen beschließen darf.
    Die Bundesregierung rechnet durch die Sonderregelung mit zusätzlichen 115.000 Kurzarbeitenden in den Monaten Januar bis Juni. Die Zusatzkosten für die Bundesagentur für Arbeit werden im Entwurf auf etwa 350 Millionen Euro beziffert.
    Horrende Gaspreise, stockende Handelsrouten und ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit: Europas Wirtschaft befindet sich im Schockzustand. Überall bangen Menschen um ihre Existenzen und Regierungen bemühen sich um Schadensbegrenzung.27.10.2022 | 17:36 min
    Quelle: dpa, AFP, Reuters