Formel 1: Alles Wichtige zur neuen Saison

    Neues, Bewährtes und eine Affäre:Alles Wichtige zur neuen Formel-1-Saison

    von Karin Sturm
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    Die Formel 1 geht in Bahrain in ihre neue Saison - mit einigen Neuheiten, Überraschungen und auch einer Affäre, die sich immer weiter ausweitet.

    Pierre Gasly, der für das Alpine-Team beim Großen Preis von Bahrain 2024 der Formel 1 auf dem Bahrain International Circuit in Sakhir, Bahrain, antritt am 29.02.2024.
    Die Formel 1 ist zurück aus der Winterpause. Los geht's mit dem Großen Preis von Bahrain.
    Quelle: Imago

    In Bahrain startet die neue Formel-1-Saison. 24 Rennen stehen auf dem Programm. Was hat sich verändert gegenüber der letzten Saison? Was ist geblieben? Ein Überblick.

    Fahrer

    Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der Formel 1 gibt es ein gegenüber dem Vorjahr komplett unverändertes Starterfeld. Keine Neuzugänge, keine Fahrerwechsel - nichts. Was auch ein Zeichen dafür ist, wie schwer es Neueinsteiger heute haben. Selbst für Formel-2-Champions wie Theo Pourchaire oder zuvor Felipe Drugovich ist kein Platz.

    Team-Namen

    Der Versuch, Sponsoren in die Team-Namen zu integrieren, führt zu solchen Montströsitäten wie Visa Cash App RB Formula One Team für das B-Team von Red Bull, vorher Alpha Tauri, oder Stake F1 Team Kick Sauber. In der Praxis verwendet die kaum jemand - Racing Bulls und Kick Sauber heißt es derzeit allgemein, weil sich die TV-Sender intern darauf geeinigt haben.

    Wer kann Red Bull stoppen?
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    Formel 1 -Testfahrten

    Strecken

    Nach vier Jahren Pause wegen Corona kehrt der China-GP in Shanghai im April in den Formel-1-Kalender zurück. Aus logistischen Gründen wurde deshalb auch der Japan-GP in Suzuka, seit Jahrzehnten ein Traditionsevent im Oktober, ins Frühjahr vorgezogen.
    Insgesamt stehen 24 Rennen im Programm - das war auch letztes Jahr schon vorgesehen, dann wurden es allerdings doch nur 22, weil China kurzfristig wegen der dortigen Corona-Regeln gestrichen wurde und Imola nach der Überschwemmungs-Katastrophe in der Emilia Romagna abgesagt werden musste.

    Termine

    Die beiden ersten Saisonrennen in Bahrain und Saudi-Arabien gehen ungewohnter Weise schon am Samstag über die Bühne. Das liegt daran, dass am Sonntag des Saudi-Arabien-Wochenendes der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt.

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    Formel-1-Rennfahrer Max Verstappen setzt vor einer Testfahrt in Bahrain seinen Helm auf.
    Mit Rücksicht darauf zog man das Rennen in Jeddah um einen Tag vor. Da das Formel-1-Reglement aber einen Abstand von einer Woche zwischen zwei Rennen vorschreibt, muss auch der Auftakt in Bahrain schon am Samstag stattfinden.

    Reglement

    Für die Wochenenden mit Sprintrennen wurde der Ablaufplan geändert: Es beginnt nun am Freitag mit einem freien Training und einem anschließenden Sprint-Shootout, in dem die Startaufstellung für das Sprintrennen ermittelt wird. Am Samstag folgt auf den Sprint die Qualifikation für den Grand Prix am Sonntag.
    Das DRS darf jetzt bereits eine Runde nach dem Start - bisher zwei - genutzt werden. Zudem: Die FIA erlaubt eine zusätzliche Öffnung im vorderen Bereich des Fahrzeugs, die jedoch keinen aerodynamischen Nutzen besitzt, sondern dafür da ist, das Cockpit besser zu kühlen.

    Die Affäre Horner

    Eine Mitarbeiterin hatte Red-Bull-Teamchef Christian Horner "unangemessenes Verhalten" vorgeworfen, der Red-Bull-Konzern glaubte, das nach einer Untersuchung mit einem "Freispruch" ohne weitere Informationen vom Tisch wischen zu können.

    17 Monate Haft auf Bewährung
    :Ex-Formel-1-Boss Ecclestone verurteilt

    Kehrtwende im Betrugsverfahren gegen Bernie Ecclestone. Der Ex-Formel-1-Chef hat sich wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe schuldig bekannt.
    Bernie Ecclestone am 12.10.2023 in London
    Jetzt wurden schlüpfrige Chat-Protokolle und Fotos an Medien, Teamchefs und wichtige Personen bei F1-Rechteinhaber Liberty und der FIA geleaked. Auch wenn die Echtheit noch nicht bewiesen ist, kommen F1 und FIA jetzt wohl nicht mehr darum herum, sich weiter mit dem Fall zu befassen, der schon jetzt einen großen Image-Schaden bedeutet. Auch eine - wenn auch sehr unschöne - Neuheit: Die erste offizielle #MeToo-Affäre in der Formel 1.
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