FC Bayern: Tuchel hakt "eklatanten Vorfall" um Mané ab

    Entschuldigung und Suspendierung:Tuchel hakt "eklatanten Vorfall" um Mané ab

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    Thomas Tuchel muss sportliche und zwischenmenschliche Unruhen beim FC Bayern moderieren. Der Mané-Eklat sei aufgearbeitet, so der Trainer, der auf eine "reinigende Wirkung" hofft.

    Aus im Pokal, Schock in der Königsklasse, Superstars im Clinch: Der FC Bayern kommt nicht zur Ruhe. Thomas Tuchel hat in wenigen Wochen in München schon mehr erlebt hat als Trainer anderer Klubs in einer ganzen Saison.
    "Es ist schon gut was los", scherzte Tuchel mit breitem Grinsen bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Hoffenheim. Auch wenn Tuchel seine Aussage "im positivsten Sinne" meinte: Seine ersten Wochen an der Seitenlinie der Münchner wird sich der ehrgeizige Fußballlehrer sicherlich anders ausgemalt haben.
    Erst das enttäuschende Aus im Pokal gegen den SC Freiburg, dann die bittere 0:3-Klatsche bei Manchester City - und zuletzt die Handgreiflichkeiten von Sadio Mané gegen Leroy Sané in der Bayern-Kabine: Seine ersten Tage an der Säbener Straße seien "sehr intensiv", so Tuchel: "Ich glaube aber, dass es außen deutlich unruhiger scheint als es intern ist."

    Tuchel hakt "eklatanten Vorfall" ab

    In der Causa Mané wurde Tuchel ernst. Er sprach von einem "eklatanten Vorfall", den er selbst nicht mitbekommen aber sofort mit allen Beteiligten und Augenzeugen Gespräche gesucht habe.

    Da wurde eine Grenze überschritten, die wir so nicht wollen und die wir auch nicht toleriert haben.

    Thomas Tuchel

    Gleichzeitig betonte Tuchel aber auch: "Wir haben die Luft rein gemacht. Es hat eine Entschuldigung stattgefunden, die absolut glaubwürdig ist." Mané habe "wie ein Mann" vor der gesamten Mannschaft zu seinem Fehlverhalten gestanden, so Tuchel. "Alle, auch Leroy, haben sich vorbildlich verhalten".
    Mit Manés Entschuldigung, seiner Suspendierung für das Hoffenheim-Spiel und einer Geldstrafe sei die Sache deshalb "geklärt", betonte Tuchel. Mané kehrt demnach für das Manchester-Rückspiel wieder in den Kader zurück.

    Tuchel beschwört "positive Stimmung"

    Wie der Trainer zudem weiter ausführte, habe der Umgang der Mannschaft und der beiden Spieler mit der Situation eine "reinigende Wirkung" entfaltet. Im Training habe er "eine positive, eine energiegeladene Stimmung" festgestellt.
    Genau die brauchen die Münchner aktuell mehr denn je. Denn: Ein Sieg gegen die zuletzt formverbesserte TSG ist Pflicht. Stand jetzt können die angeschlagenen Münchner froh sein, wenn von der Triple-Mission wenigstens der 11. Meistertitel in Serie übrig bleibt. Aber auch das Minimalziel ist angesichts von nur zwei Zählern Vorsprung auf Borussia Dortmund und der bisherigen Münchner Anfälligkeit alles andere als ein Selbstläufer.
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    Nach all den Unruhen sei es nun "extrem wichtig", betonte Tuchel, "den nächsten Schritt zu machen."

    Choupo-Moting fehlt weiter angeschlagen

    Verzichten müssen die Bayern weiterhin auf den angeschlagenen Mittelstürmer Eric Maxim Choupo-Moting. Wer den Routinier ersetzt, ließ Tuchel zunächst offen - genauso wie die Frage nach einer neuen Langzeitlösung im Sturmzentrum ab Sommer: "Ich halte meine Klappe", scherzte Tuchel, "ich habe genug zu tun."
    Das steht kaum zur Debatte. Und auch wenn Tuchel den Fokus auf das Spiel gegen Hoffenheim legen wollte, ließ er den Blick schon einmal kurz auf das Rückspiel gegen Manchester City am kommenden Mittwoch schweifen. "Die Aufgabe scheint fast unmöglich", gab er zu, um dann eine Floskel zu bemühen: "Aber im Fußball ist nichts unmöglich." Zuerst brauche es erstmal am Samstag gegen Hoffenheim "eine Topleistung", nahm der Trainer seine Mannschaft in die Pflicht.
    Quelle: SID, dpa

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