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Steuereintreiber bei Google & Co.

Fiskus kassiert beim Mittelstand

Potenziell Hunderten deutschen Digitalfirmen droht das Aus - wegen eines kruden Versuchs des deutschen Fiskus, Google & Co. zu besteuern.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.02.2020

Weil die Internet-Giganten keinen Sitz in Deutschland haben, hat der Staat bekanntermaßen keinen Zugriff auf ihre satten Gewinne. Stattdessen wollen Finanzämter nun bei deren deutschen Geschäftspartnern abgreifen: Schaltet ein deutsches Unternehmen bei Google Werbung, soll es 15 Prozent Quellensteuer zahlen und sich den Betrag dann von den Internet-Riesen zurückholen - deutsche Mittelständler quasi als Steuereintreiber.

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Sich Geld von den "ungekrönten Steuervermeidungsweltmeistern" zurückzuholen, gilt allenfalls als theoretisch möglich. Real dagegen sind die unmittelbaren Folgen für die deutschen Firmen: Weil die Steuer sogar bis zu fünf Jahre rückwirkend gelten soll, sind die Betriebe zu Rückstellungen in Millionenhöhe gezwungen. Vielen droht dadurch die Insolvenz. Noch ist diese Praxis nicht bundesweit abgestimmt, einzelne Firmen aber haben schon entsprechende Bescheide bekommen.

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