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DEB-Team unterliegt Dänemark

Knappe Niederlage im Sudden Death

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Heim-WM einen Rückschlag im Kampf um die Viertelfinalteilnahme erlitten. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm unterlag in Köln Dänemark mit 2:3 nach Verlängerung (2:2, 0:0, 0:0, 0:1) und liegt nach der dritten WM-Niederlage in der Gruppe A drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Lettland.

Eishockey-WM: Dänemark - Deutschland
Viel los vor dem Tor der deutschen Mannschaft. Quelle: dpa

Die DEB-Auswahl muss die letzten beiden Vorrundenspiele am Samstag (20:15 Uhr) gegen Aufsteiger Italien und am Dienstag (20:15 Uhr) gegen Lettland gewinnen, um noch eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Spätestens am Dienstag soll auch der 21-jährige Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers mitwirken, der am Samstag in Köln erwartet wird.

Vor 18.629 Zuschauern in der ausverkauften Arena war die schnelle 2:0-Führung durch Tore von Patrick Reimer (9. Minute) und Brooks Macek (10.) zu wenig. Für den WM-Gastgeber von 2018 trafen Frederik Storm (17.) und Morten Poulsen (17.) per Doppelschlag sowie Peter Regin (62.) in der Zusatzspielzeit. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Der einzige Vorwurf, den man uns machen kann ist, dass wir die Tore nicht gemacht haben. Das ist für uns natürlich jetzt frustrierend", sagte Kapitän Christian Ehrhoff bei Sport1 und lobte Dänemarks starken Schlussmann Sebastian Dahm.

Zu allem Überfluss droht mit Moritz Müller nach NHL-Torjäger Tobias Rieder ein weiterer Spieler nun verletzt auszufallen. Der Verteidiger der Kölner Haie musste bereits im ersten Drittel in die Kabine und kam nicht wieder aufs Eis.

Grubauer kommt zum Team

Auch Torhüter Philipp Grubauer von den Washington Capitals wird die DEB-Auswahl verstärken, das bestätigte am Abend sein Klub. Sein NHL-Kollege Greiss saß nur auf der Bank, weil er wegen einer Oberkörperverletzung "noch nicht bei 100 Prozent" sei, wie Sturm erklärte. Mit dem Instagram-Like zu einem Hitler-Vergleich hatte der 31-Jährige für Aufregung gesorgt. DOSB-Präsident Alfons Hörmann drohte ihm mit dem Ausschluss aus dem deutschen Olympia-Team. "Wer so agiert oder kommuniziert, kann nicht Teammitglied in Pyeongchang sein", teilte Hörmann mit.

"Er ist kein Rechtsextremist, er ist kein Nazi", erklärte kurz vor dem Spiel DEB-Vizepräsident Marc Hindelang. Der Goalie der New York Islanders, der seit mehr als zehn Jahren in den USA lebt, bleibe im WM-Kader und werde nicht suspendiert. Greiss hatte im sozialen Netzwerk Instagram einem Post ein "Like" gegeben, der die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler vergleicht. "Nie verhaftet, nie verurteilt, genauso unschuldig wie Hillary", heißt es neben einem Bild Hitlers. Mittlerweile hat Greiss sein "Like" wieder zurückgezogen.

Nervosität spürbar

Die DEB-Auswahl bestimmt zunächst das Spiel und ging verdient durch einen Doppelschlag von Reimer, der den Puck aus der Luft ins Tor beförderte, und Macek, der einen Pass von Yannic Seidenberg verwertete, mit 2:0 in Führung. In nur 25 Sekunden glichen die Dänen aus, und vor beiden Gegentoren wehrte Greiss' Vertreter aus den Birken die Scheibe nach vorne ab. Storm und Poulsen waren im Nachsetzen erfolgreich. "Wir müssen einfach wieder geradliniger spielen", forderte Reimer nach dem ersten Drittel bei Sport1.

Im zweiten Durchgang konnte das Sturm-Team vier Minuten in Überzahl nicht zur erneuten Führung nutzen. Die Nervosität der Spieler war deutlich spürbar. Immerhin überstand die DEB-Auswahl 78 Sekunden in 3:5-Unterzahl unbeschadet.

Dänemark - Deutschland 3:2 n.V. (2:2,0:0,0:0)

Dänemark:
Tor: Dahm
Abwehr: J. Jensen, N. Jensen, M. Lauridsen, Kristensen, O. Lauridsen, Bruggisser, Lassen
Angriff: Aagaard, Ehlers, Madsen, Regin, Storm, Jakobsen, Hardt, Christensen, Green, Poulsen, Bau, Russell, Meyer

Deutschland:
Tor: Aus Den Birken (EHC München)
Abwehr: Reul (Adler Mannheim), Ehrhoff (Kölner Haie), D. Seidenberg (New York Islanders), Mo. Müller (Kölner Haie), Abeltshauser (EHC München), Hördler (Eisbären Berlin), Krueger (SC Bern)
Angriff: Macek (EHC München), Y. Seidenberg (EHC München), Kahun (EHC München), P. Reimer (Nürnberg Ice Tigers), Ehliz (Nürnberg Ice Tigers), Tiffels (Western Michigan Uni.), Plachta (Adler Mannheim), Schütz (Rögle BK), Gogulla (Kölner Haie), Kink (Adler Mannheim), Fauser (Grizzlys Wolfsburg), D. Wolf (Adler Mannheim)

Schiedsrichter: Jan Hribik (Tschechien)/Marcus Linde (Schweden)
Zuschauer: 18.629
Tore: 0:1 P. Reimer (8:26), 0:2 Macek (9:43), 1:2 Storm (16:09), 2:2 Poulsen (16:34), 3:2 Regin (61:40)
Strafminuten: 10 / 12

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