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Laudehr kehrt zurück - Popp muss warten

Frauenfußball: Bundestrainerin Jones nominiert Kader für WM-Qualifikationsspiele

Simone Laudehr kehrt nach dreizehnmonatiger Verletzungspause zurück in den Kreis der DFB-Frauen. Bundestrainerin Steffi Jones nominierte Laudehr für die Partien gegen Slowenien am 16. September (14 Uhr/live im ZDF) und die Tschechische Republik drei Tage später.

Simone Laudehr und Alexandra Popp
Simone Laudehr und Alexandra Popp Quelle: imago

"Ich bin froh, dass sie wieder fit ist", sagte Bundestrainerin Steffi Jones über die 31 Jahre alte, routinierte Mittelfeldspielerin des FC Bayern München. „Unsere junge Mannschaft benötigt Führungspersönlichkeiten wie sie, die vorangehen und ein Vorbild an Leidenschaft und Einsatzbereitschaft sind - vor allem, weil wir den personellen Umbruch nun forcieren wollen und viele junge Spielerinnen im Team haben.“

Erstmals in die A-Mannschaft wurde Joelle Wedemeyer (21), U 20-Weltmeisterin von 2014, berufen. Die Abwehrspielerin des VfL Wolfsburg zählt gemeinsam mit Felicitas Rauch (21) und Torfrau Carina Schlüter (20) sowie Lea Schüller (19) zu den jüngsten Spielerinnen des 23-köpfigen Aufgebots. "Wir wollen des Weg des personellen Umbruchs weitergehen", so Jones.

Auch Leupolz noch nicht wieder dabei

Aus dem EM-Team, das bei der enttäuschenden Endrunde in der Niederlande bereits im Viertelfinale an Dänemark gescheitert war, sind fünf Spielerinnen nicht dabei. Fehlen werden auch Alexandra Popp und Melanie Leupolz, die die EM wegen Verletzungen verpasst hatten.



„Wir haben die EM umfassend analysiert. Trotz Dominanz und Ballbesitzspiel sowie vielen Vorstößen ins Angriffsdrittel haben uns in den entscheidenden Momenten die Souveränität, Entschlossenheit und auch Effizienz gefehlt", führte Steffi Jones aus. Die Erkenntnisse der EM hätten gezeigt, dass viele Nationen durch einen kompakten Abwehrverbund und gute Physis kaum bespielbare Räume bieten. "Wir müssen in den nächsten Monaten daran arbeiten, Lösungen gegen diese Gegner parat zu haben" – dazu seien "Präzision, Effizienz, Handlungsschnelligkeit und ein sehr gutes Positionsspiel" notwendig.

Jones räumt Fehler ein

Steffi Jones
Steffi Jones Quelle: ZDF

Auch sie selbst räumte Fehler im ersten Jahr ihrer Amtszeit ein. So will Jones, die sich selbst als harmoniebedürftig bezeichnet, im Umgang mit den Spielerinnen künftig auch mal den Ton verschärfen. "Die lange Leine wird kürzer", kündigte sie an.

"Es kann nicht sein, dass in entscheidenden Spielen die Motivation fehlt." Puren Aktionismus, wie die Zuteilung von Comicfiguren an jede Spielerin vor der EM, will sie sich verkneifen. "Das würde ich nicht mehr machen. Man lernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren", sagte Jones.

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