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Garbine Muguruza gewinnt Wimbledon-Finale

Garbine Muguruza hat zum ersten Mal in ihrer Karriere das Tennis-Turnier in Wimbledon gewonnen. Die Spanierin setzte sich gegen Venus Williams aus den USA mit 7:5, 6:0 durch.

Für Garbine Muguruza ist es der zweite Grand-Slam-Titel nach den French Open 2016. Vor zwei Jahren hatte sie in Wimbledon das Finale gegen Venus‘ Schwester Serena verloren.

Der König klatscht Beifall

In ihrer Ecke jubelte ihre Teilzeit-Trainerin Conchita Martinez, die 1994 im Finale Rekordsiegerin Martina Navratilova besiegt hatte, in der Royal Box klatschte der spanische König Juan Carlos anerkennend Beifall. Auch die Wimbledonsiegerinnen vergangener Tage, Navratilova, Marion Bartoli und Billie Jean King freuten sich mit Muguruza.

Die 37 Jahre alte Venus Williams verpasste dagegen ihren sechsten Wimbledon-Titel, neun Jahre nachdem sie zum bislang letzten Mal die Sieger-Schale in den Himmel gestreckt hatte.

Muguruza hatte vor dem Match angekündigt, besser vorbereitet in ihr zweites Endspiel auf dem "Heiligen Rasen" zu starten. "Das Finale gegen Serena hat mir geholfen, eine bessere Rasenspielerin zu werden", sagte sie.

Klasse-Tennis

Venus Williams
Venus Williams Quelle: ap

Im ersten Durchgang behielt sie die Nerven, als Williams die Initiative ergriff. Zwei Satzbälle wehrte sie bei eigenem Aufschlag ab und verwertete wenig später selbst ihre zweite Chance. "Das war einer der besten ersten Sätze, die ich je in einem Wimbledonfinale gesehen habe", schwärmte Boris Becker.

Allzu hochklassig blieb es jedoch nicht. Während Muguruza das Tempo hochhielt, brach Williams ein. Vor allem beim zweiten Aufschlag offenbarte die älteste Wimbledonfinalistin seit Navratilova 1994 Schwächen.

Lange Durststrecke

Muguruza war nach ihrem ersten großen Titel vor etwas mehr als einem Jahr in Roland Garros in ein Loch und anschließend aus den Top 10 gefallen. Kein einziges Finale hatte sie seitdem erreicht, und als auch noch ihr Trainer Sam Sumyk wegen der Schwangerschaft seiner Frau die Reise nach Wimbledon absagte, hatten nur noch wenige Experten Muguruza auf dem Zettel. Zumal sie beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne gegen die Tschechin Barbora Strycova mit 1:6, 0:6 untergegangen war.

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