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Reisen an Weihnachten

Mit Auto, Bahn oder Fernbus in die Feiertage

Jedes Jahr vor Weihnachten rollt die Reisewelle über Deutschland. Egal, ob man sich für das eigene Auto, die Bahn oder den Fernbus entscheidet – voll wird es auf alle Fälle. Doch wie ist man am günstigsten, schnellsten und flexibelsten unterwegs?

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 20.12.2019

Für den 21./22.12., also Freitag und Samstag, ist dieses Jahr das höchste Verkehrsaufkommen zu erwarten. Wer entspannt reisen will, sollte frühestens am Sonntag los, vielleicht sogar erst zu Heiligabend.

Schnell wird es voll, wenn Leute noch kurzfristig in die Städte fahren, um Last-Minute-Einkäufe zu tätigen. Entzerren lässt sich dies durch frühzeitige Weihnachtseinkäufe. Auch zur Nutzung des Öffentlichen Nahverkehrs rät Experte Thomas Müther vom ADAC. Und er nimmt die verschiedenen Transportmöglichkeiten nochmal genauer für uns unter die Lupe.

Reisen mit dem Auto

Wichtig ist es, die Stauprognosen im Blick zu haben. Aus Erfahrung seien die einstelligen Autobahnen sowie jene Strecken rund um Ballungsgebiete überlastet, besonders die A8 zwischen München und Salzburg, denn über diese Strecken fahren die Menschen in den Skiurlaub.

Eine großräumige Umfahrung ist in der Regel nur bei langen Staus, die durch Unfall oder Sperrung verursacht werden, sinnvoll. Autofahrer sollten sich aber im Vorfeld über die Verkehrslage auf der Ausweichstrecke informieren. Folgt man blind den Angaben des Navigationsgeräts, muss man oft Geduld mitbringen: Die vorgeschlagene Strecke wird meist auch von anderen Autofahrern genutzt, die den Stau umfahren möchten.

Im Vergleich zum Beginn der Sommerferien ist der Weihnachtsreiseverkehr viel harmloser.
Thomas Müther, ADAC

Für jedes Wetter gerüstet

Schild für Schneekettenpflicht
Schild für Schneekettenpflicht (Zeichen 268)
Quelle: imago / Stefan Zeitz

Auch dem Wetterbericht sollte Beachtung geschenkt werden: Je nachdem wo man hinfährt, benötigt man eventuell Winterreifen und Schneeketten. Für längere Reisen sollten heiße Getränke, eine Decke und Proviant eingepackt werden. Der Kofferraum sollte so gepackt werden, dass man schnell an Dinge herankommt, die man während der Fahrt brauchen könnte. Um eventuell niedrigen Temperaturen trotzen zu können, sollte man mit vollem Tank starten. Steht man im Stau, kann man mit vollem Tank auch den Motor laufen lassen, um zu heizen – und kommt auch wieder weg, wenn sich der Stau aufgelöst hat.

Schneekettenpflicht wird mit dem Zeichen 268 angezeigt: ein blaues, rundes Schild, das einen Reifen mit Kette zeigt. Extreme Schneelagen oder starke Steigungen und Gefälle sind Gefahren, die ein Winterreifen unter Umständen nicht bewältigen kann. Der Ketten-Einsatz sollte aber nur bei ausgesprochen heftigen Straßenbedingungen erfolgen. Bei einer Schneekettenpflicht müssen die Ketten montiert werden – auch, wenn die befahrene Straße frei von Schnee und Eis ist.

In Deutschland gilt bei aufgezogenen Schneeketten eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde.

In den Zügen wird es wieder eng

Die Bahn rechnet dieses Jahr wieder mit einem stark erhöhten Passagieraufkommen, sodass es in den Zügen eng werden kann. Am besten reist man mit kleinem Gepäck und verschickt Geschenke im Vorfeld. Manchmal lohnt sich auch eine Fahrt in der ersten Klasse, die sei nicht immer wesentlich teurer, unter Umständen aber deutlich bequemer.

Laut Thomas Müther vom ADAC sind keine Warnstreiks zu erwarten. Von Zugreisen am Freitag und Samstag wird eher abgeraten. Das Ausweichen auf weniger beliebte Zugstrecken und Züge kann eine Alternative sein, wenn man unbedingt an diesen Tagen verreisen muss. Die App der Deutschen Bahn zeigt an, wenn Züge sich der vollen Auslastung der Sitzplätze nähern. In jedem Fall lohnt sich eine Sitzplatzreservierung.

Alternativen: Fernbus oder Mitfahrgelegenheit

Die günstigste Variante für Alleinreisende und Menschen, die kein Auto haben, ist der Fernbus – der allerdings auch im Stau stecken bleiben kann. Anders als bei der Bahn hat jeder Fernbusreisende einen Sitzplatz sicher.

Auf Schnäppchenpreise darf man hier aber auch nicht mehr hoffen. Günstiger als mit dem Fernbus ist man nur noch per Mitfahrgelegenheit unterwegs. Vor allem für Studenten oder Menschen, die nur wenig Geld in den Transport von A nach B stecken wollen, kann dies eine Alternative sein.

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