Immergrüner Balkon mal anders

Verbraucher | Volle Kanne - Immergrüner Balkon mal anders

Neben den bekannten Immergrünen wie Efeu, Buchsbaum und Koniferen gibt es einige zum Teil weniger bekannte Pflanzen, die die Farbpalette erweitern und für den winterlichen Balkon und Terrasse besonders interessant sind. Gartenexpertin Anja Koenzen stellt …

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 30.11.2018, 09:05

Heiliger Bambus (Nandina domestica)

Diese aus Ostasien stammende Pflanze überrascht im Laufe des Jahres mit immer wieder neuen Aspekten. Im Frühjahr präsentieren sich die fiedrigen Blätter in einem schönen Grün, im Herbst und Winter färben sie sich rötlich. Nicht nur das Farbspiel der Blätter sorgt für Abwechslung, sondern auch die im Sommer aufgehenden weißen Blütenrispen, aus denen im Herbst dekorative rote Beeren hervorgehen, die oft bis in den Winter den Strauch schmücken.

Ohne Schnitt wird die Pflanze zwischen 1,50 und 1,80 Meter hoch. Botanisch ist sie kein Bambus, sondern gehört zu der Familie der Berberitzen und bevorzugt durchlässige, leicht saure Böden. Ein sonniger oder sehr heller Halbschatten ist ideal. Steht die Pflanze eher schattig, erscheinen weniger Früchte. Regelmäßig gießen und am besten kalkfreies Regenwasser verwenden. Der Heilige Bambus ist nur mäßig winterhart. Er verträgt Temperaturen von bis zu minus 10 Grad, vereinzelt auch tiefer, wobei die Jungpflanzen frostempfindlicher sind und dementsprechend geschützt werden sollten. Dieser Schutz kann mit Blick auf Weihnachten mit Tannenreisig und festlichem Schmuck gestaltet werden.

Mahonia

Mahonia
Mahonia Quelle: imago/Gottfried Czepluch

Ebenfalls zu den Berberitzengewächsen gehört die Mahonie (Mahonia aquifolium). Besonders attraktiv für Balkone sind kleine, zum Hochstamm gezogene Pflanzen. Sie trumpfen im Winter mit prächtigen gelben Blütenrispen auf, die süßlich duften. Aus ihnen entwickeln sich blaue Beeren, die sogar essbar sind. Die immergrünen glänzenden Blätter ähneln der Stechpalme.

Seit 2013 gibt es eine Mahonie, deren Blätter sich weich anfühlen und die aufgrund ihres länglich, schmalen Aussehens eher an Palmblätter erinnern. Die Sorte mit dem Namen ‚Soft Caress‘ wurde auf der Chelsea Flower Show im Jahre 2013 zur Pflanze des Jahres gewählt. Die Sorte wurde aus der Mahonia eurybracteata gezüchtet, die in China wächst. Sie ist eher schwachwüchsig und daher für Balkone besonders geeignet und wird 0,6 bis 1 Meter hoch.

Elfenblume (Epimedium)

Auch die Elfenblumen gehören zu der Familie der Berberitzengewächse und auch bei ihnen gibt es wintergrüne Sorten, die sich für Balkon und Terrasse eignen. Elfenblumen mögen eher schattige Standorte und sind ansonsten extrem anspruchslos. Die wüchsige Sorte ‚Frohnleiten‘ wird 20 bis 25 Zentimeter hoch und zeigt im Herbst eine rote Ränderung.

Epimedium
Epimedium Quelle: imago/imagebroker

Epimedium x rubrum ist eine 1854 in England entstandene Hybride aus der ostasiatischen E. grandiflorum und der europäischen E. alpinum. Ihre Blätter sind im Winter fast bronzefarben und im Frühjahr erscheinen große, zweifarbige Blüten (rot und weiß). Diese Hybride bildet eher kurze Rhizome aus, was ein Vorteil für eine Kombination im Topf mit anderen Schattenstauden und Frühjahrs-Zwiebelblühern ist.

Orangenblume (Choysia)

Die Orangenblumen gibt es in verschiedenen Grüntönen, sowohl mit schmal-länglichen als auch gerundeten Blättern. Alle Orangenblumen blühen mit weißen, nach Orangen duftenden Blüten – manchmal sogar mehrfach im Jahr. Die Orangenblume kommt ursprünglich aus Mexiko, steht gerne sonnig und ist bis ca. minus 15 Grad winterhart. Hinsichtlich des Bodens ist sie anspruchslos. Gegossen wird sie am besten mit kalkarmem Wasser. Ohne Schnitt entwickelt sich die Pflanze zu einem Strauch von circa einem Meter. Sie kann jedoch durch Schnitt auch kleiner gehalten werden.

Traubenheide (Leucothoe)

Zwerghut-Fichte – Mini-Weihnachtsbaum

Die Zwerghut-Fichte ‚Conica‘ ist eine anspruchslose Kübelpflanze, die gern sonnig bis halbschattig steht und sehr winterhart ist. Am besten pflanzt man sie in einen Kübel, den man regelmäßig drehen sollte, so dass sie schön gleichmäßig wächst. Mit zunehmendem Alter werden die Pflanzen deutlich größer und können bis zu zwei Meter hoch werden.

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