Babys erster Zahnarztbesuch

Verbraucher | Volle Kanne - Babys erster Zahnarztbesuch

Luke (10 Monate), hat nicht nur einen, sondern schon sechs kleine Zähne. Wir begleiten ihn und seine Mama bei seinem ersten Zahnarztbesuch und erfahren alles Wissenswerte rund um Babys Zähne.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.12.2018, 09:05

Schon mit dem ersten Zahn sollten die Eltern mit ihrem Baby zum Zahnarzt gehen. Zum einen soll sich das Baby frühzeitig daran gewöhnen, dass in seinem Mund etwas passiert. Zum anderen dient dieser erste Besuch hauptsächlich der Information der Eltern. Ihnen muss vermittelt werden, dass sie dafür verantwortlich sind, die Zähne ihres Kindes zu reinigen und zu pflegen. Außerdem helfen die Zahnärzte bei Problemen, beispielsweise bei Zahndurchtritt, Fragen zu Schnullern und Saugern und geben nützliche Tipps. Wenn das Milchgebiss komplett ist, sollte der Zahnarztbesuch halbjährlich stattfinden.

Putzen ab dem ersten Zahn

Damit sich das Kind an die tägliche Mundpflege gewöhnt, sollte man ab dem ersten Zahn putzen. Wer möchte, kann das Zahnfleisch des Babys schon vor dem ersten Zahn massieren. Ist der Zahn durchgetreten, muss er sofort geputzt werden, um Karies zu vermeiden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Kind beim Putzen zu halten. Viele Eltern machen das, indem sie eine Situation schaffen, in der das Kind sicher sitzt und der Kopf angelehnt sein kann. Manche putzen auf dem Wickeltisch eingebunden in das tägliche Hygieneritual.

Es dauert wenige Sekunden, die ersten Zähnchen zu putzen. Die Kinder haben am Anfang, wenn die Zähne durchbrechen, eine hohe Sensorik im Mund. Die Zahnbürste ist deswegen ein schönes Erlebnis für die Kinder. Das macht man sich zunutze und gibt dem Kind eine eigene Zahnbürste, auf der es herumkauen kann. Die Eltern haben eine zweite Zahnbürste, die zum Putzen benutzt wird. Die Erfahrung zeigt: Sobald die zweite Zahnbürste in den Mund kommt, und die Mama anfängt zu putzen, geht die des Kindes automatisch aus dem Mund.

Zahnpasta und Zahnbürste

Im Milchgebiss wird eine Kinderzahnpasta empfohlen. Im ersten Lebensjahr bekommen in Deutschland alle Kinder Vitamin D. Je nachdem, ob das Vitamin D mit Fluor oder ohne gegeben wird, muss man sich für eine Zahnpasta mit oder ohne Fluor entscheiden. Diese Information findet sich auf der Zahnpasta-Rückseite. Die genormte Fluoridmenge in Kinderzahnpasta beträgt 500 ppm (parts per million). Ist das Baby noch klein, reicht ein Hauch von Zahnpasta. Die Menge der Zahnpasta wächst mit – man kann sich gut an der Größe des kleinen Fingers des Kindes orientieren, Manche Zahnbürsten haben auch eine entsprechende Markierung.

Bei der Kinderzahnbürste ist es wichtig, dass sie auch den Eltern gut in der Hand liegt, ein glattes Borstenfeld hat und einen runden Borstenkopf. Oft ist es sinnvoll, das Kind mitentscheiden zu lassen. Zahnbürsten, die dem Kind gefallen, animieren eher zum Putzen.

Sauger und Schnuller

Am Anfang des Lebens ist Saugen ein existentielles Bedürfnis. Beim Sauger ist es wichtig, dass die Lippen gut aufliegen und die Öffnung anfänglich nicht zu groß ist - das Kind soll arbeiten beim Saugen. Beim Schnuller ist es ein bisschen anders: Er ist ein Hilfsmittel, um das Saugbedürfnis des Kindes, das neben den Mahlzeiten noch vorhanden ist, auszugleichen. Entscheidend ist die Form des Schnullers: Wichtig ist, dass der Steg relativ dünn ist, damit kein offener Biss entsteht, und dass der Schnuller von der Auflage im Gaumen her relativ klein ist. Ein Schnuller sollte nicht mitwachsen. Wenn man immer größere Schnuller kauft, blockiert er eine immer größere Fläche im Gaumen des Kindes. Wenn es dann vom kindlichen zum normalen, erwachsenen Schluckmuster wechselt, sollte die Zunge die Möglichkeit haben, am Gaumen zu liegen beim Schlucken. Das kann sie nicht, wenn der Gaumen blockiert ist.

Nach der Einführung der Beikost sollten die Babys an Wasser als Durstlöscher gewöhnt werden. Denn wenn sich das Kind an zuckerhaltige oder süß schmeckende Getränke gewöhnt hat, ist es schwer, wieder auf Wasser umzustellen. Wenn sich Wasser als Durstlöscher gut etabliert hat, kann man auch mal eine Apfelsaftschorle geben, aber Wasser muss die Nummer eins sein.

Hilfe beim Zahnen

Viele Kinder und Eltern merken gar nicht, dass die Zähne kommen. Über Nacht sind sie dann plötzlich da. Es gibt aber auch Kinder, die sich damit sehr schwer tun. Das geht oft mit Rötungen einher am Gesicht oder am Po, die Kinder haben Schmerzen, vielleicht einen Fieberschub. In der Apotheke gibt es diverse Hilfsmittel, wie beispielsweise homöopathische Kügelchen oder Zahngel. Oft sind die Kinder zufrieden, wenn sie auf etwas herumbeißen können, ein feuchter Waschlappen, der gekühlt ist oder der Beißring, den man im Kühlschrank lagert. Und wenn tatsächlich Schüttelfrost oder Fieber auftreten, dann kann auch mal ein Fieberzäpfchen Linderung verschaffen.

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