Mehr Grün aufs Dach!

In der aktuellen Diskussion um ein gesünderes Stadtklima ist die Dachbegrünung eine wirksame Antwort. Vor allem im Siedlungsbereich gibt es enorm viele Flächen, die nicht begrünt sind, sondern den Boden versiegeln und nichts zur Luftqualität beitragen.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.06.2020

Lange Zeit wurde der Dachbegrünung nur wenig Aufmerksamkeit beigemessen. Aber die Zeiten haben sich geändert: Heutzutage geben verschiedene Kommunen und die KFW-Bank sogar Fördermittel dafür frei.

Vorteile der Dachbegrünung

Dachbegrünung bringt viele Vorteile für die Umwelt wie unter anderem:

  • Pufferung von Klimaschwankungen
  • Bindung von Feinstaub
  • Regenwasserrückhalt
  • Lebensraum für eine große Pflanzenvielfalt
  • Förderung der Vielfalt von Insekten und anderen heimischen Tieren (Brutplatz für Vögel)
  • Verbesserung des Wohnraumklimas: Wärme- und Kälteschutz
  • Verschönerung trister Dächer
  • Zum Teil Reduzierung der Abwassergebühren (in einigen Gemeinden)
  • Längere Lebensdauer der Dachabdichtung durch Schutz vor UV-Strahlung, Temperatureinwirkungen und Hagelschlag

Art der Dachbegrünung

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Arten. Dachbegrünung mit wenig Dachsubstrat bezeichnet man als Extensivbegrünung. Sie kommt mit sehr geringer Pflege aus.Für Flachdächer mit Schichten von 40 bis 50 Zentimetern Substrat ist die Intensivbegrünung hingegen besser geeignet. Sie stellt zwar größere Anforderungen an die Statik als die Extensivbegrünung und benötigt mehr Pflege, das Ergebnis ist dafür aber auch deutlich attraktiver.

Statik sollte geprüft werden

Da die Grünflächen einen immensen Druck auf die Dachstatik ausüben, sollte man diese vorher von einem Fachbetrieb überprüfen lassen. Bei einem Kiesdach stellt sie in der Regel kein Problem dar und man kann sofort mit der Begrünung beginnen. 

Aber auch generell ist eine Begrünung nur unwesentlich schwerer als normale Dachabdeckungen mit Ziegeln. Daher ist eine Dachbegrünung grundsätzlich nicht genehmigungspflichtig. Trotdem sollte  man vorher bei der örtlichen Baubehörde nachfragen, da das Baurecht Hoheitsrecht der Gemeinden ist.

Pflanzen für die Dachbegrünung

Die Pflanzen für die Dachbegrünung kommen aus Spezialgärtnereien, in denen nur Arten kultiviert werden, die unter harten Bedingungen auf dem Dach getestet wurden. Neuerdings wurden durch den Zusatz spezieller Wurzelpilze im Substrat, Mykorrhiza genannt, wachstumsfördernde Wirkungen festgestellt.

Bei der extensiven Dachbegrünung sind vor allem heimische Steingartengewächse wie Saxifraga, Sedum und Sempervivum geeignet, die es alle in vielen attraktiven Sorten gibt. Einige mediterrane Kräuter und besonders harte Blütenpflanzen wie Habichtskraut, Schnittlauch oder kleine Geranium-Arten ergänzen das Bild.

Aber auch heimische Arten aus Küsten- und Heidebiotopen oder mediterrane Kräuter sind gut geeignet. Sie liefern Insekten reichlich Nahrung. Solche Flächen sind aber vorwiegend Flachdächern vorbehalten.

Vorgehensweise

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