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Dauerhaft rauchfrei

Es ist nie zu spät, sich von alten Lastern zu befreien und zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören. Wie kann man das dauerhaft schaffen?

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.02.2020

Das Nikotin in Zigaretten und anderen Tabakprodukten macht stark abhängig. Zu den Entzugssymptomen gehören Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit und das starke Verlangen nach einer Zigarette.

Studien zufolge zeigt der Körper aber relativ schnell Dankbarkeit für die Abstinenz. Bereits nach wenigen Tagen bessere sich die Atemfunktion, der Blutdruck sinke innerhalb einer Woche und binnen weniger Wochen verringere sich das Risiko für Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Teil sogar auf das Niveau lebenslanger Nichtraucher. Allerlei gute Gründe also, um konsequent zu bleiben.

Verlangen dämpfen durch Nikotin

Stiftung Warentest hat im Jahr 2018 verschiedene Mittel und Methoden getestet, die beim Aufhören helfen sollen. „Viele können die Chancen, dass der Rauchstopp gelingt, nachweislich erhöhen“, so Expertin Bettina Sauer. Zum einen gibt es rezeptfreie Nikotinersatzpräparate wie Pflaster und Kaugummi, die dem Körper Nikotin zuführen und dadurch die Entzugserscheinungen dämpfen. Diese Mittel sind laut Test gut geeignet. Rezeptpflichtige Tabletten wie Zyban und Champix dämpfen ebenfalls das Verlangen nach Nikotin und sind laut Testergebnis mit Einschränkungen geeignet. Nikotinersatz sei in der Praxis besser erprobt und daher vorzuziehen.

Nikotinpflaster sind vor allem für starke Raucher geeignet, da diese dem Körper kontinuierlich Nikotin zuführen. Nikotinkaugummis und Lutschtabletten wirken kurzfristig und dämpfen dadurch das Verlangen. Sie sind vor allem für gelegentliche Raucher zu empfehlen. „Manche starke Raucher kombinieren beide Varianten, was die Erfolgsaussichten erhöht. Beim kombinierten Einsatz sollte die Dosis der schnell wirksamen Kaugummis sicherheitshalber möglichst niedrig sein“, empfiehlt die Expertin.

Alternative Hilfsmittel

Kurse zum Entwöhnen können die Chance erhöhen, von der Zigarette loszukommen. Dabei analysieren Teilnehmer unter psychologischer Anleitung ihre Gewohnheiten und lernen, wie sie der Zigarette in typischen Situationen widerstehen. Angeboten werden die Kurse beispielsweise an Kliniken und von Volkshochschulen. Über die Wirksamkeit von Hypnose oder Akupunktur gibt es keine aussagekräftigen, klinischen Studien. Diese Therapien kämen am ehesten infrage, wenn sonst keine Maßnahmen helfen.

Die immer beliebter werdenden E-Zigaretten seien zwar gesünder als normale Zigaretten, da diese Liquid verdampfen statt Tabak zu verbrennen. Negative Folgen seien hier allerdings nicht auszuschließen, da auch hier Langzeitstudien zu den gesundheitlichen Auswirkungen bislang fehlen. „Inzwischen gibt es verschiedene Internetangebote und Foren, die bei der Rauchentwöhnung helfen sollen“, weiß Bettina Sauer. Vorreiter dafür ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit ihrem Programm rauchfrei-info.de. Auch die Bundeszentrale bietet eine kostenlose Hotline (0800/831 31 31) an.

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Schlimmste Phase und Rückfälle

In aller Regel sind die schlimmsten Entzugserscheinungen nach ungefähr zwei Wochen überstanden. Der Drang zu rauchen kann einen aber auch nach Monaten noch überkommen. Man braucht also einen langen Atem, um dann nicht rückfällig zu werden. Wenn es doch zu einem Ausrutscher kommt, sollte man sich nicht ermutigen lassen und versuchen das Ruder noch rumzureißen, damit es auch bei einem einmaligen Ausrutscher bleibt.

Grundsätzlich sei es eine gute Idee, in den ersten Wochen heikle Situationen, die wieder zum Rauchen verführen könnten, zu meiden und beispielsweise lieber ins Kino zu gehen statt in die Kneipe. Die Expertin weiß: Man muss sich klarmachen, warum man eigentlich aufhören will – denn das stärke die Motivation und sei der erste Schritt in ein rauchfreies Leben.

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