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Genickbruch - nicht immer tödlich

Verbraucher | Volle Kanne - Genickbruch - nicht immer tödlich

Bei Genickbruch gehen viele vom Schlimmsten aus und tatsächlich kann der Bruch der Halswirbelsäule tödlich oder mit einer dauerhaften Lähmung enden. Doch es gibt auch leichte Formen, die sich durchaus heilen lassen und sogar ohne Folgen bleiben.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.04.2020, 09:05

Unter einem Genickbruch versteht man allgemein einen Bruch im Bereich der Halswirbelsäule. Meist ist es die Folge eines Sturzes zum Beispiel bei einem Reit- oder Sportunfall, Motorrad- oder Autounfall oder beim Klettern. Viele denken dabei sofort an vollständige Lähmung oder Schlimmeres. Tatsächlich kommen solche Brüche und Verletzungen im Halswirbelbereich häufiger vor als man denkt. Und obwohl das sehr kritisch werden kann, tritt nicht immer das Schlimmste ein. Es gibt auch leichte Formen, die sich durchaus heilen lassen und sogar ohne Folgen bleiben.

Schäden des Rückenmarks

Infolge der Krafteinwirkung durch den Sturz ist die Bewegung des Kopfes stark eingeschränkt und Nervenbahnen können eingeklemmt werden. Bei ungefähr 70 Prozent der Betroffenen ist auch das Rücken- bzw. Halsmark geschädigt. Ein Genickbruch kann deshalb häufig zur Lähmung oder sogar zum Tod führen. Ist das Rückenmark durch den Genickbruch ebenfalls geschädigt, spüren die Verletzten plötzlich ein Kribbeln oder Taubheit in den Armen oder Beinen oder sie haben Probleme bei der Atmung. Deshalb sollten Ersthelfer vor Ort unbedingt dafür sorgen, dass die Halswirbelsäule stabilisiert und fixiert wird, bis der Notarzt eingetroffen ist.

Operative Behandlung

Anhand bildgebender Verfahren wie Röntgen, Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) erkennt der Arzt deutlich, ob ein Bruch des Wirbels oder eine Schädigung der Bandscheiben vorliegt. Zusätzliche neurologische Tests zeigen, ob die Funktion der Nervenbahnen betroffen ist. In leichten Fällen reicht es, die Halswirbel für mehrere Wochen mit einem Halskragen zu stützen, bis der Bruch verheilt ist. In schweren Fällen hilft nur eine Operation.

Um weitere lebensbedrohliche Schäden am Gehirn und am Rückenmark möglichst gering zu halten, ist schnelles Handeln angesagt. Bei der OP stabilisieren die Ärzte den gebrochenen Wirbel häufig durch ein unter der Haut angebrachtes Schrauben-Platten- oder Schrauben-Stab-System. Beschädigte Bandscheiben können durch sogenannte Cages ersetzt werden, ein Implantat aus Titan. Die postoperative Rehabilitation erfolgt meist über Ergo- und Physiotherapie, die mehrere Wochen oder Monate dauern kann.

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