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Erkältungsmythen - was stimmt, was stimmt nicht?

Frau mit Erkältung liegt im Bett

Jeder von uns hat sie ab und zu, eine Erkältung. Und wann immer man erwähnt, dass es einen erwischt hat, bekommt man Tipps, wie man den grippalen Infekt besser überstehen kann. Doch stimmen diese Weisheiten, oder sind sie eher dem Bereich der Mythen zuz...

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Mythos 1: Kalte Füße und nasse Haare verursachen Erkältungen

Ganz so einfach ist es nicht. Eine Erkältung ist eine Infektion der Schleimhäute, die durch Viren verursacht wird. Kälte an Kopf oder Füßen kann aber das Immunsystem schwächen und eine Erkältung wahrscheinlicher machen. Durch die Kälte, der der Körper ausgesetzt wird, fangen die Gefäße an, sich zusammenzuziehen. Und durch dieses Zusammenziehen fällt es Krankheitserregern leichter, in den Körper eindringen und einen Erkältungseffekt auszulösen.

Einfacher ausgedrückt: Wenn Sie als einziger Mensch am Nordpol bei Minus 20 Grad mit nassen Haaren und barfuß vor die Tür gehen, steigert das zwar das Infekt-Risiko – ist aber kein anderer Mensch da, der Sie anstecken könnte, werden Sie auch nicht krank.

Mythos 2: Vitamin C und Zink schützen vor Erkältungen oder helfen, Sie loszuwerden!

Falsch! In klinischen Studien konnten nur minimale Effekte auf Erkrankungsrisiko und Krankheitsverlauf festgestellt werden. Aber: Eine Unterversorgung des wichtigen Vitamin C schwächt das Immunsystem. Die benötige Menge wird allerdings schon durch eine ausgewogene Ernährung aufgenommen, zusätzliche Vitaminpräparate sind nutzlos.

Bei Zink ist es ein bisschen anders: Es gab Studien, die gezeigt haben, dass Zink das Immunsystem stärken kann, aber die Dosen sind so hoch, dass es dann zu Nebenwirkungen kommt: Durchfall, Übelkeit, metallischer Geschmack im Mund. Wer Zink nimmt, muss außerdem im Umgang mit Antibiotika aufpassen, weil es zu Wechselwirkungen kommen kann - und schlimmstenfalls die Wirkung von Antibiotika gehemmt werden kann.

Mythos 3: Nase putzen ist gesünder als Nase hochziehen

Auch wenn es unappetitlich ist – das stimmt nicht. Beim Schnäuzen entsteht ein hoher Druck, durch den Krankheitserreger auch in die Nebenhöhlen gelangen können. Dort kommt es dann zu einer Entzündungsreaktion, die die Erkrankung weiter verlängert.

Beim Nase hochziehen passiert das nicht. Wer aber trotzdem lieber ins Taschentuch schnäuzt, der sollte immer nur ein Nasenloch zuhalten und schnäuzen, so dass nicht zu viel Druck aufgebaut wird. Übrigens: Auch das Niesen in die Hand sollte unterlassen werden. Die Krankheitserreger, die sich dann auf der Hand befinden, werden schnell auf andere übertragen. Gleiches gilt auch für Husten.

Mythos 4: Hühnersuppe hilft heilen

Hühnersuppe ist eine gute Maßnahme – auch wenn es keine Studien gibt, die zeigen, dass sie etwas bringt, aber sie schadet auch nicht. Sie tut einfach gut. Man kann es im Sinne einer symptomatischen Therapie sehen, da sie hilft, Schleim zu lösen und die Wärme außerdem dem Rachen gut tut. Wenn man noch ein wenig Ingwer oder Knoblauch in die Suppe gibt, hat man auch einen leicht antibiotischen Effekt, aber dieser ist nur marginal.

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