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Haushaltsplan 2019

Vorbemerkungen

Die Darstellungen zum Haushaltsplan 2019 weisen sowohl gegenüber der Darstellungen des vorherigen Jahres als auch den Darstellungen des Jahresabschlusses 2017 einige strukturelle Veränderungen auf. Die Darstellung ist an die Systematik der Finanzvorschau angelehnt, die Grundlage der KEF-Anmeldung ist und den finanziellen Rahmen für die Haushaltsplanung setzt. Dabei werden insbesondere die Fremdkosten in den Vordergrund gestellt, Personalkosten nur an zentraler Stelle ausgewiesen und andere Kostenelemente wie interne Leistungen und Umlagen nicht explizit geplant und ausgewiesen. Zudem erfolgt mit dem Haushaltsplan 2019 eine Umbenennung des bisherigen Betriebshaushaltes in „Ertrags- und Aufwandsplan“ und des bisherigen Investitionshaushaltes in „Finanzplan“. Das Ergebnis des Ertrags- und Aufwandsplans wird zudem zum Zwecke der Ermittlung des finanzwirtschaftlichen Ergebnisses derart in den Finanzplan übertragen, dass ein Überschuss den Positionen der Einnahmen, ein Fehlbetrag den Ausgaben zugeordnet wird und insgesamt ein Überschuss bzw. Fehlbetrag als Gesamtergebnis ausgewiesen wird. Die in der Tabelle enthaltenen Werte für den Haushalt 2018 sind zur besseren Vergleichbarkeit ebenfalls in der neuen Struktur aufgeführt.

Ertrags- und Aufwandsplan

Der Ertrags- und Aufwandsplan 2019 schließt mit einem Defizit von -162,6 Mio. Euro. Darin enthalten sind Rundfunkbeiträge in Höhe von 34,2 Mio. Euro, die dem ZDF im Haushaltsjahr 2019 nicht zur Verfügung stehen und der Sonderrücklage II zugeführt werden. Diese Erträge sind auf den Anteil des ZDF an dem Beitragsaufkommen aus den 30 Cent zurückzuführen, um den der Monatsbeitrag von 17,50 Euro je Teilnehmer über der Empfehlung im 20. KEF-Bericht liegt. Unter Berücksichtigung dieses Sachverhalts ergibt sich im Haushaltsjahr 2019 als bereinigtesBetriebsergebnis ein Fehlbetrag in Höhe von -196,8 Mio. Euro.

Die Summe der Erträge im Geschäftsjahr 2019 beträgt 2.199,3 Mio. Euro. Bereinigt um die Beitragsmehrerträge, die der Sonderrücklage II zugeführt werden, verbleiben verfügbare Erträge in Höhe von 2.165,2 Mio. Euro. Das sind 34,7 Mio. Euro weniger als im Vorjahr.

Der Ansatz für die Erträge aus Rundfunkbeiträgen liegt sowohl insgesamt (1.899,9 Mio. Euro) als auch bereinigt (1.865,7 Mio. Euro) unter dem Niveau des Vorjahresplanwertes. Dies ist auf zwei gegenläufige Planungsannahmen zurückzuführen. Zunächst wurde in der Planung unterstellt, dass das von der KEF in ihrem 21. Bericht für den Zeitraum 2017 bis 2020 erwartete Beitragsaufkommen tatsächlich erzielt werden kann. Da das Aufkommen 2017 noch hinter der jahresanteiligen KEF-Erwartung zurückgeblieben ist, erfordert dies Mehrerträge in 2019 und 2020. Mit Mehrerträgen ist dabei speziell aus dem erneuten Abgleich aller Einwohnermeldeamtsdaten mit den Datenbeständen des Zentralen Beitragsservice zu rechnen. Dieser Effekt wird durch die pauschale Berücksichtigung der Auswirkung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Beitragsfreistellung von Nebenwohnungen überkompensiert, so dass sich rückläufige Beitragserträge ergeben. In den Rundfunkbeiträgen des ZDF ist seit dem 01. Januar 2017 auch ein Anteil an den zweckgebunden Mitteln zur Schließung der Lücke zwischen Altersversorgungsrückstellung und Deckungsstock, die sich infolge des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergeben hat, beinhaltet.

Die Werbeerträge sind in Höhe von 150,0 Mio. Euro veranschlagt, das sind 6,0 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Der für den Haushalt 2019 unterstellte Ansatz berücksichtigt die Entwicklung in den zurückliegenden Jahren sowie die geringere Anzahl an hochkarätigen Sportgroßereignissen im Planjahr. Für das noch stärker unmittelbar vom Sport abhängige Sponsoring geht der Ansatz gegenüber dem Vorjahr um 6,0 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro zurück.

Bei den Kostenerstattungen wurden 3,5 Mio. Euro veranschlagt. Damit liegt der Ansatz um 5,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist auf einen geringeren Ansatz für die Erstattungen der ARD im Rahmen der produktionstechnischen Zusammenarbeit zurückzuführen und steht ebenfalls in Verbindung mit der geringeren Anzahl an Sportgroßereignissen. Die Kostenerstattungen gehen mit korrespondierenden Aufwendungen einher.

Der Ansatz der Verwertungserlöse liegt mit 22,5 Mio. Euro auf Vorjahresniveau.

Die Erträge aus Mieten und Pachten sinken aufgrund von geringeren Vermietungsflächen um 0,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro.

Die Zinserträge sind mit 7,3 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr kalkuliert. Der Ansatz berücksichtigt kurz- und langfristige Zinserträge.

Die Anderen Erträge sind in Höhe von 97,5 Mio. Euro eingeplant, das sind 5,3 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Der Rückgang resultiert als Saldo aus einer Vielzahl an Veränderungen, vor allem aber aus der Schließung der Betriebstankstelle im Laufe des Jahres 2018. Dieser Ertragsrückgang schlägt sich auch in den Aufwendungen korrespondierend nieder.

Die Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen sind mit 8,2 Mio. Euro etwa in Höhe des Vorjahres eingeplant. Diese Erträge haben bei den Sachinvestitionen im Finanzplan ihre Gegenposition und verhalten sich somit gesamtergebnisneutral.

Den Erträgen stehen im Jahr 2019 geplante Aufwendungen in Höhe von 2.362,0 Mio. Euro gegenüber. Davon entfallen 522,9 Mio. Euro auf die Personalaufwendungen, 1.298,5 Mio. Euro auf die Programmaufwendungen, 232,1 Mio. Euro auf die Geschäftsaufwendungen und 308,6 Mio. Euro auf die Anderen Aufwendungen.

Die Personalaufwendungen sind mit 522,9 Mio. Euro geplant. Das ist ein Plus von 10,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Ohne die Aufwendungen für Versorgung, die 187,7 Mio. Euro betragen, beläuft sich der Anteil der Personalaufwendungen an den Gesamtaufwendungen im Jahr 2019 auf 14,2 Prozent; einschließlich der Versorgung ergibt sich eine Quote von 22,1 Prozent.

Die Programmaufwendungen gehen gegenüber dem Vorjahr um 28,0 Mio. Euro auf 1.298,5 Mio. Euro zurück. Der darin enthaltene Sendeaufwand, der die unmittelbar den zu sendenden Programmen zuordenbaren Kosten umfasst, beträgt 1.083,5 Mio. Euro und liegt um 19,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Der Ansatz für den Sendeaufwand des ZDF-Hauptprogramms beträgt 936,5 Mio. Euro und liegt um 36,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresansatz. Der Rückgang ist insbesondere auf die geringere Anzahl an herausragenden Sportgroßereignissen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die geplante Sendeleistung des ZDF-Hauptprogramms liegt mit 522.028 Minuten auf dem Vorjahresansatz.

Kernelemente des ZDF-Programms bleiben auch im Jahr 2019 Informationen aus Deutschland, Europa und der Welt. Mit großer Kompetenz werden Zusammenhänge erläutert und Hintergründe politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen aufgezeigt. Somit bleibt das ZDF ein wichtiges Forum der Darstellung und Diskussion gesellschaftlicher Entwicklungen sowie politischer und wirtschaftlicher Positionen. Darüber hinaus wird das Programm weiterhin durch die Darstellung der Vielfältigkeit von Kultur und Natur sowie Angebote zur Orientierung in Alltags- wie auch Daseinsfragen geprägt sein. Historische und zeitgeschichtliche Dokumentationen, Wissenschafts- und Kulturmagazine, Natur- und Tiersendungen werden den Fokus auf Fragen und Probleme des täglichen Lebens richten. Sie werden versuchen, diese in einem Gesamtzusammenhang zu sehen sowie die komplizierten Sachverhalte der Welt und des Weltgeschehens für unterschiedlichste Zuschauergruppen nachvollziehbar darzustellen, Hintergründe aufzuzeigen und den kritischen Blick der Zuschauer zu schärfen.

Das Sportjahr 2019 wird nicht wie das Vorjahr von der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer oder den Olympischen und Paralympischen Winterspielen geprägt sein. Besondere Höhepunkte der Sportberichterstattung 2019 werden zum Jahresauftakt 2019 die Vierschanzentournee sowie die Weltmeisterschaften Ski Alpin, Ski Nordisch und Biathlon sein. Weitere sportliche Highlights im ZDF-Programm sind mit den Übertragungen der Schwimm-, Leichtathletik- und Turn-Weltmeisterschaften geplant. Aber auch die Fußballereignisse der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft sowie die Halbfinalspiele und das Finale der UEFA Nations League werden im ZDF zu sehen sein.

Auch fiktionale Programme und unterhaltende Shows erreichen nach wie vor regelmäßig ein Millionenpublikum. Das ZDF wird 2019 seine abwechslungsreiche Mischung aus Krimis, Komödien, melodramatischen und sozialen Filmstoffen fortführen und dabei zeitgemäß, lebendig und relevant von individuellen und gesamtgesellschaftlichen Themen erzählen. Die anhaltende Entwicklung, Alltagsanregungen und nützliche Information auch in unterhaltenden Sendungen zu suchen, greift das ZDF auch 2019 wieder mit einem Mix aus etablierten sowie neuen Showformaten auf. Ein zusätzliches Attraktionspotenzial insbesondere für das junge Publikum bieten die internationalen Spielfilme.

Die geplante Sendeleistung des Gemeinschaftsprogramms 3sat liegt mit 525.600 Minuten auf dem Niveau des Vorjahres. Der Sendeaufwand erhöht sich um 1,1 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro. Die Sendeleistung von ARTE bleibt in 2019 mit 90.000 Minuten unverändert gegenüber dem Vorjahr. Der geplante Sendeaufwand beträgt 41,5 Mio. Euro und liegt um 0,6 Mio. Euro über dem Vorjahresansatz. Dem Sendeaufwand stehen entsprechende Erträge gegenüber, die dem ZDF von ARTE Deutschland für die bereitgestellten Programmbeiträge zufließen. Der Sendeaufwand für den Kinderkanal beim ZDF beträgt 22,5 Mio. Euro und liegt bei vereinbarungsgemäß gleichbleibender Sendeleistung um 0,6 Mio. Euro über dem Vorjahrsansatz. Sowohl bei ZDFinfo als auch bei ZDFneo bleibt die Sendeleistung im Vergleich mit 2018 konstant. Die Aufwendungen für ZDFinfo steigen gegenüber dem Ansatz des Vorjahres um 4,2 Mio. Euro auf 17,9 Mio. Euro. Der Ansatz für ZDFneo liegt mit 40,4 Mio. Euro um 10,7 Mio. Euro über dem Vorjahr. Diese Verstärkungen konnten unter anderem durch die Auflösung des im Vorjahresplan enthaltenen Etats für Programmprojekte und Umschichtung der somit freigewordenen Mittel erfolgen.

Die Sonstigen Programmaufwendungen gehen um 9,1 Mio. Euro auf 48,7 Mio. Euro zurück. Diese Minderung ist hauptsächlich auf die erwähnte Auflösung des Etats für Programmprojekte zurückzuführen. Im Vorjahr waren für diesen Sonderetat des Intendanten 10,0 Mio. Euro eingeplant. Darüber hinaus sinken, im Wesentlichen aufgrund von Verschiebungen in den Geschäftsaufwand, die sonstigen Programmaufwendungen für PHOENIX um 1,5 Mio. Euro. Dagegen steigt der Finanzbedarf für den Bereich Neue Medien um 2,3 Mio. Euro auf 14,7 Mio. Euro.

Der leichte Rückgang bei den Sonstigen Programmgemeinkosten in Höhe von 0,3 Mio. Euro auf 114,2 Mio. Euro ergibt sich im Saldo aus dem Rückgang bei den Aufwendungen für die Programmverteilung und einem Anstieg der Anderen Programmaufwendungen. Letztere beinhalten als größten Posten die Aufwendungen für die Pauschalverträge mit der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsrechten (GVL).

Unter die Geschäftsaufwendungen fallen die Sachkosten, die nicht unmittelbar einzelnen Kostenträgern (Produktionen) oder Kostenträgergruppen zugeordnet werden können. Ausgenommen sind die Fremdkosten, die nach dem Grundsatz der Verursachung auch nicht einzelnen Kostenstellen direkt zugerechnet werden können; diese sind unter den „Anderen Aufwendungen“ erfasst. Für die Geschäftsaufwendungen sind 232,1 Mio. Euro im Haushalt 2019 angesetzt. Dies sind 3,7 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Der Rückgang resultiert aus mehreren Effekten: beispielsweise ergeben sich Mehraufwendungen im Bereich der Informationstechnologie. Hier bewirken Auslagerungsmaßnahmen bzgl. des IT-Endgerätemanagements höhere Mieten der IT-Endgeräte. Die Anmietung von Speichersystemen, die zukünftig nicht mehr durch das ZDF investiert werden, sowie erwartete Mehrkosten für Webanalysetools im Onlineumfeld schlagen sich ebenfalls in höheren Mietaufwendungen nieder. Hinzu kommt ein Mehrbedarf an externen Unterstützungsleistungen und an Wartungsleistungen im digitalen Schnitt. Diese Mehrbedarfe werden unter anderem durch geringer geplante Aufwendungen bei bau- und versorgungstechnischen Erhaltungsmaßnahmen sowie bei Maßnahmen der Brandschutzsanierung kompensiert. Eine weitere deutliche Aufwandsreduzierung erfolgt im Zusammenhang mit der im Jahr 2018 erfolgten Schließung der Betriebstankstelle.

Die Anderen Aufwendungen belaufen sich auf 308,6 Mio. Euro (+1,6 Mio. Euro). Hierzu zählen im Wesentlichen der betriebliche Steueraufwand, die Kosten für den Beitragseinzug und die Zinsaufwendungen. Hinzu kommen die Abschreibungen auf Sachanlagen und das Programmvermögen. Bei den Anderen Aufwendungen schlägt sich der im Zusammenhang mit der erstmaligen Planung einer Beihilfe-Rückstellung anfallende Zinsaufwand aufwandserhöhend nieder. Dagegen wird beim Steueraufwand in 2019 mit geringeren Aufwendungen als im Vorjahr gerechnet. Diese sind bei der Vorsteuer im Wesentlichen auf die insgesamt gesunkenen Aufwendungen und bei den Ertragssteuern auf die reduzierte Ertragserwartung bei Werbung und Sponsoring zurückzuführen. Auch die Aufwendungen für den Beitragseinzug und die Zinsaufwendungen fallen niedriger als im Vorjahr aus.

Finanzplan

Im Finanzplan stehen den Einnahmen in Höhe von 234,8 Mio. Euro Ausgaben in Höhe von 349,1 Mio. Euro gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahresplan steigen die Einnahmen um 30,9 Mio. Euro. Allerdings ergibt sich bei den Ausgaben mit 62,7 Mio. Euro eine noch größere Steigerung, so dass sich der resultierende Haushaltsfehlbetrag in 2019 gegenüber dem Vorjahr um 31,8 Mio. Euro auf -114,3 erhöht.

Der Anstieg auf der Einnahmenseite ist zunächst auf eine höhere Zuführung zu den Versorgungsrückstellungen zurückzuführen, die den Planwert des Vorjahres um 13,4 Mio. Euro übertrifft. Die Planung basiert auf versicherungsmathematischen Hochrechnungen und enthält auch einen pauschalen Zuschlag für das zu erwartende weitere Absinken des Rechnungszinses. Daneben ist auch eine Erhöhung der Zuführung zu den anderen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 13,3 Mio. Euro zu verzeichnen. Grund hierfür ist in erster Linie die im Haushaltsplan 2019 erstmalig erfolgte Einplanung einer Zuführung zur Beihilfe-Rückstellung. Abschreibungen und Anlagenabgängen sind in 2019 mit einem Betrag von 62,3 Mio. Euro und somit um 3,4 Mio. Euro höher als im Vorjahr eingeplant.

Die Ausgaben steigen gegenüber dem Vorjahr um 62,7 Mio. Euro. Die größte Ausgabenposition sind – nach dem Ausweis des Fehlbetrages des Ertrags- und Aufwandsplans – die Sachinvestitionen. Einschließlich der aktivierten Vorsteuer sowie der aktivierten Eigenleistungen liegt ihr Planwert bei rund 68,2 Mio. Euro und damit um 2,4 Mio. Euro über dem Vorjahresansatz. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit findet sich erneut – wie voraussichtlich auch in den kommenden Jahren – in den Bereichen Informations- und Systemtechnologie (24,3 Mio. Euro) sowie Produktions- und Sendebetrieb (14,7 Mio. Euro). Die bereits vor einigen Jahren begonnene Veränderung des TV- und Medienmarkts setzt sich mit zunehmender Geschwindigkeit weiter fort, die Konkurrenz durch Online- und Social-Media-Plattformen nimmt stetig zu. Der gesamte deutsche (und internationale) Medienmarkt unterliegt somit großen Veränderungen: Neue Technologien ermöglichen neue Geschäftsmodelle und bringen neue Player und Plattformen hervor, im Gegenzug verschwinden alte. An dieser Situation der permanenten Veränderung wird sich aller Voraussicht nach auch in Zukunft nichts ändern. Es ist im Gegenteil davon auszugehen, dass sich die Veränderungsgeschwindigkeit in Zukunft sogar noch weiter erhöhen wird. Diese Veränderungen des Umfelds haben massiven Einfluss auf das ZDF und schließlich dessen Investitionsstrategie. Reine Reinvestitionsprojekte weichen bereits heute an vielen Stellen Neu- und Weiterentwicklungsprojekten, die Vernetzung von Applikationen und Systemen zur Prozessvereinfachung und -automatisierung schreitet weiter voran. Projekte werden aufgrund der hohen Abhängigkeiten untereinander zunehmend in Projektprogrammen organisiert und zusammengefasst. Die kommenden Jahre werden maßgeblich von der Implementierung und Integration neuer Technologien geprägt sein. Spezielle Fernsehproduktionstechnologien werden zunehmend durch Standard-IT-Komponenten ersetzt und schließlich durch neue, cloud-basierte Produktionstechnologien ergänzt. Bestehende technische Infrastrukturen müssen reinvestiert und dabei konsolidiert und auf neue Plattformen und Systeme migriert werden. Weiterhin werden Maßnahmen zum Erhalt und zur Steigerung der IT-Sicherheit aufgrund einer stetig steigenden Bedrohungslage immer wichtiger. Bei den Programminvestitionen ist ein Zuführungssaldo in Höhe von 39,5 Mio. Euro vorgesehen. Weitere wesentliche Ausgabeposten sind die Zuweisungen zum Versorgungsstock (in Höhe von 37,3 Mio. Euro) bzw. zum Beihilfe-Deckungsstock (in Höhe von 8,5 Mio. Euro) und der Forderungsaufbau gegen die Rückdeckungsversicherung (in Höhe von 31,3 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung des Fehlbetrages des Ertrags und Aufwandsplan ergeben sich Ausgaben in Höhe von 349,1 Mio. Euro. Der Finanzplan 2019 schließt mit einem Haushaltsfehlbetrag in Höhe von -114,3 Mio. Euro. Bei einer zusätzlichen Bereinigung um die nicht verfügbaren Beitragserträge errechnet sich ein bereinigter Haushaltsfehlbetrag von -148,5 Mio. Euro. Durch eine entsprechende Entnahme aus der in der Vorperiode hierfür gebildeten Sonderrücklage I ergibt sich ein ausgeglichener Haushalt.

Haushaltspläne 2019 und 2018

Ertrags- und Aufwandsplan 2019 1)
Mio. €
2018 2)
Mio. €
Erträge
Anteil an Rundfunkbeitrag 1.899,9 1.910,3
(davon nicht verfügbar gem. KEF) 3) (34,2) (33,9)
Werbeerträge 150,0 156,0
Zinserträge 7,3 8,6
Übrige Erträge 142,2 158,9
Summe Erträge  2.199,3 2.233,8
(davon verfügbar gem. KEF) (2.165,2) (2.199,9)
Aufwendungen (gem. '97er Zuordnung)
Personalaufwendungen 522,9 512,9
Programmaufwendungen 1.298,5 1.326,5
Geschäftsaufwendungen 232,1 235,7
Andere Aufwendungen 308,6 307,0
Summe Aufwendungen 2.362,0 2.382,0
Betriebsergebnis -162,6 -148,2
(bereinigtes Betriebsergebnis) (-196,8) (-182,1)
Finanzplan 2019 1)
Mio. €
2018 2)
Mio. €
Einnahmen
Abschreibungen und Anlagenabgänge 62,3 58,9
Zuführung zu langfristigen Rückstellungen 170,1 143,5
Sonstige Einnahmen 2,4 1,6
Summe Einnahmen 234,8 203,9
Ausgaben
Sachinvestitionen 68,2 65,8
Programminvestitionen 39,5 8,8
Forderung Rückdeckungsversicherung 31,3 33,5
Zuweisung Versorgungsstock 37,3 18,6
Zuweisung Beihilfe-Deckungsstock 8,5 8,5
Sonstige Ausgaben 1,6 3,1
Fehlbetrag Ertrags- und Aufwandsplan 162,6 148,2
Summe Ausgaben  349,1 286,5
Haushaltsüberschuss/ -fehlbetrag -114,3 -82,6
(bereinigter Haushaltsüberschuss/ -fehlbetrag) (-148,5) (-116,5)
Haushaltsausgleich 2019 1)
Mio. €
2018 2)
Mio. €
Entnahme aus der Rücklage (bereinigt) 71,9
Entnahme aus dem Anstaltskapital 48,3 65,7
Entnahme aus der Sonderrücklage I
Beitragsmehrerträge (2013 – 2016)
148,5 44,6
Zuführung zur Sonderrücklage II
Beitragsmehrerträge (2017 – 2020) 3)
34,2 33,9

1) Der Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2019 ist am 23. November 2018 vom Verwaltungsrat beschlossen und am 07. Dezember 2018 vom Fernsehrat in öffentlicher Sitzung beraten und genehmigt worden.

2) Der Haushaltsplan für das Geschäftsjahr 2018 ist am 24. November 2017 vom Verwaltungsrat beschlossen und am 15. Dezember 2017 vom Fernsehrat in öffentlicher Sitzung beraten und genehmigt worden.

Die Haushaltsplanzahlen 2018 wurden zur besseren Vergleichbarkeit an die Systematik des Haushaltsplans 2019 angepassst. Der Haushaltsplan 2019 wurde an die Systematik der Finanzvorschau angelehnt.

3) Die nicht verfügbaren Beitragsmehrerträge aus der Periode 2017 – 2020 werden in eine Sonderrücklage eingestellt.

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