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Jahresabschluss 2018

Der Jahresabschluss des ZDF umfasst wie in den Vorjahren die systematisch miteinander verknüpften Einzelrechnungen Betriebsrechnung (Abrechnung des Betriebshaushalts), Investitionsrechnung (Abrechnung des Investitionshaushalts), Bilanz (Vermögensrechnung) und Gewinn- und Verlustrechnung.

Nach § 30a des ZDF-Staatsvertrags ist das ZDF verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden HGB-Vorschriften sowie einen Lagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Die Prüfung der Jahresabrechnung 2018 durch die beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat keine Beanstandungen er­geben. Nach § 30a (5) ZDF-Staatsvertrag veröffentlicht das ZDF die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Bezüge des Intendanten und der Direktoren unter Namensnennung im Geschäftsbericht und nach § 30a (6) die Tarifstrukturen und eine strukturierte Darstellung der außer- und übertariflichen Vereinbarungen. Außerdem berichtet das ZDF gemäß § 21 Entgelttransparenzgesetz.

Die Darstellungen zum Jahresabschluss sind grundsätzlich entsprechend der Ein-Budget-Systematik und Aufbauorganisation des ZDF gegliedert und klassifizieren die Bereiche des ZDF nach den Kategorien Programm-, Gemeinkosten- und Dienstleisterbereiche. Für die einzelnen Bereiche werden alle zuordenbaren Kostenarten einschließlich der internen Kostenverrechnung ausgewiesen.

Im Betriebshaushalt des ZDF ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 192,1 Mio. Euro. Bereinigt um die nicht verfügbaren Beitragsmehrerträge von 33,7 Mio. Euro, die in die Sonderrücklage II eingestellt werden, ergibt sich das bereinigte Betriebsergebnis von  -225,8 Mio. Euro. Im Investitionshaushalt zeigt sich ein positives Finanzierungsergebnis von 102,5 Mio. Euro. Der aus be­reinigtem Betriebsergebnis und Finanzierungsergebnis ermittelte bereinigte Gesamtfehlbetrag beläuft sich damit auf 123,2 Mio. Euro. Zur Deckung des Gesamtfehlbetrags steht die Rücklage Gesamtergebnis in Höhe von 71,9 Mio. Euro zur Ver­fügung. Der darüber hinausgehende Fehlbetrag von 51,4 Mio. Euro wird der zu diesem Zweck gebildeten Sonderrücklage I (Beitragsmehrerträge der Beitragsperiode 2013-2016) entnommen.

Für das Jahresergebnis bedeutsame Veränderungen während des Berichtsjahres 2018 sind im Folgenden dargestellt. Die Erläuterungen beziehen sich auf die Referenzgröße Vorjahres-Ist.

Das Geschäftsjahr 2018 schließt in der Betriebsrechnung mit einem bereinigten Ergebnis von -225,8 Mio. Euro.

Betriebsrechnung 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Erträge
Erträge Rundfunkbeitrag 1.903,0 1.894,9 8,1 0,4
(davon verfügbar gemäß KEF) (1.869,3) (1.861,2) (8,1) (0,4)
(davon nicht verfügbar gemäß KEF) (33,7) (33,7) (0,0) (0,0)
Erträge aus dem Werbefernsehen 176,0 153,7 22,2 14,4
Übrige Erträge 148,1 139,4 8,7 6,2
Summe Erträge 2.227,1 2.188,0 39,0 1,8
(davon verfügbar gemäß KEF) (2.193,4) (2.154,4) (39,0) (1,8)
Aufwendungen
Personalaufwendungen Zentralbudget 213,9 136,4 77,5 56,8
Programmbereiche 1.666,7 1.624,5 42,2 2,6
Gemeinkostenbereiche 242,1 233,5 8,6 3,7
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -17,5 -16,7 -0,8 -4,8
Übrige Gemeinkosten 249,7 254,8 -5,1 -2,0
Gemeinkosten ausgewählte DLP 15,9 17,1 -1,2 -7,0
Dienstleisterbereiche 1) 48,3 41,6 6,7 16,1
Summe Aufwendungen 2.419,1 2.291,2 127,9 5,6
Jahresergebnis 2) -192,1 -103,2 -88,9
Abzüglich nicht verfügbare Beitragsmehrerträge -33,7 -33,7 0,0 0,0
Bereinigtes Jahresergebnis -225,8 -136,8 -88,9

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss des Dienstleisterbereichs; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.
2) Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rechnungsdifferenzen. Dasselbe gilt für die folgenden Tabellen.

Auf der Ertragsseite liegen die Rundfunkbeitragserträge mit 1.903,0 Mio. Euro um 8,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Beitragsmehrerträge, die sich anteilig für das ZDF aus dem Aufkommen aus den 30 Cent ergeben, um die die KEF im 20. Bericht eine Minderung des monatlichen Beitrags empfohlen hatte, ohne dass diese Empfehlung im Staatsvertrag umgesetzt wurde, betragen 33,7 Mio. Euro und sind der Sonderrücklage II zugeführt. Bereinigt um die nicht verfügbaren Mehrerträge ergibt sich ein Ertrag aus Rundfunkbeitrag von 1.869,3 Mio. Euro. Die Werbeerträge sind vor allem aufgrund der besonderen Sportgroßereignisse 2018 um 22,2 Mio. Euro auf 176,0 Mio. Euro gestiegen. Die Übrigen Erträge lagen mit 148,1 Mio. Euro um 8,7 Mio. Euro über dem Vorjahr, was unter anderem auf höhere Sponsoringerträge zurückzuführen ist.

Auf der Aufwandsseite umfassen die Personalaufwendungen/Zentralbudget die Personalaufwendungen, die nicht den jeweiligen Geschäftsbereichen zugeordnet werden können beziehungsweise für die eine dezentrale Zuordnung nicht zweckmäßig wäre, zum Beispiel kurzfristig Beschäftigte und Auszubildende sowie die Aufwendungen für die Altersversorgung. Diese Aufwendungen liegen im Jahr 2018 mit 213,9 Mio. Euro um 77,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert, was vor allem auf höhere Aufwendungen für die Altersversorgung zurückzuführen ist. Hier wirken sich höhere Regelzuführungen zur Beihilferückstellung aus.

Die Programmaufwendungen liegen mit 1.666,7 Mio. Euro um 42,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 1.624,5 Mio. Euro.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche betrugen 242,1 Mio. Euro und lagen damit um 8,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Übrigen Gemeinkosten lagen mit 249,7 Mio. Euro um 5,1 Mio. Euro unter dem Volumen des Vorjahres. Die Gemeinkosten ausgewählte Dienstleisterprodukte beliefen sich auf 15,9 Mio. Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro).

Bei den Dienstleistern wird als Verrechnungssaldo (= Ergebnis) die Differenz zwischen den Aufwendungen und den Erlösen aus internen Leistungen („Dienstleisterprodukte“) ausgewiesen. Ein positiver Verrechnungssaldo entspricht demnach einem Überschuss der Kosten über die Erlöse. Im Jahr 2018 hat der Verrechnungssaldo 48,3 Mio. Euro (Vorjahr: 41,6 Mio. Euro) betragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung, die inhaltlich der Betriebsrechnung entspricht, weist im Jahr 2018 betriebliche Erträge (inklusive Beitragsmehrerträge) in Höhe von 2.259,8 Mio. Euro aus, die um 104,6 Mio. Euro über den Erträgen des Vorjahres liegen. Der Beschaffungs-/ Programmaufwand beläuft sich auf 1.412,9 Mio. Euro, der Personalaufwand auf 533,0 Mio. Euro. Nach Berücksichtigung weiterer GuV-Positionen beträgt der Jahresfehlbetrag 192,1 Mio. Euro. Bereinigt um der Sonderrücklage II zugeführte und bis Ende 2020 nicht zur Verfügung stehende Beitragsmehrerträge in Höhe von 33,7 Mio. Euro ergibt sich ein bereinigtes Jahresergebnis von -225,8 Mio. Euro. Im Vorjahr belief sich das bereinigte Jahresergebnis auf -136,8 Mio. Euro.

Gewinn- und Verlustrechnung 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Summe betriebliche Erträge 2.259,8 2.155,2 104,6 4,9
Summe Beschaffungsaufwand/ Programmaufwand 1.412,9 1.323,0 90,0 6,8
Summe Personalaufwand 533,0 431,6 101,4 23,5
Saldo weitere GuV-Positionen 504,4 502,2 2,3 0,5
Ergebnis nach Steuern -190,6 -101,5 -89,1
Sonstige Steuern 1,5 1,7 -0,2 -11,8
Jahresfehlbetrag (inkl. Beitragsmehrerträge) -192,1 -103,2 -88,9
Zuführung Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge -33,7 -33,7 0,0 0,0
Jahresergebnis (bereinigt um Beitragsmehrerträge) -225,8 -136,8 -88,9
Entnahme Rücklage Gesamtergebnis / Beitragsmehrerträge I 123,2 62,0 61,2
Entnahme aus dem Anstaltskapital 102,5 74,8 27,7
Bilanzgewinn 0,0 0,0 0,0

Der Investitionshaushalt schließt bei einem Gesamteinnahmevolumen in Höhe von 490,9 Mio. Euro und einem Gesamtausgabevolumen in Höhe von 388,4 Mio. Euro mit einem Finanzierungsergebnis von 102,5 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sind höhere Einnahmen von 87,6 Mio. Euro und höhere Ausgaben von 59,9 Mio. Euro zu verzeichnen, so dass das Finanzierungsergebnis um 27,7 Mio. Euro besser ausfällt als im Vorjahr. Die höheren Einnahmen sind u. a. auf eine höhere Zuführung zu langfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Die höheren Ausgaben sind unter anderem durch höhere Programminvestitionen und eine höhere Zuführung zum Versorgungsstock gegenüber dem Vorjahr bedingt.

Investitionsrechnung 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Mittelbeschaffung
Ausgabenreste aus dem Vorjahr 59,6 58,5 1,1 1,9
Beschaffungsreste aus dem Vorjahr 168,4 141,9 26,5 18,7
Abschreibungen / Abgänge 60,1 61,2 -1,1 -1,8
Darlehensrückzahlung 0,1 0,1 0,0 0,0
Zuführung zu langfristigen Rückstellungen 201,8 122,8 79,0 64,3
Verminderung des Programmvermögens 15,8 -15,8 -100,0
Sonstige Einnahmen 1,1 3,1 -2,0 -64,5
Einnahmen 490,9 403,3 87,6 21,7
Mittelverwendung
Sachinvestitionen 50,7 54,5 -3,8 -7,0
Programminvestitionen 42,7 0,0 42,7 100,0
Zuweisung zum Versorgungsstock 51,6 10,5 41,1 391,4
Andere Finanzinvestitionen 0,6 0,0 0,6 100,0
In das Folgejahr zu übertragende Ausgabenreste 60,4 59,6 0,8 1,3
In das Folgejahr zu übertragende Beschaffungsreste 142,9 168,4 -25,4 -15,1
Darlehensgewährung 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Ausgaben 0,5 0,4 0,2 50,0
Verbrauch andere langfristige Rückstellungen 1,0 1,7 -0,6 -35,3
Forderung gegen Rückdeckungsversicherung 29,3 25,0 4,3 17,2
Zuweisung Beihilfedeckungsstock 8,5 8,5 0,0 0,0
Ausgaben 388,4 328,5 59,9 18,2
Finanzierungsergebnis 102,5 74,8 27,7
Haushaltsausgleich
Haushaltsausgleich 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Entnahme aus der Rücklage Gesamtergebnis 71,9 62,0
Zuführung zur Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 51,4
Zuführung zur Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 33,7 33,7
Entnahme aus dem Anstaltskapital 102,5 74,8

Die Bilanzsumme von 2.355,3 Mio. Euro ist gegenüber dem Vorjahr um 38,3 Mio. Euro höher. Dies entspricht einer Zunahme um 1,7 Prozent.

Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen mit 1.049,0 Mio. Euro gegenüber 968,9 Mio. Euro im Vorjahr um 80,1 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 8,3 Prozent. Die Erhöhung des Anlagevermögens ergibt sich aus einer Zunahme der Finanzanlagen um 89,5 Mio. Euro und einer Reduzierung der Sachanlagen einschließlich immaterieller Vermögensgegenstände um 9,4 Mio. Euro. Die Veränderung der Finanzanlagen ist hauptsächlich beeinflusst durch die Erhöhung des Versorgungsstocks/ Beihilfe-Deckungsstocks und der Rückdeckungsansprüche aus den relevanten Versorgungstarifverträgen.

Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen lag im Geschäftsjahr 2018 auf der Erneuerung der Produktions- und Sendetechnik sowie der IT-Infrastruktur. Hervorzuhebende Projekte waren unter anderem der Ersatz der Sendeserver, die Migration der Personalsysteme, die Portierung von Großrechneranwendungen, Reinvestitionen im Regiebereich Nachrichten im Sendezentrum Mainz, Reinvestitionen bei den ZDF-Online-Portalen und Reinvestitionen der Medien integrierenden Netzwerk Tech­nologie. Darüber hinaus wurden Sachinvestitionen zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Produktionstechnik und der IT-Infrastruktur sowie der IT-Anwendungen durchgeführt.

Das Programmvermögen einschließlich der Wiederholungsrechte hat sich zum 31. Dezember 2018 wertmäßig um 42,7 Mio. Euro auf 675,6 Mio. Euro erhöht. Ursächlich dafür sind Zugänge bei den sendefähigen Produktionen und beim Programmvermögen in Arbeit.

Das Umlaufvermögen (einschließlich aktivem Rechnungsabgrenzungsposten) ist um 84,5 Mio. Euro auf 630,7 Mio. Euro gesunken. Der Rückgang ergibt sich vor allem aus der Umgliederung von Festgeldern zu den Finanzanlagen.

Beitragsmehrerträge des Jahres 2018, dies sind Beiträge, die sich anteilig für das ZDF aus dem Aufkommen aus den 30 Cent ergeben, um die die KEF im 20. Bericht eine Minderung des monatlichen Beitrags empfohlen hatte, ohne dass diese Empfehlung im Staatsvertrag umgesetzt wurde, schlagen sich im Umlaufvermögen mit 60,0 Mio. Euro in dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten und mit 7,4 Mio. Euro in den auf Beitragsmehrerträge entfallenden Forderungen nieder. Mit den veränderten Bilanzposten gehen leichte Verschiebungen innerhalb der Vermögensstruktur einher. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen zu Bilanzsumme) liegt mit 44,5 Prozent über dem Vorjahresniveau von 41,8 Prozent. Der Anteil des Programmvermögens am Gesamtvermögen hat sich mit 28,7 Prozent gegenüber 27,3 Prozent im Vorjahr leicht erhöht. Der Anteil des Umlaufvermögens (einschließlich aktivem Rechnungsabgrenzungsposten) liegt mit 26,8 Prozent unter dem Vorjahresanteil von 30,9 Prozent.

Auf der Passivseite beträgt das Eigenkapital, das per 31. Dezember 2018 überwiegend aus den Sonderrücklagen I und II bestand, 430,5 Mio. Euro (Vorjahr: 622,5 Mio. Euro). Das Eigenkapital deckt das langfristige Vermögen (Anlage- und Programmvermögen) zu 25,0 Prozent (Vorjahr: 38,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 18,3 Prozent (2017: 26,9 Prozent). Zur Deckung des negativen bereinigten Jahresergebnisses von 225,8 Mio. Euro wurde die Gesamtergebnisrücklage, die per 31. Dezember 2017 71,9 Mio. Euro betrug, vollständig aufgebraucht. Dem Anstaltskapital wurden 102,5 Mio. Euro entnommen, es beträgt per 31. Dezember 2018 41,5 Mio. Euro. Die in der Sonderrücklage I eingestellten Rundfunkbeitragsmehrerträge aus der Beitragsperiode 2013 bis 2016 betragen zum Ende des Berichtsjahres 321,6 Mio. Euro. Von den Ende 2017 zur Verfügung stehenden 373,0 Mio. Euro wurden 51,4 Mio. Euro verbraucht. Die Rundfunkbeitragsmehrerträge der Beitragsperiode 2017 bis 2020 werden seit dem Jahr 2017 der Sonderrücklage II zugeführt. Zum 31. Dezember 2018 sind 67,4 Mio. Euro in der Sonderrücklage II eingestellt, zum 31. Dezember 2017 waren es 33,7 Mio. Euro.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 201,1 Mio. Euro auf 1.515,9 Mio. Euro erhöht. Unter dieser Position werden die Altersversorgungsrückstellung für die Mitarbeiter/innen des ZDF, die vergleichbaren Rückstellungen für Verpflichtungen des ZDF gegenüber den selbständigen und nichtselbständigen Gemeinschaftseinrichtungen und die Rückstellungen für Beihilfeansprüche ausgewiesen. In die versicherungsmathematische Berechnung der Zuführung zur ZDF-Versorgungsrückstellung gehen mehrere Sondereffekte im Saldo aufwandserhöhend ein. Die 2018 im neuen Tarifvertrag zur ZDF-Altersversorgung vereinbarte Reduzierung der Rentensteigerungen um einen Prozentpunkt unter den Gehaltssteigerungen bedingt dagegen eine Verminderung der Versorgungsrückstellung um 194,5 Mio. Euro. Ab 2018 wird die ZDF-Beihilferückstellung für aktuelle und künftige Rentner/innen durch ein gesondertes versicherungsmathematisches Gutachten ermittelt, wobei auch die hohen Kostentrends im Gesundheitswesen und das altersabhängig steigende Schadensprofil berücksichtigt werden. Die daraus resultierende Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hat zu entsprechend höheren Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2018 geführt.

Die Steuerrückstellungen haben sich von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,7 Mio. Euro verringert. Ursächlich für den Rückgang ist vor allem der Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für Risiken aus der Betriebsprüfung. Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag 220,4 Mio. Euro, das sind 7,2 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Hier wirken sich vor allem höhere Rückstellungen im Zusammenhang mit den Direktanmeldungen zur Rundfunkbeitragszahlungsverpflichtung und mit rückwirkenden Befreiungsanträgen für Nebenwohnungen aus. Die Summe der Verbindlichkeiten hat zum Ende des Jahres 2018 mit 182,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr um 30,7 Mio. Euro zugenommen, was in erster Linie auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist.

Bilanz
Bilanz Stand
31.12.2018
Mio. €
Stand
31.12.2018
Prozent
Stand
31.12.2017
Mio. €
Stand
31.12.2017
Prozent
Veränderung
Mio. €
AKTIVA
Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände 251,7 10,7 261,1 11,3 -9,4
Finanzanlagen 797,4 33,9 707,9 30,6 89,5
Summe Anlagevermögen 1.049,0 44,5 968,9 41,8 80,1
Programmvermögen 675,6 28,7 632,9 27,3 42,7
Summe langfristig gebundenes Vermögen 1.724,6 73,2 1.601,8 69,1 122,8
Flüssige Mittel 282,1 12,0 371,6 16,0 -89,5
Übrige Aktiva (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 348,6 14,8 343,6 14,8 5,0
Summe kurzfristig gebundenes Vermögen 630,7 26,8 715,2 30,9 -84,5
Gesamtsumme Aktiva 2.355,3 100,0 2.316,9 100,0 38,3
PASSIVA
Eigenkapital
Langfristig
Anstaltskapital 41,5 1,8 144,0 6,2 -102,5
Kurzfristig
Rücklage Gesamtergebnis 71,9 3,1 -71,9
Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 321,6 13,7 373,0 16,1 -51,4
Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 67,4 2,9 33,7 1,5 33,7
Summe Eigenkapital 430,5 18,3 622,5 26,9 -192,1
Fremde Mittel
Langfristig
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.515,9 64,4 1.314,8 56,7 201,1
Kurzfristig
Steuer- und sonstige Rückstellungen 225,1 9,6 226,4 9,8 -1,3
Verbindlichkeiten (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) 183,8 7,8 153,2 6,6 30,7
Summe kurzfristige Fremdmittel 408,9 17,4 379,6 16,4 29,3
Summe Fremde Mittel 1.924,8 81,7 1.694,4 73,1 230,4
Gesamtsumme Passiva 2.355,3 100,0 2.316,9 100,0 38,3
Bilanz AKTIVA
Bilanz AKTIVA Stand
31.12.2018
- € -
Stand
31.12.2017
- € -
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.318.220 2.126.431
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 25.653.966 25.505.108
Geleistete Anzahlungen 8.993.691 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 37.965.877 27.631.539
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.971.588 114.964.718
2. Fernsehtechnische Einrichtungen 74.010.376 74.753.434
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.110.690 23.349.109
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.594.022 20.351.694
Summe Sachanlagen 213.686.676 233.418.955
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.812.757 12.812.757
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 162.946 221.308
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.353.071 1.353.071
4. Beteiligungen 8.693.773 8.566.358
5. Versorgungsstock/Beihilfe-Deckungsstock 484.585.121 424.460.675
6. Sonstige Ausleihungen 289.743.085 260.432.635
Summe Finanzanlagen 797.350.754 707.846.805
Gesamtsumme Anlagevermögen 1.049.003.307 968.897.298
B. Programmvermögen
I. Programmvermögen
1. Programmvermögen in Arbeit 341.896.168 335.115.311
2. Sendefähige Produktionen 256.866.720 221.616.293
3. Wiederholungsrechte 76.827.000 76.121.000
Gesamtsumme Programmvermögen 675.589.888 632.852.604
C. Umlaufvermögen
I. Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) 1.291.552 1.285.623
Summe Vorräte 1.291.552 1.285.623
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Rundfunkbeiträgen
(davon Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge € 7.375.884; Vorjahr € 3.843.078)
220.011.021 226.955.221
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.557.910 25.913.120
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 59.004.376 34.918.910
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 833.959 2.026.918
5. Sonstige Vermögensgegenstände 19.088.441 20.516.250
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 327.495.708 310.330.419
III. Wertpapiere (Sonstige Wertpapiere) 0 1.102
Summe Wertpapiere 0 1.102
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
(davon Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge € 59.991.172; Vorjahr € 29.818.824)
282.076.477 371.550.231
Summe Kassenbestand, Bundesbankguthaben und
Guthaben bei Kreditinstituten
282.076.477 371.550.231
Gesamtsumme Umlaufvermögen 610.863.737 683.167.375
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.797.830 31.996.546
Gesamtsumme AKTIVA 2.355.254.762 2.316.913.824
Bilanz PASSIVA
Bilanz PASSIVA Stand
31.12.2018
- € -
Stand
31.12.2017
- € -
A. Eigenkapital
I. Anstaltskapital 41.490.098 144.020.854
II. Rücklage Gesamtergebnis 0 71.871.793
III. Sonderrücklage I Beitragsmehrerträge 321.615.182 372.980.388
IV. Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge 67.367.056 33.661.903
Gesamtsumme Eigenkapital 430.472.337 622.534.938
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.515.859.942 1.314.772.468
2. Steuerrückstellungen 4.724.220 13.242.073
3. Sonstige Rückstellungen 220.359.772 213.185.712
Gesamtsumme Rückstellungen 1.740.943.935 1.541.200.253
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 130.648.977 103.494.018
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.665.776 4.024.648
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 15.965.959 10.989.698
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.182.102 5.799.777
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.711.703 27.212.799
Gesamtsumme Verbindlichkeiten 182.174.517 151.520.939
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.663.973 1.657.694
Gesamtsumme PASSIVA 2.355.254.762 2.316.913.824
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustrechnung 2018
- € -
2017
- € -
1. Erträge aus Rundfunkbeiträgen (inklusive Beitragsmehrerträge) 1.903.032.525 1.894.904.569
2. Erträge aus Werbung und Sponsoring 191.537.991 162.654.774
3. Sonstige Umsatzerlöse 106.784.339 101.841.342
4. Erhöhung/Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Produktionen 42.737.284 -15.787.139
5. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.153.279 5.785.935
6. Sonstige betriebliche Erträge
(davon aus Währungsumrechnung € 377.102; Vorjahr:
€ 788.690)
8.563.003 5.832.052
2.259.808.420 2.155.231.532
7. Beschaffungsaufwand/Programmaufwand
a) Urheber-, Leistungs- und Herstellervergütungen 1.247.953.082 1.156.044.966
b) Produktionsbezogene Fremdleistungen 69.302.216 66.042.617
c) Ausstrahlungskosten 68.152.689 70.487.410
d) Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen 27.536.457 30.400.107
1.412.944.444 1.322.975.100
8. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 278.070.717 269.302.811
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
(davon für Altersversorgung
€ 211.562.170; Vorjahr: € 120.256.667)
254.973.195 162.303.282
533.043.912 431.606.093
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
57.085.296 61.048.021
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon aus Währungsumrechnung € 607.257; Vorjahr:
€ 1.135.549)
(davon Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB
€ 21.270.118; Vorjahr: € 33.477.749)
394.872.807 388.554.141
11. Erträge aus Beteiligungen
(davon aus verbundenen Unternehmen
€ 11.211.637; Vorjahr: € 9.268.183)
11.261.637 9.268.183
12. Aufwendungen für Beteiligungen
(davon an verbundene Unternehmen € 816.819; Vorjahr:
€ 1.910.303)
816.819 1.910.303
13. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.622.049 5.549.702
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
(davon aus verbundenen Unternehmen
€ 130.187; Vorjahr: € 82.639)
180.036 344.999
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
(davon aus Aufzinsung und Rückstellungen
€ 49.197.195; Vorjahr: € 52.030.555)
49.222.305 52.132.915
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18.495.429 13.675.067
17. Ergebnis nach Steuern -190.608.871 -101.507.223
18. Sonstige Steuern 1.453.730 1.657.676
19. Jahresfehlbetrag (inklusive Beitragsmehrerträge) -192.062.601 -103.164.898
20. Zuführung Sonderrücklage II Beitragsmehrerträge -33.705.153 -33.661.903
21. Jahresfehlbetrag (bereinigt um Beitragsmehrerträge) -225.767.754 -136.826.801
22. Entnahme aus den Rücklagen Gesamtergebnis/Beitragsmehrerträge I 123.236.999 62.032.222
23. Entnahme aus dem Anstaltskapital (Ergebnis der Investitionsrechnung) 102.530.756 74.794.579
24. Bilanzgewinn 0 0
Haushaltsrechnung Betriebsrechnung
Haushaltsrechnung
Betriebsrechnung
2018
- € -
2017
- € -
Erträge
Erträge Rundfunkbeitrag 1.903.032.525 1.894.904.569
(davon verfügbar gemäß KEF) (1.869.327.372) (1.861.242.666)
(davon nicht verfügbar gemäß KEF) (33.705.153) (33.661.903)
Erträge aus dem Werbefernsehen 175.966.209 153.721.455
Kostenerstattungen 9.440.664 3.658.651
Sponsoring 15.571.782 8.933.319
Verwertungserlöse 26.495.947 25.468.037
Mieten und Pachten 1.415.278 1.621.452
Zinserträge 5.943.383 5.894.701
Andere Erträge  89.199.419 93.836.412
Summe Erträge 2.227.065.207 2.188.038.596
(davon verfügbar gemäß KEF) (2.193.360.054) (2.154.376.693)
Aufwendungen
Personalaufwendungen/Zentralbudget 213.923.056 136.412.953
Programmbereiche 1.666.688.006 1.624.488.614
Gemeinkostenbereiche 242.097.013 233.508.001
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -17.490.092 -16.662.900
Übrige Gemeinkosten 249.726.912 254.796.135
Gemeinkosten ausgewählte DLP 15.875.064 17.067.800
Dienstleisterbereiche 1) 48.307.849 41.592.891
Summe Aufwendungen 2.419.127.808 2.291.203.494
Betriebsergebnis -192.062.601 -103.164.898
Nicht verfügbare Beitragsmehrerträge -33.705.153 -33.661.903
Bereinigtes Betriebsergebnis -225.767.754 -136.826.801

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss des Dienstleisterbereiches; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.

Investitionsrechnung
Investitionsrechnung 2018
- € -
2017
- € -
Einnahmen
Vorgetragene Ausgabenreste 59.588.793 58.467.115
Vorgetragene Beschaffungsreste 168.356.129 141.886.110
Abschreibungen/Abgänge 60.069.662 61.184.893
Darlehensrückzahlung 74.917 96.505
Versorgungsrückstellungen 7.668.718 108.190.205
Andere langfristige Rückstellungen 194.102.864 14.630.119
Verminderung Programmvermögen 0 15.787.139
Sonstige Einnahmen 1.060.492 3.056.082
Summe Einnahmen 490.921.576 403.298.169
Ausgaben
Sachinvestitionen 1) 111.074.118 114.094.317
Programminvestitionen 2) 185.672.995 168.356.129
Darlehensgewährung 16.555 28.315
Verbrauch andere langfristige Rückstellungen 1.031.371 1.662.902
Zuweisung zum Versorgungsstock 51.649.446 10.520.307
Forderung gegen Rückdeckungsversicherung 29.310.450 24.991.514
Sonstige Ausgaben 527.864 364.411
Andere Finanzinvestitionen 633.021 10.695
Zuweisung Beihilfe-Deckungsstock  8.475.000 8.475.000
Summe Ausgaben 388.390.820 328.503.590
Finanzierungsergebnis 102.530.756 74.794.579

1) Inklusive der vorzutragenden Ausgabenreste
2) Inklusive der vorzutragenden Beschaffungsreste

Erträge

Der Anteil des ZDF am gesamten Beitragsaufkommen liegt seit dem 01.01.2017 bei 25,3792 Prozent des unveränderten monatlichen Regelbeitrags von 17,50 Euro. Die KEF hatte in ihrem 20. Bericht eine Reduzierung des Beitrags auf 17,20 Euro empfohlen, die von den Ländern nicht staatsvertraglich umgesetzt wurde. Das anteilige Aufkommen aus der Differenz von 0,30 Euro muss jedoch einer gesonderten Rücklage (Sonderrücklage II) zugeführt werden, die für Mehrbedarfe ab 2021 zur Verfügung steht und so die Beitragshöhe in den Jahren 2021 bis 2024 stabilisieren soll.

Bei den Erträgen aus Rundfunkbeiträgen zeigt sich mit 1.903,0 Mio. Euro ein um 8,1 Mio. Euro erhöhtes Aufkommen. Die Rund­funkbeitragsmehrerträge in Höhe von 33,7 Mio. Euro sind der Sonderrücklage II zuge­führt. Bereinigt um die nicht verfügbaren Mehrerträge ergibt sich ein Ertrag aus Rundfunkbeitrag von 1.869,3 Mio. Euro.

Im Bereich der Werbung unterliegt das ZDF den bekannten gesetzlichen Beschränkungen, wonach Werbesendungen nur 20 Minuten pro Tag bis 20.00 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen ausgestrahlt werden dürfen. Die rechtlich zur Verfügung stehenden Werbezeiten wurden vollständig verkauft. Die Werbeerträge von knapp 176,0 Mio. Euro liegen um 22,2 Mio. Euro über dem Vorjahr. Hier wirkte sich positiv aus, dass im Berichtsjahr herausragende Sportgroßveranstaltungen, wie vor allem die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Russland, stattgefunden haben.

Seit dem Jahr 2013 gelten die allgemeinen Beschränkungen für die Werbung auch für das Sponsoring; von diesen Beschränkungen ausgenommen ist das Sponsoring der Übertragung von bestimmten Großereignissen wie zum Beispiel Olympische Sommer- und Winterspiele und bei den Fußball-Europa- und -Weltmeisterschaften alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinalspiele und das Endspiel. Gegenüber dem Vorjahr ist beim Sponsoring, unter anderem verbunden mit den Sportgroßereignissen 2018, ein Anstieg um 6,6 Mio. Euro auf 15,6 Mio. Euro zu verzeichnen.

Im gleichen Zusammenhang steht der Anstieg der Erträge aus Kostenerstattungen um 5,8 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro, da diese Erträge zum größten Teil auf Erstattungen im Zusammenhang mit produktionstechnischen Kooperationen bei Sportgroßereignissen basieren.

Die Verwertungserlöse liegen mit 26,5 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro über dem Vorjahr, was unter anderem auf höhere Sonstige Verwertungen, insbesondere Erträge aus Sublizenzierungen im Zusammenhang mit Sportgroßereignissen, zurückzuführen ist. Die Anderen Erträge sind um 4,6 Mio. Euro auf 89,2 Mio. Euro zurückgegangen. Enthalten sind mit 50,3 Prozent in den Anderen Erträgen Erstattungen von ARTE als Vergütung für Programmzulieferungen seitens des ZDF. Darüber hinaus wird unter dieser Position eine Vielzahl unterschiedlicher Ertragskomponenten zusammengefasst.

Aufwendungen

Die folgenden Darstellungen beziehen sich auf die Ein-Budget-Systematik.

Personalaufwendungen Zentralbudget
Personalaufwendungen
Zentralbudget
2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Vergütungen 2,5 1,8 0,7 38,9
Zulagen 0,9 0,2 0,7 350,0
Gesetzliche Sozialabgaben 2,4 2,1 0,3 14,3
Versorgung 207,8 132,0 75,8 57,4
Personalnebenkosten 0,3 0,3 0,0 0,0
Summe Personalaufwendungen/Zentralbudget 213,9 136,4 77,5 56,8

Die gesamten Personalaufwendungen, einschließlich der bei den Geschäftsbereichen dezentral abgerechneten, betrugen laut Betriebsrechnung 553,6 Mio. Euro (Vorjahr: 464,4 Mio. Euro). Die Personalaufwendungen ohne die Versorgungsaufwendungen liegen mit 321,3 Mio. Euro um 10,1 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 311,3 Mio. Euro. Der Anteil der Personalaufwendungen ohne Versorgungsaufwendungen am Gesamtaufwand liegt mit 13,3 Prozent leicht unter dem Wert der Vorperiode von 13,6 Prozent.

Die zentral erfassten Personalaufwendungen haben sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 77,5 Mio. Euro auf 213,9 Mio. Euro erhöht, was vor allem auf höhere Aufwendungen im Bereich der Versorgung zurückzuführen ist.

Die gestiegenen Versorgungsaufwendungen ergeben sich in erster Linie aus höheren Regelzuführungen zur Beihilferückstellung und geringeren Zuführungen zur Versorgungsrückstellung. Die Beihilferückstellungen werden ab dem Jahresabschluss 2018 auf Grundlage eines gesonderten versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt, während bis einschließlich 2017 die Beihilferückstellungen pauschal in Relation zu den entsprechenden Versorgungsrückstellungen hochgerechnet wurden. Gegenläufig wirkt die Zuführung zur Versorgungsrückstellung (ohne Zinsaufwand) (-194,5 Mio. Euro), die insbesondere aufgrund der im neuen Tarifvertrag zur ZDF-Altersversorgung vereinbarten Reduzierung der Rentensteigerungen um einen Prozentpunkt unter den Gehaltssteigerungen, unter der Zuführung des Vorjahres liegt.

Die Programmaufwendungen beliefen sich 2018 auf 1.666,7 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (1.624,5 Mio. Euro) erhöhen sich die Programmaufwendungen um 42,2 Mio. Euro bezie­hungsweise 2,6 Prozent. Der Sendeaufwand betrug 1.277,6 Mio. Euro nach 1.249,4 Euro in 2017, dies ist ein Anstieg um 2,3 Prozent, was angesichts der Sportgroßveranstaltungen 2018, wie vor allem der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft der Männer, eine übliche Entwicklung widerspiegelt.

Aufwendungen der Programmmbereiche
Aufwendungen der Programmbereiche 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Sendeminuten
2018
Sendeminuten
2017
Veränderung
in Prozent
Programmdirektion 761,0 775,0 -14,0 -1,8
davon Sendeaufwand 678,5 695,3 -16,8 -2,4 303.146 305.256 -0,7
Chefredaktion 526,3 469,7 56,6 12,1
davon Sendeaufwand 447,3 392,6 54,7 13,9 217.737 214.393 1,6
3sat 42,9 43,5 -0,6 -1,4
davon Sendeaufwand 37,9 38,8 -0,9 -2,3 525.615 525.509 0,0
ARTE 45,6 46,2 -0,6 -1,3
davon Sendeaufwand 39,5 40,4 -0,9 -2,2 92.420 85.956 7,5
PHOENIX 17,7 16,2 1,5 9,3
Kinderkanal 42,0 44,6 -2,7 -6,1
davon Sendeaufwand 23,6 24,4 -0,8 -3,3 113.845 113.286 0,5
ZDFkultur 0,0 0,0 0,0 0,0
davon Sendeaufwand 0,0 0,0 0,0 0,0
ZDFinfo 16,6 16,7 -0,1 -0,6
davon Sendeaufwand 15,9 16,1 -0,2 -1,2 525.644 525.551 0,0
ZDFneo 38,0 44,6 -6,6 -14,8
davon Sendeaufwand 35,0 41,8 -6,8 -16,3 525.527 525.570 0,0
Neue Medien 34,0 31,4 2,6 8,3
funk 14,3 12,1 2,2 18,2
Sendestraßen 17,0 16,9 0,1 0,6
Nicht zuordenbare Programmgemeinkosten 111,4 107,6 3,9 3,6
Summe Aufwendungen Programmbereiche 1.666,7 1.624,5 42,2 2,6
davon Sendeaufwand 1.277,6 1.249,4 28,2 2,3 2.303.934 2.295.521 0,4

Die Sendezeit aller Programmbereiche betrug 2.303.934 Sendeminuten und lag mit + 0,4 Prozent geringfügig über dem Vorjahresniveau.

Bezogen auf die Aufwendungen ergaben sich in den einzelnen Programmbereichen gegenüber dem Vorjahr folgende Entwicklungen:

Der Sendeaufwand der Programmdirektion lag mit 678,5 Mio. Euro um 16,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die geringeren Aufwendungen sind insbesondere durch einen geringeren Ausstrahlungsumfang von Erstsendungen bedingt, unter anderem durch eine niedrigere Sendeleistung aus dem entfallenden Regelprogramm aufgrund der Übertragung von Sportgroßereignissen

Der Sendeaufwand der Chefredaktion lag 2018 mit 447,3 Mio. Euro um 54,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (392,6 Mio. Euro). Grund hierfür war im Wesentlichen der im zweijährigen Turnus höhere Übertragungsumfang für Sportgroßereignisse.

Der Sendeaufwand des Kinderkanals ging um 0,8 Mio. Euro auf 23,6 Mio. Euro zurück. Diese Abnahme resultierte aus den konkreten Programmzulieferungen an den Kinderkanal.

Bei ZDFneo ist ein Rückgang des Sendeaufwands von 41,8 Mio. Euro auf 35,0 Mio. Euro festzustellen. Die geringeren Aufwendungen sind durch einen geringeren Ausstrahlungsumfang von Erstsendungen bedingt.

Der Programmaufwand der Hauptredaktion Neue Medien lag 2018 mit 34,0 Mio. Euro um 2,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (31,4 Mio. Euro). Die Mehraufwendungen sind auf hochwertige, programmergänzende Onlineprojekte sowie den Erwerb programmbegleitender Social Media Pakete zurückzuführen.

Der Programmaufwand für funk lag im Jahr 2018 bei 14,3 Mio. Euro. Im Jahr 2017 war ein Ist-Aufwand in Höhe von 12,1 Mio. Euro angefallen. Der Grund für die Mehraufwendungen ergab sich aus dem Sendeeinsatz innovativer Formate und internationaler Lizenzserien.

Die Sendestraßen umfassen die Sendeabwicklung der Programme der ZDF-Programmfamilie (ZDF-Hauptprogramm, ZDFneo, ZDFinfo) und des Partnerprogramms 3sat in einer zentralen Sendeleitung im Sendezentrum Mainz. Der Aufwand für die Sendestraßen erhöhte sich 2018 um 0,1 Mio. Euro auf 17,0 Mio. Euro.

Die nicht zuordenbaren Programmgemeinkosten betreffen die Aufwendungen für die Programmverteilung, Sendepauschalverträge und Sicherung der Programmbestände. Sie betrugen 111,4 Mio. Euro und lagen um 3,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen bei den Sendepauschalverträgen zurückzuführen ist.

Die Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche lagen mit 242,1 Mio. Euro um 8,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Höhere Aufwendungen zeigen sich unter anderem bei der Produktionsdirektion beim Leistungsaustausch mit der ARD, was auf die Zusammenarbeit im Bereich der Pro­duktionen bei Sportgroßereignis­sen zurückzuführen ist und bei der Chefredaktion bei den Außenstudios.

Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche
Aufwendungen der Gemeinkostenbereiche 2018
Mio. €
2017
Mio.€
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Intendanz 74,3 76,6 -2,3 -3,0
Verwaltungsdirektion 65,2 62,8 2,3 3,7
Chefredaktion 55,2 54,3 0,9 1,7
Produktionsdirektion 22,0 15,7 6,3 40,1
Zentrale Aufgaben Programm 18,2 16,9 1,2 7,1
Programmdirektion/Leitung 5,0 4,9 0,1 2,0
Direktion Europäische Satellitenprogramme 0,1 - 0,1 -100,0
Gremien 2,2 2,2 0,1 4,5
Drei-Stufen-Test des Fernsehrates 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe Aufwendungen Gemeinkostenbereiche 242,1 233,5 8,6 3,7
Umlageentlastung Gemeinkostenbereiche -17,5 -16,7 -0,8 -4,8
Übrige Gemeinkosten 249,7 254,8 -5,1 -2,0
Gemeinkosten ausgewählte DLP 15,9 17,1 -1,2 -7,0

Die Umlageentlastung betrug -17,5 Mio. Euro (Vorjahr: -16,7 Mio. Euro).

Die Übrigen Gemeinkosten beinhalten die nicht absetzbare Vorsteuer, die Ertragsteuern, die Kosten des Beitragseinzugs, die Zinsaufwendungen und die sonstigen Gemeinkosten. Sie liegen mit 249,7 Mio. Euro um 5,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Minderaufwendungen beim betrieblichen Steueraufwand (inklu­sive nicht abzugsfähiger Vorsteuer) sind vor allem auf die Bil­dung von Steuerrückstellungen im Zusammen­hang mit der Betriebsprüfung im Vorjahr zurückzuführen. Auch der Zinsaufwand fiel gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Niedrigere Aufwendungen zeigen sich zudem bei den Sonstigen Gemeinkosten.

Bei den Dienstleistern wird als Verrechnungssaldo die Differenz zwischen den Aufwendungen und den Erlösen aus internen Leistungen („Dienstleisterprodukte“) ausgewiesen. Im Jahr 2018 ergibt sich ein Verrechnungssaldo in Höhe von 48,3 Mio. Euro; im Jahr 2017 waren es 41,6 Mio. Euro.

Die Dienstleister der Produktionsdirektion weisen dabei ungedeckte Kosten von 47,7 Mio. Euro bei einer Ergebnisverschlechterung um 6,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr aus. Bei den Dienstleistern der Verwaltungsdirektion ergibt sich eine Unterdeckung von 0,6 Mio. Euro bei einer Ergebnisverschlechterung gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. Euro.

Verrechnungssaldo der Dienstleisterbereiche
Verrechnungssaldo der Dienstleisterbereiche 2018
Mio. €
2017
Mio. €
Veränderungen
Mio. €
Veränderungen
Prozent
Verrechnungssaldo Produktionsdirektion 1)
 Produktions- und Sendebetrieb 22,5 19,0 3,5 18,4
 Bildgestaltung & Design 4,8 3,7 1,1 29,7
 Außenstudios 10,4 12,5 -2,2 -17,6
 Informations- und Systemtechnologie 10,0 6,1 3,9 63,9
Zwischensumme 47,7 41,3 6,4 15,5
Verrechnungssaldo Verwaltungsdirektion 1)
 Archiv-Bibliothek-Dokumentation 0,4 0,7 -0,3 -42,9
 Gebäudemanagement 0,3 -0,4 0,7 175,0
Zwischensumme 0,6 0,3 0,3 100,0
Summe Verrechnungssaldo Dienstleisterbereiche 48,3 41,6 6,7 16,1

1) Ein negativer Verrechnungssaldo entspricht einem Überschuss der Dienstleisterbereiche; ein positiver Verrechnungssaldo kommt einem Defizit gleich.

Der Investitionshaushalt schließt mit einem positiven Finanzierungsergebnis von 102,5 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro), das sich aus Einnahmen in Höhe von 490,9 Mio. Euro (Vorjahr: 403,3 Mio. Euro) und Ausgaben in Höhe von 388,4 Mio. Euro (Vorjahr: 328,5 Mio. Euro) zusammensetzt. Das Finanzierungsergebnis fiel damit um 27,7 Mio. Euro besser aus als im Vorjahr.

Auf der Einnahmenseite sind der Versorgungsrückstellung 7,7 Mio. Euro zuzuführen, das sind 100,5 Mio. Euro weniger als im Vorjahr, was im Wesentlichen auf die niedrigere Regelzuführung zurückzuführen ist. Diese ergibt sich vor allem aus dem neuen Tarifvertrag zur ZDF-Altersversorgung mit der Absenkung der Rentensteigerung. Im Jahr 2017 wurde das Pro­grammvermögen um 15,8 Mio. Euro vermindert, während im Berichtsjahr Programminvestitionen getätigt wurden. Darüber hinaus sind um rund 1,1 Mio. Euro geringere Abschreibungen zu verzeichnen, die insbesondere auf die fernsehtechnischen und sonstigen technischen Anlagen, auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und auf bebaute eigene Grundstücke entfallen.

Auf der Ausgabenseite beliefen sich die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2018 auf 50,7 Mio. Euro nach 54,5 Mio. Euro im Vorjahr (jeweils ohne Ausgabenreste). Davon betrafen 16,2 Mio. Euro fernsehtechnische und sonstige technische Einrichtungen und 21,6 Mio. Euro die Informationstechnologie. Der verbleibende Betrag entfiel auf Betriebs- und Geschäftsausstattungen, auf Anlagen im Bau, auf Anzahlungen für Investitionen sowie auf bebaute eigene Grund­stücke. Investitionen in das Programmvermögen wurden in Höhe von 42,7 Mio. Euro getätigt. Die in das Folgejahr zu übertragenden Beschaffungsreste betragen 142,9 Mio. Euro. Im Programmvermögen enthalten ist neben sendefähigen Produktionen, in Arbeit befindlichen Produktionen und Wiederholungsrechten auch die darauf entfallende nicht abzugsfähige Vorsteuer.

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