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Theatertreffen Berlin

Starke Stücke. Kritisch, leidenschaftlich, politisch.

Engagement für die Gesellschaft

Das "Berliner Theatertreffen" ist seit über 50 Jahren das wichtigste Theaterereignis im deutschsprachigen Raum. Kritisch, leidenschaftlich, politisch, das ist Theater und das ist auch das "Berliner Theatertreffen". Alljährlich werden seit 1964 die zehn interessantesten und relevantesten Inszenierungen der letzten Spielzeit aus Österreich, der Schweiz und Deutschland im Mai nach Berlin eingeladen: zukunftsweisende Arbeiten, die gesellschaftliche Themen auf der Bühne verhandeln. Neben den Neuinterpretationen der großen Stoffe kommen verstärkt auch Texte zeitgenössischer Dramatiker zur Aufführung, es geht um Krisen, Krieg, Flucht und Vertreibung, um Intoleranz und das Anders- Sein. Vielgestaltige Werke als ein Spiegel der Zeit und der politischen Umstände.

Seit 1996 berichtet 3sat über dieses wichtige Theaterereignis und zeigt unter dem Titel Starke Stücke jeweils drei der zum "Berliner Theatertreffen" eingeladenen Inszenierungen zur besten Sendezeit in seinem Programm. 2019 waren dies die Werke „Tartuffe oder Das Schwein der Weisen“, Regisseurin Claudia Bauer bringt Peter Lichts Überschreibung des Molière-Klassikers schrill und temporeich auf die Bühne am Theater Basel, „Erniedrigte und Beleidigte“, Regisseur Sebastian Hartmann lässt am Staatsschauspiel Dresden seinem Ensemble maximale Freiheit. Der Abend besteht aus einzelnen Bausteinen, die bis auf Anfang und Ende jeden Abend von den Spielenden und der Technik neu arrangiert werden und „Persona“, Regisseurin Anna Bergmann setzt das Drehbuch Ingmar Bergmans ebenso kühl und konzentriert, wie leidenschaftlich um. In einem verspiegelten Halbrund finden Kampf und Annäherung zweier starker Frauen statt. Die Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin entstand in Koproduktion mit dem Stadttheater Malmö.

Jährlich verleiht 3sat im Rahmen des Berliner Theatertreffens den mit 10.000 Euro dotierten "3sat-Preis", mit dem eine oder mehrere Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis der eingeladenen Ensembles für richtungsweisende, künstlerisch-innovative Leistungen ausgezeichnet werden.

Ersan Mondtag

Ersan Mondtag im "Kulturpalast" -...
Preisträger 2019: Ersan Mondtag
Quelle: ZDF

Der 3sat-Preis 2019 ging an Ersan Mondtag. Mit seiner fulminanten Inszenierung „Das Internat“ wurde er zum Theatertreffen in Berlin eingeladen. Mondtag inszenierte eine Art Spukschloss, das die Drehbühne beherrscht: Schlafraum, Speisesaal, Duschen erinnern an echte Internate, wecken aber auch Assoziationen an Lager, Stätten der Unterordnung und der Qual. Aus Opfern werden hier im Handumdrehen Täter, und Mondtag zeigt sich einmal mehr als bildmächtiger Regisseur, der gekonnt mit der Furcht seiner Zuschauer spielt. Für seine künstlerisch-innovative Leistung als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner von „Das Internat“ am Schauspiel Dortmund erhielt Ersan Mondtag den diesjährigen 3sat-Preis im Rahmen des 56. Theatertreffens am 04. Mai 2019 im Haus der Berliner Festspiele, Berlin.

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