Sie sind hier:

Brot und Spiele - Wagenrennen im alten Rom

Doku | Terra X - Brot und Spiele - Wagenrennen im alten Rom

Der Circus Maximus in Rom war eine Sportarena der Superlative: 600 Meter lang, 140 Meter breit. Er konnte bis zu 250.000 Zuschauer fassen und bot die spektakuläre Kulisse für die mit Abstand beliebteste Unterhaltung im alten Rom: die Wagenrennen.

Beitragslänge:
58 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 19.04.2029, 11:57
Produktionsland und -jahr:
Großbritannien 2019

Der Film in UHD und HDR

Zum Download klicken Sie bitte mit der rechten Maustaste auf den Link links neben diesem Absatz und wählen dann „Ziel/Link speichern unter“ aus. Wenn Sie nur auf den Link klicken, kann es sein, dass Ihnen Ihr nicht 4K-fähiger PC eine "beschädigte Datei" oder andere Fehlermeldungen anzeigt.

Die Männer, die mit ihren Vierspännern halsbrecherisch über die Sandbahn jagten, hatten den Status von Superstars, deren Namen und die ihrer Pferde jeder kannte. Ausgehend von den Ruinen des Circus Maximus in Rom taucht die 60-minütige Dokumentation in das erste Jahrhundert nach Christus ein und wirft einen Blick hinter die Kulissen des größten Spektakels der antiken Welt.

Sportarena der Superlative

Cirkus Maximus animiert (CGI)
Rom ist nicht nur die größte Stadt des römischen Reiches. Hier steht auch der Circus Maximus, der mit Abstand größte architektonische Komplex Roms, dreimal so groß wie das Olympiastadion in Berlin.
Quelle: ZDF

Er war eine Sportarena der Superlative, 600 Meter lang, 140 Meter breit und konnte bis zu 250.000 Zuschauer fassen: der Circus Maximus in Rom, eines der größten Stadien, die je gebaut wurden. Er war spektakuläre Kulisse für die mit Abstand beliebteste Unterhaltung im alten Rom: die Wagenrennen. Die Männer, die mit ihren Vierspännern halsbrecherisch über die Sandbahn jagten, hatten den Status von Superstars, deren Namen, und selbst die ihrer Pferde, jeder kannte.

Ausgehend von den Ruinen des Circus Maximus in Rom taucht die Dokumentation in das erste Jahrhundert nach Christus ein und wirft einen Blick hinter die Kulissen des größten Spektakels der antiken Welt. Die Formel-1-Piloten der römischen Kaiserzeit kassierten bereits astronomische Preisgelder und fuhren für einflussreiche Rennställe, die ein millionenschweres Business kontrollierten, das weit über den Circus hinaus Kultur und Alltag der Römer prägte.

Traum von einem besseren Leben

In aufwendigen szenischen Rekonstruktionen begegnet der Zuschauer Scorpus, einem der erfolgreichsten Wagenlenker der Zeit. Mithilfe von antiken Dokumenten rekonstruiert der Film seine Biografie, die zugleich stellvertretend ist für die meisten damaligen Helden der Rennbahn: die Geschichte eines jungen Sklaven, der von einem besseren Leben träumte. Durch Ehrgeiz, hartes Training und Talent schaffte er einen kometenhaften Aufstieg. In wenigen Jahren fuhr er über 2000 Siege ein, erlangte Ruhm, Reichtum und schließlich die Freiheit.

Wagenrennen. Pferdegespann mit vier weißen Pferden, links davon ein Gespann mit vier braunen Pferden.

Die sagenhafte Karriere des jungen Scorpus vom rechtlosen Sklaven zum mit Lorbeer gekrönten Superstar begleitet die Dokumentation und zeigt eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte der antiken Wagenrennen und ihrer Protagonisten. Mithilfe von Dokumenten, archäologischen Entdeckungen und Experten wird die zentrale Bedeutung der Wettkämpfe für die römische Alltagskultur deutlich. Denn Wagenrennen waren damals mindestens so populär wie Fußball oder die Formel 1 heute. An über 100 Tagen im Jahr hallte der Circus Maximus von den Anfeuerungsrufen der Fans wider. Zwei-, Vier-, ja sogar Zehnspänner traten gegeneinander an. Bis zu 700 Rennpferde hielten sich an einem Wettkampftag in Rom auf. Die Rennsaison war ein riesiges Volksfest.

Wagenrennen als Kitt der Gesellschaft

Vier Rennställe, benannt nach Farben, konkurrierten im alten Rom miteinander: die Roten, die Grünen, die Weißen und die Blauen – jeder mit treuen Fans und einem Patron an der Spitze, der Millionen umsetzte und den Menschen der Metropole die vielbeschworene Unterhaltung bot. Aber die Wagenrennen waren mehr als nur Sport und Entertainment, sie waren der Kitt der Gesellschaft, der nicht nur die Gesellschaftsklassen Roms miteinander verband. Sie waren das Band, das den Kaiser mit der Welt des einfachen Volkes verknüpfte. Als Schirmherr und Sponsor der Spiele konnte er Sympathien gewinnen – und sein Auftritt im Circus war jedes Mal ein Gradmesser seiner Beliebtheit.

Einen weiteren überraschenden Aspekt der Circuskultur bildeten die Fluchtafeln, auf denen die Wagenlenker und die Pferde des konkurrierenden Reitstalls verwünscht wurden. An vielen Orten des römischen Reiches wurden sie gefunden. und ausgegraben.

Experimentelle Archäologie

Neben den gesellschaftlichen und politischen Implikationen der antiken Wettkämpfe untersucht die Dokumentation auch die nicht minder interessanten technischen Aspekte der Wagenrennen: Wie sahen die damals verwendeten Wagen aus? Welche Pferde kamen zum Einsatz? Mithilfe experimenteller Archäologie entsteht in England ein exakter Nachbau eines antiken Rennwagens. Er wird umfangreichen Praxistests unterzogen. Dabei zeigt sich: Die berühmten Vierspänner, auf denen die Wagenlenker mit bis zu 70 Stundenkilometern über die Rennbahn rasten, dienten vor allem dem Showeffekt. Gezogen wurden die Wagen lediglich von den beiden Tieren in der Mitte.

Mehr zum Thema Rom

Feuerwehrmann Quintus in Rom

Doku | Terra X - Ein Tag im alten Rom

Ein Tag im Leben des Feuerwehrmanns Quintus im Jahr 80. n. Chr.

Videolänge:
43 min
Sklavenmarkt im Antiken Rom

Doku | Terra X - Große Völker: Die Römer

Die alten Römer sind ein Volk der Superlative, ihre Geschichte beginnt allerdings wenig spektakulär. Als Rom …

Videolänge:
43 min

Mehr Terra X

Terra X

Doku - Terra X

Verschollene Kulturen, rätselhafte Mythen und spannende Geschichte

Flughafen in Jakutsk

Doku | Terra X - Millionenstadt über den Wolken

Der Luftverkehr hat enorme Ausmaße angenommen. Rund um den Globus sind etwa eine Million Menschen ständig in …

Videolänge:
43 min
Andamanen-Archipel, Indien: Ein Jarawa-Junge sitzt auf zwei dicken Ästen eines Baumes.

Doku | Terra X - Tabu - Verbotene Orte

Das sagenumwobene North Sentinel Island im Indischen Ozean, Namibias Diamantensperrgebiet und eine …

Videolänge:
43 min
Indischer Pariahund im hohen Gras.

Doku | Terra X - Der erste Freund des Menschen

Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund ist legendär. In atemberaubenden Bildern zeigt "Terra X", was …

Videolänge:
43 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.