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Notlandung in den Alpen

Flugzeugabsturz nach 2. Weltkrieg wird zur Geburtsstunde der Luftrettung

Alice McMahon, ihre Tochter Alice Mary und Captain Tate vor der gestrandeten Dakota DC 3.

Als im November 1946 ein US-amerikanisches Militärflugzeug auf rätselhafte Weise in den Alpen verschwindet, ahnt noch niemand, dass dies die Geburtsstunde der Luftrettung zur Folge hat.

Datum:
22.08.2016
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Als im November 1946 ein US-amerikanisches Militärflugzeug auf rätselhafte Weise in den Alpen verschwindet, ahnt noch niemand, welche historische Wende dies bedeuten soll. Terra X zeigt mit einer aufwendigen Rekonstruktion die Ereignisse der größten alpinen Rettungsaktion, die dadurch ausgelöst wird und ihre weitreichenden Folgen bis heute.

Das Verschwinden der Maschine mit hochrangigen Militärs an Bord veranlasst die Amerikaner zur größten Suchaktion seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Aber gesucht wird im falschen Gebiet, denn der Pilot ist wegen schlechten Wetters vom Kurs abgekommen und ohne es zu merken in den derzeit verbotenen Schweizer Luftraum eingedrungen.

Blindflug durch die Alpen

Dort ist es nach einem dramatischen Blindflug durch die Berggipfel der Schweizer Alpen zur Bruchlandung auf dem Gauligletscher im Berner Oberland gekommen. Wie durch ein Wunder überleben alle zwölf Passagiere und Besatzungsmitglieder. Aber viele sind schwer verletzt, und es ist klar, wenn nicht bald Hilfe kommt, werden sie nicht durchhalten. Der Pilot setzt einen Notruf ab, doch nach dem Irrflug weiß er nicht, wo er sich befindet.

Der Kommandant des nicht weit entfernt liegenden Schweizer Militärflughafens Meiringen fängt den Notruf auf. Die gute Verständlichkeit verrät ihm, dass die Maschine oben auf Schweizer Gebiet liegen muss. Doch seine Vorgesetzten verpflichten ihn zu Stillschweigen. Das Verhältnis zwischen Amerikanern und Schweizern ist höchst angespannt, weil die Amerikaner der Schweiz Kollaboration mit den Deutschen im Zweiten Weltkrieg vorwerfen.

Suche nach der Absturzstelle

Erst nach vier Tagen sichtet ein US-amerikanisches Suchflugzeug zufällig die tatsächliche Absturzstelle. Nach Verhandlungen erhalten die Amerikaner von den Schweizern die Genehmigung, mit schwerem Gerät auf Schweizer Gebiet zu kommen. Doch ihr Vorhaben, mit Panzern, Jeeps und Snow-Cats zur Absturzstelle hoch in den Bergen zu gelangen, ist zum kläglichen Scheitern verurteilt.

Kurz entschlossen übernehmen die Schweizer die Führung und stoßen unter widrigsten Bedingungen mit einfachster Ausrüstung zu den Abgestürzten vor. Aber dann wird klar, dass der Abstieg mit den Schwerverletzten unmöglich ist.

Spektakuläre Rettung

Da entschließen sich die Schweizer dazu, ein streng gehütetes Geheimnis zu lüften. Unbemerkt hatten sie als die Ersten in der Welt Kufen für ein Kleinflugzeug, einen "Fieseler Storch" entwickelt, um auf Schneefeldern starten und landen zu können. Damit wagt der Flughafenkommandant Viktor Hug eine spektakuläre Rettungsaktion. Und sie gelingt. Alle Abgestürzten werden mit mehreren Flügen in Sicherheit gebracht. Dieses in der Geschichte erstmalige Ereignis ist die Geburtsstunde der Luftrettung überhaupt, die seitdem ihren Aufschwung genommen hat. Und zugleich hat dieser Einsatz der Schweizer am Gauligletscher endlich das Eis zwischen Schweizern und Amerikanern gebrochen und ein entspanntes Verhältnis herbeigeführt.

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