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Palmyra - Entdeckung aus dem Weltall

Eine Idee vergangener Größe: Palmyra war superreich - und das sieht man noch heute.

Im Zentrum für Luft- und Raumfahrt bereitet eine illustre Runde aus Radarexperten, Geophysikern, Astrophysikern und Archäologen einen Versuch vor, den es so zuvor noch nicht gegeben hat.

Datum:
21.02.2016
Verfügbarkeit:
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Im Zentrum für Luft- und Raumfahrt bereitet eine illustre Runde aus Radarexperten, Geophysikern, Astrophysikern und Archäologen einen Versuch vor, den es so zuvor noch nicht gegeben hat.

Mit dem neu entwickelten Radarsatelliten TerraSAR-X wollen die Wissenschaftler des DLR aus dem All eine Siedlung erfassen, die in der syrischen Oasenstadt Palmyra unter Wüstensand verborgen liegt.

Die versunkene Stätte ist seit über 30 Jahren das Lieblingsobjekt des Archäologen Prof. Schmidt-Colinet. Bei einer seiner Grabungen entdeckte er ein weitläufiges Gebäude, das sich als vorzeitliches Geschäftszentrum entpuppte. Im so genannten Khan wurden Waren aus aller Herren Länder gehandelt: Seide aus China, Indigo aus Indien, Wein aus Rhodos oder auch Oliven aus dem fernen Spanien.

Seit seinem Fund ist Schmidt-Colinet davon überzeugt, dass die Anlage Teil einer Stadt war, die aus unbekannter Ursache plötzlich aufgegeben wurde. Der Erdbeobachtungssatellit des DLR soll aus über 500 Kilometer Höhe Daten liefern, die Aufschluss über das mysteriöse Schicksal der verborgenen Siedlung geben.

Das fruchtbare Palmyra mitten in der Wüste weckte die Begehrlichkeiten vieler Großmächte der Antike. Die Oase lag strategisch außerordentlich günstig an der Hauptkarawanenroute zwischen Euphrat und Mittelmeer. Niemand kam an ihr vorbei, denn dort gab es Wasser und Lebensmittel im Überfluss.

Die Fürsten nutzten ihre Position aus, erhoben saftige Zölle und machten den Ort zu einem florierenden Umschlagplatz für den Fernhandelsverkehr. Die Ruinen der Prachtstraßen, Tempel, Theater und öffentlichen Gebäude zeugen noch heute von der einstigen Blüte der antiken Wirtschaftsmetropole. Das änderte sich auch nicht, als die Römer ihre Hand in Richtung des Alten Orients ausstreckten und Palmyra zur Provinz mit einer eigenen Garnison machten.

Im Gegenteil: Die Palmyrener arrangierten sich mit den Herren vom Tiber, kämpften mit ihnen Seite an Seite gegen übermächtige Gegner und wurden dabei immer reicher. Erst die ehrgeizige Fürstin Zenobia, eine Frau von betörender Schönheit und großem Stolz, beging einen strategischen Fehler, der die Römer zum Feldzug gegen den eigenen Vasallen zwang.

Die "Terra X"-Dokumentation erzählt von der wechselvollen Geschichte der einst mächtigen Oasenstadt, zeigt einzigartige Satellitenbilder von Palmyra und berichtet von dem spannenden Hightech-Experiment der Wissenschaftler, das Geheimnis der versunkenen Siedlung zu lüften.

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