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Wie kam Hitler an die Macht? (2/2)

Tödliche Verschwörung

Nachgestellte Szene: Adolf Hitler (Schauspieler) am Telefon vor Schreibtisch.

Im Januar 1933 wird Adolf Hitler Reichskanzler. Noch beschränken Rivalen und Gegner seine Macht. Verrat und Intrigen begleiten den Weg in die Diktatur.

Datum:
02.09.2022
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Mit Gewalt schalten die Nazis Gegner wie die Kommunisten aus. Doch dann gerät Hitler in den Konflikt seines ehrgeizigen Wegbegleiters SA-Chef Röhm mit den rechtskonservativen Unterstützern seiner Kanzlerschaft. Es kommt zu einer "tödlichen Verschwörung".

Der Weg zum unumschränkten "Führer"

Der Zweiteiler fußt auf der vom ZDF aufwendig neu bearbeiteten BBC-Reihe "Rise of the Nazis". Im Zentrum dieser Folge steht die Frage, wie es Hitler nach dem Einzug in die Reichskanzlei gelingen konnte, aus Deutschland in kürzester Zeit eine Diktatur zu machen.

Was mich immer noch erschreckt, ist die Geschwindigkeit, in der die Nationalsozialisten es geschafft haben, ein Land in eine Diktatur, in einen brutalen Einparteienstaat umzuwandeln – in nur 18 Monaten.
Dr. Christian Goeschel, Historiker

Als Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wird, ist seine Macht noch beschränkt. Reichspräsident Paul von Hindenburg, der das Vertrauen der Armee genießt, kann Hitler im Konfliktfall wieder abberufen. Auch haben die Nationalsozialisten starke Gegner im Parlament, vor allem Sozialdemokraten und Kommunisten. Und es drohen Konflikte in den eigenen Reihen.

Der mächtige SA-Führer Ernst Röhm verfolgt eigene ehrgeizige Ziele. Er will Chef der Reichswehr werden und fordert damit Hitlers konservative Verbündete um Präsident von Hindenburg heraus. Das bringt Hitler selbst in Bedrängnis, der zwischen seinen konservativen Partnern und seinem Freund und Kampfgefährten Ernst Röhm entscheiden muss. Ein mörderisches Macht- und Intrigenspiel beginnt, das im Juni 1934 im sogenannten Röhm-Putsch gipfelt. Der Mord an Röhm und konservativen Gegnern öffnet Hitler schließlich den Weg zum unumschränkten "Führer" Deutschlands.

Schicksalhafte Wende

Wenn wir fragen: "Okay, was können wir aus der Geschichte lernen?" Dann würde ich sagen: "Wehret den Anfängen!"
Dr. Heike Görtemaker, Historikerin

Für ihre Zeitreise zu diesem verhängnisvollen Wendepunkt der deutschen Geschichte schlugen die Autoren neue Wege ein. Sie haben Momente der Entscheidung in filmischen Szenen aufwendig rekonstruiert, fokussieren dabei auf das Handeln von Schlüsselfiguren, denen jeweils ein Experte zugeordnet ist, der dazu Stellung nimmt.

So werden etwa die Vorgänge um Ernst Röhm durch die Historikerin Dr. Heike Görtemaker interpretiert. Der prominente britische Geschichtsforscher Sir Richard Evans interpretiert das Taktieren Adolf Hitlers. Die Abläufe werden auf diese Weise zunächst aus der Perspektive der Protagonisten erzählt und schließlich in ein Gesamtbild eingefügt. Erklär-Grafiken und zum Teil unbekanntes Archivmaterial ergänzen die Szenen und Kommentare.

"Wie kam Hitler an die Macht? - Der Teufelspakt": Nachgestellte Szene: Adolf Hitler (Schauspieler) am Fenster in Uniform mit Hakenkreuz-Armbinde.

ZDFzeit - Wie kam Hitler an die Macht? (1/2) - Der Teufelspakt 

1932 ist Deutschland noch ein demokratischer Rechtsstaat, zwei Jahre später eine Diktatur. Der Film zeigt, wie Hitler einflussreiche Helfer fand, die ihn an die Macht brachten.

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