Bereit zu sterben für Allah

Islamisten in Deutschland

Ehemaliger General beim ägyptischen Geheimdienst

Dokumentation | ZDFzoom - Bereit zu sterben für Allah

Warum folgen so viele junge Männer dem islamischen Extremismus? ZDFzoom hat mehrere deutsche Gotteskrieger vor ihrer Ausreise nach Syrien und in den Irak zu ihren Motiven befragen können.

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Sie mordeten kaltblütig, die Attentäter von Paris. Die Kouachi-Brüder, die den Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo verübten und der Geiselnehmer Amedy Coulibaly. Und – sie mordeten im Namen Allahs. Ihr gesamtes Leben haben sie in Frankreich verbracht, sind nach und nach aber abgedriftet in die islamistische Szene. Auch in Deutschland radikalisieren sich immer mehr junge Menschen, ist der Strom von Islamisten aus Deutschland, die bereit sind in den Dschihad  zu ziehen, ungebrochen.

Innenminister De Maiziere sagte am Donnerstag im ZDF: „Die Zahl der sogenannten Gefährder ist so hoch, wie wir sie nie hatten – bei ungefähr 260. Das sind Menschen, die wir für gefährlich halten.“ De Maiziere weiter: „Ich würde jetzt nicht sagen, es könnte auch hier passieren, sondern ich bevorzuge die Formulierung, ein solcher Anschlag ist auch in Deutschland nicht auszuschließen. Und er ist auch nicht durch noch so gute Polizeiarbeit zu verhindern.

Motive der Gotteskrieger

Warum so viele junge Männer dem islamischen Extremismus folgen, darüber existieren kaum Informationen aus erster Hand. Die ZDFzoom-Reporter Rainer Fromm und Michael Strompen haben mehrere deutsche Gotteskrieger vor ihrer Ausreise nach Syrien und in den Irak zu ihren Motiven befragen können. Einige von ihnen sind inzwischen gestorben, bei Selbstmordanschlägen oder im Kampf um Kobane. Auch Mirza Tamoor B. – derzeit in Untersuchungshaft, weil er junge Deutsche nach Syrien geschleust haben soll – gab vor seiner Festnahme ein Interview.

Es sind dabei nicht nur die Integrationsverlierer, junge arbeitslose Männer mit ausländischen Wurzeln, die sich vom Dschihad angezogen fühlen. Auch gut ausgebildete Frauen und Männer, die christlich erzogen wurden, kämpfen für einen islamischen Gottesstaat. Und das oft nach einer „Turbo-Radikalisierung“ in wenigen Wochen, für die virtuelle Gemeinschaften von zentraler Bedeutung sind. Gemeinsam mit Medienprofis werten die Autoren die Propagandavideos aus, fragen Experten und Verantwortliche: Wie kann man die Radikalisierung stoppen?

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