Sie sind hier:

Stickstoffdioxid, Feinstaub: Dicke Luft in Deutschland

Luft zu stark mit Schadstoffen belastet

Auch im vergangenen Jahr war die Luft in deutschen Städten zu stark mit Schadstoffen belastet. Dies geht aus einer Auswertung von vorläufigen Messdaten der Länder und des Umweltbundesamtes hervor.

Datum:
01.02.2017
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

In vielen Städten ist zu viel Stickstoffdioxid (NO2) in der Luft. Aus dem vom Umweltbundesamt vorgelegten Hintergrundpapier geht hervor, dass an gut 57 Prozent der Messstationen an stark befahrenen Straßen der Grenzwert für Stickstoffdioxid von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel überschritten wurde. Das Umweltbundesamt führt dies vor allem auf Diesel-Autos zurück.

Es sei nicht akzeptabel, dass Kommunen keine Handhabe hätten, um Diesel-Autos mit hohem Ausstoß aus den belasteten Innenstädten auszuschließen, so das Umweltbundesamt. Hier könne die sogenannte Blaue Plakette einen wichtigen Beitrag leisten. Es müsse eine bundesweit einheitliche Regelung getroffen werden, wer diese Plakette bekomme und wer nicht, so das Umweltbundesamt. Gerade dieser Punkt geriet zum politischen Zankapfel zwischen Umwelt- und Verkehrsministerium: Sollen Kommunen die Möglichkeit bekommen, selbst über Fahrverbote zu entscheiden oder nicht? Die Blaue Plakette für besonders saubere Autos liegt auf Eis.    

Moderate Feinstaubwerte

Immerhin: 2016 ist das Jahr mit der niedrigsten Feinstaubbelastung seit 2000, auch die Ozonkonzentrationen waren im Vergleich zu den letzten 20 Jahren eher niedrig. Der Rückgang dieser Werte ist laut Umweltbundesamt auch auf die günstigen Wetterbedingungen im vergangenen Jahr zurückzuführen. So war der Sommer 2016 eher wechselhaft und es traten keine lang anhaltenden Schönwetterperioden auf, die die Ozonbildung hätten begünstigen können. Trotzdem überschritten 21 Prozent aller Messstationen den Zielwert.

Die Feinstaubkonzentration hingegen überschritt nur an der verkehrsnahen Messstation am Stuttgarter Neckartor den EU-Grenzwert. Dennoch: Der von der WHO empfohlene, deutliche strengere Grenzwert für Feinstaub von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde an fast einem Viertel der Messstationen überschritten.   

Das Umweltbundesamt fordert Bund, Länder und Kommunen auf, noch weitere Anstrengungen zu unternehmen, um das Gesundheitsrisiko durch Feinstaub zu verringern. Dazu sei es notwendig, die direkte Freisetzung von Feinstaub aus privaten Holzfeuerungen zu reduzieren. Auch die Freisetzung von gasförmigen Schadstoffen aus der Landwirtschaft wie Ammoniak, aus denen sich später Feinstaubpartikel bilden, müsse verringert werden.

Mit Material von dpa, Umweltbundesamt

Weitere Themen

Teil-Legalisierung von Cannabis

Volle Kanne - Folgen der Cannabis-Legalisierung 

Diese Woche soll über das Gesetz zur Teil-Legalisierung von Cannabis abgestimmt werden. Doch es gibt Widerstand, auch aus Reihen der Bundesregierung. Was genau wird sich ändern?

21.02.2024
Videolänge
Apps gegen Einsamkeit

Volle Kanne - Apps gegen Einsamkeit 

Um Kontakte und Freundschaften zu knüpfen, registrieren sich immer mehr Menschen bei verschiedenen Freizeit-Apps, die gegen Einsamkeit helfen sollen.

21.02.2024
Videolänge
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der ZDFmediathek.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.