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Schwimmen ungenügend

Warum lernen viele Kinder nicht schwimmen?

Kind auf Schulbank und Lehrer unter Wasser

Als Kind lernt man schwimmen – so war das früher zumindest mal. Viele Faktoren führen heute dazu, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können - eine besorgniserregende Entwicklung.

Datum:
24.05.2018
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

23,3 Prozent der Deutschen können nach eigenen Angaben nur schlecht oder gar nicht schwimmen. Erschreckend sind die Zahlen bei Kindern. In München haben, so die Süddeutsche Zeitung, 80 Prozent der Erst- und Zweitklässler keinen Schwimmunterricht.

Fehlende Schwimmbäder

Gründe für diese Zahlen gibt es einige. Zuallererst fehlen immer mehr Lehrschwimmbecken. Zwischen 2007 und 2015 wurden in Deutschland laut DLRG 371 Schwimmbäder geschlossen. Das wiederum liegt daran, dass der Unterhalt für viele Kommunen schlicht zu teuer wird.

Wo es keine Schwimmbäder mehr gibt, gibt es natürlich auch keine Möglichkeit zum Schwimmunterricht. In 25 Prozent aller Grundschulen fehlt der Zugang zu Schwimmbädern. Sportlehrer, die in den Grundschulen Schwimmen unterrichten, brauchen etwa drei Schuljahre lehrplanmäßigen Schwimmunterricht, um aus Nichtschwimmern einigermaßen sichere Schwimmer zu machen. Regelmäßiger Schwimmunterricht, wie er in den Lehrplänen vorgesehen ist, benötigt aber eine gewisse Infrastruktur. Dazu kommt, dass Thermen und Spaßbäder, die von privaten Betreibern unterhalten werden und auf Gewinn ausgerichtet sind, nicht immer über ein Sportbecken verfügen.

Eltern und Kinder

Fällt also das Schwimmen in Schulen aus, sind die Eltern gefragt. Kümmern sich Mama und Papa nicht darum, dass die Kinder sich sicher im Wasser bewegen können, tut es in der Regel niemand. Der Weg ins Bad ist zu weit, das Geld für den Verein fehlt – es kann also schlichtweg an organisatorischen Gründen scheitern.

Hier spielen auch zunehmend bewegungsarme Tagesabläufe eine Rolle, wie sie in unserer Gesellschaft immer häufiger vorkommen. Das Fernsehgerät und Computerspiele halten Kinder davon ab, körperlich aktiv zu sein. Ein Kind, das zu Hause viel Zeit mit Mediennutzung verbringt, wird nicht schwimmen lernen. Es geht also darum, ein Bewusstsein zu entwickeln, wie wichtig es ist, sich zu bewegen und wie gesund es ist, dies im Wasser zu tun.

Dabei kommt es übrigens nicht nur darauf an, sich irgendwie über Wasser halten zu können. Ein sauberer Schwimmstil ist der beste Garant dafür, sich im Wasser sicher fortbewegen zu können. Schwimmkurse sind hier hilfreich – auch für Kinder, die nicht untergehen.

Abzeichen sollen motivieren!

Der Motivation – und der Bestätigung, sicher schwimmen zu können – dienen die diversen Schwimmabzeichen. Der Frühschwimmer, auch als „Seepferdchen“ bekannt, gilt dabei als vorbereitende Qualifikation. Die Anforderungen sind ein Sprung vom Beckenrand, 25 Meter Schwimmen und das Herausholen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser mit den Händen. Ein Ausweis sicheren Schwimmens ist das Seepferdchen nicht!

Diese Schwimmabzeichen gibt es:

Wo finde ich den richtigen Schwimmkurs für mein Kind:

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