Wiese

Komm, wir drehen noch eine Runde!

Fritz und Keks auf einer Wiese
Quelle: ZDF

Wiese ist nicht gleich Wiese. Üppig, satt, prachtvoll, bunt: Je mehr unterschiedliche Tiere und Pflanzen auf der Wiese leben, desto besser geht es ihr. Wie sieht die Wiese von oben aus?

Wer lebt zwischen und auf ihren Pflanzen - und unten am Boden? Wie fliegen Schmetterlinge, Bienen, Grashüpfer und Mücken über ihr? Du kannst es ausprobieren - klicke dafür ins 360°-Video.

ZDFtivi | Löwenzahn - Wiesenbewohner

Schmetterlinge, Spinnen und Ameisen teilen sich ihr Zuhause in der grünen Wildnis.

Videolänge:
1 min
Datum:

Die Wiese hat verschiedene Stockwerke, in denen bestimmte Tiere wohnen. Das ist praktisch, denn so können sehr viele verschiedene Lebewesen zusammen auf einer Wiese wohnen, ohne sich gegenseitig zu stören.

Wiese

Überflieger

Bienen

Sie sind ständig auf der Suche: Wo bitte geht’s hier zur nächsten Blüte? Oder zurück zum Bienenstock? Und wo gibt es den besten Pollen?

Die Bienen verraten einander, wo es was zu holen gibt und wie sie wieder sicher nach Hause kommen. Dazu nutzen sie eine besondere Sprache, eher einen Tanz, den Schwänzeltanz. Und der funktioniert nur, wenn man mit dem Po wackelt.

Raupe
Immer hungrig - die Raupe des Schwalbenschwanz'. Quelle: dpa

Schmetterlinge

Als kleine Raupe Nimmersatt beginnt das Leben der Schmetterlinge. Die wundersame Verwandlung zum Falter findet im Kokon statt. Doch davor heißt es vor allem: fressen, fressen, fressen!

Pflanzen

Ständiges Wachsen und Sterben bestimmen das Leben auf der Erde, und natürlich auch auf der Wiese. Mit ihren Wurzeln ziehen Pflanzen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden. Licht und Energie bekommen sie von der Sonne.

"Photosynthese" nennen die Fachleute diesen Stoffwechsel der Pflanze: "Photo" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Licht und "Synthesis" ist das Wort für Zusammensetzung.

Löwenzahnpflanzen von unten
Quelle: dpa

Löwenzahn

Eine ganz besondere Pflanze, zäh, stark und nicht klein zu kriegen, ist der Löwenzahn. Er streut seine Samen an kleinen Schirmchen in alle Himmelsrichtungen. Zum Wachsen braucht die Pflanze nicht viel, selbst kleine Risse im Beton reichen der gelben Blume. Es gibt sie auf der ganzen Welt, am heißen Äquator, aber auch am eisigen Nordpol.
Schäfchenblume, Kettenblume, Kuhblume - wie nennst du den Löwenzahn? So heißt der Löwenzahn in anderen Ländern:

Australien/England/USA: dandelion
Belgien: pissebloem (niederl.), pissenlit (franz.), Löwenzahn (deutsch)
Bulgarien: глухарче
Finnland: voikukka
Frankreich: pissenlit
Island: fífil
Italien:
dente di lione, tarassaco
Japan: tanpopo
Kuweit: زهرة سن الأسد (arabisch)
Litauen: Kiaulpiene
Luxemburg: Bettseechesch, Pissblumm
Niederlande: paardebloem, pissebedde, pissebloem
Norwegen: løvetann
Portugal: dente-de-leão
Rumänien: pãpãdie
Russisch: oduwántschik
Schweden: Maskros
Schweiz: Löwenzahn (deutsch), pissenlit (franz.), dente di lione (ital.)
Singapur: dandelion
Spanien: amargón, diente de león
Suahelie: Jino la Sima
Thailand: แดนดีไลอัน (gesprochen Dän-dee-lei-an)
Türkisch: karahindiba
Ungarn: gyermekláncfű, pitypang

Medizin von der Wiese

Giftig oder heilend – schon unsere Vorfahren kannten die Wirkungen von Pflanzen und die Macht der richtigen Dosis. Fingerhut in der richtigen Menge hilft bei einem schwachen Herz, der Eisenhut ist tausendfach verdünnt ein gutes Mittel gegen Erkältung.
Bei Fieber und Enzündungen hilft Belladonna, die Tollkirsche. Und Prellungen und Schürfwunden lindert Arnika. Eine wunderschöne gelbe Blume, doch giftig in hoher Dosis. Egal ob als Tee, Hustensaft oder Salbe, die heilende Kraft der Natur steckt in vielen Dingen und hilft bei vielen Krankheiten. Heute wie vor vielen hundert Jahren.

Wiese

Mittendrin

Eine Wiesen-Etage tiefer leben vor allem Insekten. Sie suchen nach Nahrung, bauen ein Zuhause und kümmern sich um ihren Nachwuchs.

Spinnen

Sie spannen unsichtbar ihre Netze zwischen hohen Gräsern, und verfängt sich ein Insekt in den klebrigen Fäden, kommt es nicht mehr frei. Im Morgentau kannst du Spinnennetze besonders gut erkennen.

An den Radnetzen, Trichternetzen und Baldachinnetzen bleiben die Spinnen selber nicht kleben. Denn nicht alle Fäden sind gleich klebrig. Alle Spinnentiere haben einen gemeinsamen Körperbau. Zwei Körperteile und acht Beine. So unterscheiden sie sich von anderen Insekten, wie zum Beispiel den Wespen. Denn die haben drei Körperteile und nur sechs Beine.

Marienkäfer

Auf einem Blatt liegen kleine gelber Eier – wer hat die denn hier abgelegt? Aus ihnen schlüpfen im Frühjahr seltsame Tierchen, die aussehen wie kleine Monster. Doch keine Angst! Es sind die Larven des Marienkäfers. Und die haben vor allem eins: einen riesigen Hunger. Am liebsten mögen sie Blattläuse. Die Larven wachsen schnell, bis sie dick und rund sind. Irgendwann haben sie genug gegessen, jetzt verpuppen sie sich. Im Video siehst du, was jetzt passiert.

Zwei, vier oder 19 Punkte – kann ein Marienkäfer wirklich 19 Jahre alt werden? Oder sind das Monate? Oder haben die Punkte gar nichts mit dem Alter zu tun? Es gibt auch schwarze Marienkäfer mit hellen Punkten. Das sind die asiatischen Verwandten der roten Käfer. Die fühlen sich mittlerweile in ganz Deutschland wohl und fressen beinahe 300 Blattläuse am Tag.

Ameisennest
Quelle: imago

Ameisen

Im Ameisenhaufen hat jedes Tier eine bestimmte Aufgabe. Da gibt es Trägerinnen, Wächterinnen aber auch Ameisen vom Bautrupp, Ammen und ganz wichtig: Königinnen. Von Chaos kann bei dem Gewusel keine Rede sein! Absolut faszinierend: Der Ameisenstaat brummt und alle Insekten wissen genau, was sie wann tun müssen.

Wiesenerde

Erdgeschoss

Ganz unten, geschützt, da wo sich selbst am Tag nur wenig Licht verirrt, leben auch viele Tiere.

Feldhamster

Er kann ganz schön dicke Backen machen! Und das muss er auch, schließlich sammelt er Vorräte für den Winter.

Eigentlich ist der kuschelige Kerl lieber allein unterwegs und versteckt sich tagsüber im Bau. Doch es gibt auch Zeiten, da ist ganz schön viel los im Hamsterbau.

Schnecken

30 – 40 Eier legt Mama Schnecke in eine Bruthöhle. Die hat sie vorher gegraben, was ganz ohne Arme ganz schon mühsam ist.

Die kleinen Weinbergschnecken-Babys tragen ihr Haus übrigens schon von Geburt an auf ihrem Rücken - sehr praktisch!

Maulwurf

Das ein Maulwurf in der Nähe ist, erkennst du an den Maulwurfhügeln. Sind die miteinander verbunden? Und wie lebt der Maulwurf im unterirdischen Labyrinth? Toll, wie schlau der kleine Erdwerfer in seinen unterirdischen Gängen wohnt. Selbst die Wasser- und Luftzufuhr ist geregelt.

Maulwürfe fressen für ihr Leben gern Würmer und Larven, die sie in der Erde finden. Und ein ganz besonderer Leckerbissen ist der Regenwurm.

Regenwurm
Quelle: imago

Regenwurm

Auch ein Erdentier, ein "reger Wurm", ein Regenwurm. Gärtner und Blumen lieben ihn, denn er lockert den Erdboden auf und transportiert wertvolle Nährstoffe durch den Boden. Nicht so häufig siehst du Regenwurm-Babys über der Erde. Klein und ungeschützt wachsen sie sicher im Erdboden auf.



Ganz schön viel los, auf so einer Wiese! Zwischen, über und unter all den Pflanzen tummeln sich sehr viele Lebewesen. Kannst du im Bilder-Quiz die Wiesenbewohner erkennen?

Ein Marienkäfer breitet seine Flügel aus und fliegt von einem Blatt.

Klickspiel: Wiese

Welche Tiere leben auf der Wiese? Biene, Libelle oder Maulwurf? Schau genau und klick auf die richtige Antwort!

Wenn du das nächste Mal eine Wiese siehst, schau doch einmal, was du entdecken kannst. Denn keine Wiese gleicht der anderen!

Als echter Wiesen-Forscher brauchst du unbedingt Fritz‘ Insekten-Staubsauger. Mit dem kannst du kleine Lebewesen aus nächster Nähe anschauen – garantiert ungefährlich für Ameisen, Spinnen und Marienkäfer! Im Video zeigt dir Fritz, wie du dir so einen Staubsauger bauen kannst. Und wenn du genug gesehen hast, lässt du die Insekten wieder frei.

Fritz Fuchs in Löwenzahn-Wiese
Quelle: ZDF

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