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Syrien: Seit 10 Jahren gibt es dort Krieg

Die Gewalt in dem Land Syrien begann mit Protesten gegen den Herrscher Baschar al-Assad im Frühjahr 2011.

Datum:
Syriens Diktator Baschar al-Assad.
Baschar al-Assad
Quelle: ap

Viele Kinder in Syrien kennen gar keinen Frieden, weil sie in ihrem Leben bisher nichts anderes als Krieg erlebt haben. Denn seit zehn Jahren gibt es in dem Land Kämpfe. Alles fing damit an, dass im März 2011 Menschen auf die Straße gingen, um für mehr Freiheit zu demonstrieren. Sie wollten zum Beispiel, dass jeder offen seine Meinung sagen darf. Die Regierung ließ die Proteste mit Gewalt beenden. Seitdem gibt es Kämpfe zwischen den Anhängern des Herrschers Baschar al-Assad und seinen Gegnern, den sogenannten Rebellen.

Immer mehr Gruppen kämpften mit

Im Laufe der Zeit kämpften immer mehr Gruppen in Syrien, die alle an die Macht wollten. Der Herrscher Assad und seine Regierung verloren immer mehr Gebiete an andere Gruppen. Nach und nach mischten sich auch andere Länder wie die USA, Russland, die Türkei und der Iran in den Krieg ein.

Was der Krieg für die Menschen bedeutet

2010 lebten noch rund 21 Millionen Menschen in Syrien. Zurzeit sind es nur noch rund 17 Millionen. Hunderttausende Menschen sind bei den Kämpfen schon gestorben. Mehr als 5,5 Millionen Menschen sind aus Syrien geflohen. Mehr als 6,6 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.

Trümmer in Damaskus
Trümmer in der syrischen Hauptstadt Damaskus
Quelle: reuters

Große Teile des Landes sind zerstört. Viele Menschen haben keine Arbeit und keine Wohnung. Lebensmittel sind sehr teuer. Hundertausende Kinder können nicht in die Schule gehen. Es gibt kaum Ärzte und Medikamente, so dass viele Menschen medizinisch nicht richtig versorgt werden können.

Stellvertreterkrieg

Mittlerweile hat der syrische Herrscher Baschar al-Assad mit seinen Soldaten große Teile des Landes zurückerobert, aber Frieden herrscht deshalb nicht - im Gegenteil.

Die Länder Russland und Türkei sind an dem Krieg in Syrien weiterhin beteiligt. Russland unterstützt den Herrscher Assad, und die türkische Regierung unterstützt einige Rebellengruppen - so eine "Einmischung" von anderen Ländern gibt es öfter in Konflikten, das nennt man dann einen Stellvertreterkrieg.

Nach Gesprächen zwischen Russland und der Türkei im Jahr 2019 einigten sich beide Länder über einen Waffenstillstand zwischen den kämpfenden Gruppen, also Regierungs- und Rebellengruppen.
Doch trotz des Waffenstillstands kommt es immer wieder zu Angriffen und Kämpfen in der Stadt Idlib im Nordosten des Landes. Wann es in Syrien endlich wieder Frieden gibt, ist also noch ziemlich unklar.

Archiv: Ein syrischer Junge im zerstörten Aleppo im Jahre 2019.

logo! - 10 Jahre Krieg in Syrien  

Hier bekommt ihr einen Überblick, was dort von 2011 bis heute passiert ist.

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