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Tag gegen Kinderarbeit

Etwa 152 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten. Der "Welttag gegen Kinderarbeit" am 12. Juni macht darauf aufmerksam.

Datum:

Vor allem in Afrika und Asien müssen viele Kinder arbeiten. Weltweit betrifft Kinderarbeit ungefähr 152 Millionen Jungen und Mädchen zwischen fünf und 17 Jahren. Das sind fast doppelt so viele, wie Menschen insgesamt in Deutschland leben.

Ein Junge muss arbeiten, um Geld zu verdienen.
Ein Junge arbeitet in einer Schmiede.
Quelle: ap

Eine gute Nachricht: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der arbeitenden Kinder gesunken. Im Jahr 2000 waren es noch 246 Millionen Kinder, also fast 100 Millionen mehr, die arbeiten mussten. Experten finden aber, dass diese gute Entwicklung noch zu langsam geht. Sie fordern, dass noch mehr und schneller etwas gegen Kinderarbeit unternommen wird.

Mehr Kinderarbeit wegen Corona

Hilfsorganisationen fürchten außerdem, dass wegen der Corona-Pandemie wieder mehr Kinder arbeiten müssen - oder dass Kinder, die bereits arbeiten, noch länger oder härter arbeiten müssen. Denn während der Corona-Pandemie haben viele Eltern ihre Arbeit verloren und verdienen kein Geld mehr. Ihre Kinder müssen dann mit dafür sorgen, dass die Familie Geld zum Beispiel für Essen bekommt. Auch können es sich manche Eltern nicht leisten, ihre Kinder wieder in die Schule zu schicken - etwa weil sie das Schulgeld nicht zahlen können, oder weil die Kinder Geld für die Familie verdienen müssen.

Was Kinderarbeit bedeutet

Kinderarbeit kann ganz unterschiedlich sein. Oft müssen Kinder auf dem Feld mitarbeiten, manchmal bis zu 14 Stunden am Tag. Andere Kinder schuften in Bergwerken oder Steinbrüchen, auf Feldern oder in Fabriken: Dort müssen sie zum Beispiel den ganzen Tag gebückt arbeiten oder schwere Sachen schleppen. Dabei haben fast alle Länder der Welt einen Vertrag unterschrieben, in dem Kinderarbeit verboten ist. Doch viele sorgen nicht dafür, dass der Vertrag eingehalten wird.

Indische Kinder bei der Feldarbeit
Indische Kinder bei der Feldarbeit
Quelle: epa

Die Kinder müssen mit ihrer Arbeit Geld verdienen, denn ihre Familien brauchen dieses Geld, um zu überleben. Die Kinder, die arbeiten, haben deshalb meist keine Zeit, um in die Schule zu gehen. Das hat Folgen für sie: Wenn sie nichts lernen, dann finden sie wahrscheinlich später auch keinen richtigen Beruf. Das bedeutet, dass sie später auch nicht genug Geld verdienen können, um ihre Familien zu ernähren. Und deswegen werden ihre Kinder eines Tages wohl auch arbeiten müssen.

Was man tun kann

Um Kinderarbeit nicht weiter zu unterstützen, könnt ihr und eure Eltern auf ein paar Dinge achten. Zum Beispiel könnt ihr nur noch Sachen kaufen, die ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Doch das ist gar nicht so einfach.

Ausbeutung von Kindern in Peru
Eigentlich ist Kinderarbeit verboten.
Quelle: ZDF

Nur wenige Firmen kontrollieren, dass keine Kinder ihre Sachen herstellen. Viele andere verschweigen, dass Teppiche, Kleidung, Zucker, Kakao oder vieles andere oft auch von Kinderarbeiterinnen und Kinderarbeitern gemacht wird. Bei Sachen mit dem Siegel "Fair" oder "Fair Trade" (deutsch: fairer Handel) werden die Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung kontrolliert. Und: Keine Kinder haben an diesen Produkten mitgearbeitet.

Schule ist wichtig

Das Wichtigste ist aber: Es muss den Kindern möglich gemacht werden, dass sie in die Schule gehen können. Dort können die Kinder etwas lernen, später eine Ausbildung machen und einen richtigen Beruf ausüben. So können sie eine bessere Zukunft haben.

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