Update am Morgen: Mit neuen Regeln gegen den Kontrollverlust

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    Update am Morgen:Mit neuen Regeln gegen den KI-Kontrollverlust

    von Susanne Biedenkopf
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    Susanne Biedenkopf

    Guten Morgen,

    Wenn der Name TÜV fällt, denken viele zuerst an ihr Auto und die TÜV-Prüfung, ein Termin, der - je nach Alter und Kilometerstand desselben - von der bangen Frage begleitet ist, ob der fahrbare Untersatz denn noch einmal "durch den TÜV" kommt und als fahrtauglich zurück auf die Straße entlassen wird.
    TÜV: Das steht normalerweise für Qualität, Sicherheit und für Risikokontrolle. In der analogen Welt ein geübtes Verfahren in der digitalen Welt eine riesige Herausforderung. Denn während der Bremsklotz im Auto auf der Basis jahrelanger Erfahrungswerte geprüft und durchgewinkt wird, erfordern digitale Programme ein permanentes Monitoring und Neubewertungen zum Beispiel nach wichtigen Updates. Und dazu braucht es neue Regeln und Regularien. Der Wunsch danach hat in Deutschland seit der Einführung von ChatGPT vor gerade mal einem halben Jahr stark zugenommen.
    Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbandes haben 83 Prozent der Bevölkerung schon von ChatGPT gehört. So groß wie das Interesse sind aber auch die Bedenken. 80 Prozent stimmten der Aussage zu, dass bei KI derzeit nicht abschätzbare Risiken bestehen - und 84 Prozent der Befragten wünschen sich einen rechtlichen Rahmen für den sicheren Einsatz von KI. Regulierung und Nutzung in der EU sollen sich dabei an europäischen Werten orientieren, sagen 83 Prozent.
    Die geplanten EU-Regeln für Künstliche Intelligenz, die gestern im EU-Parlament eine wichtige Hürde genommen haben, könnten die Grundlage für einen solchen Rechtsrahmen sein, es wäre der erste in der westlichen Welt. Zur praktischen Umsetzung von Vorgaben aber braucht es neue Normen, Standards und Qualitätskriterien. Die TÜV-Unternehmen haben dafür ein Labor für Künstliche Intelligenz gegründet. Sie wollen neue Standards setzen auf der Suche nach dem richtigen Gleichgewicht von Sicherheit und Innovation.
    Ich wünsche Ihnen einen Tag ohne Kontrollverlust
    Susanne Biedenkopf, Leiterin der ZDF-Redaktion für Wirtschaft, Recht, Service, Soziales und Umwelt

    Was im Ukraine-Krieg passiert ist

    Russen droht Einkesselung in Bachmut: Bei den in Bachmut kämpfenden russischen Truppen herrscht nach Darstellung eines Kriegskorrespondenten des russischen Staatsfernsehens höchste Alarmstufe wegen der ukrainischen Angriffserfolge.
    Atomchef: Ukraine kann AKW Saporischschja bei Gegenoffensive umgehen Es reiche aus, die russischen Besatzungstruppen im Kraftwerk vom Hinterland abzuschneiden, sagte der Chef des ukrainischen Atomkonzerns Enerhoatom, Petro Kotin, dem US-Sender CNN.
    Selenskyj will ukrainisches Strafrecht für EU-Beitritt anpassen: Man habe einen "umfassenden strategischen Plan" zur Reform des Strafrechts und des Strafverfolgungssystems ausgearbeitet. Der Staat müsse ein Höchstmaß an Sicherheit, Freiheit und Achtung vor dem Gesetz und vor den Menschen in der Ukraine gewährleisten, betonte Selenskyj.
    So trickst Russland die Sanktionen aus: Über Drittstaaten gelangt Russland weiterhin an sanktionierte Waren, weshalb die EU Exportregeln verschärfen will. Kann das funktionieren? Und wie läuft der verbotene Handel ab?
    Weitere News-Updates zur Lage und zu Reaktionen erhalten Sie jederzeit auch in unserem Liveblog zu Russlands Angriff auf die Ukraine.

    Was heute noch wichtig ist

    Bundesrat berät: Der Bundesrat beschäftigt sich an diesem Freitag mit zwei wichtigen energiepolitischen Vorhaben. Die Länderkammer will an diesem Freitag (ab 9:30 Uhr) ein Gesetz für die raschere Verbreitung intelligenter Stromzähler verabschieden und über die umstrittenen Pläne zum Heizungstausch diskutieren. Die CDU hatte vorab in einer Online-Kampagne weiter Stimmung gegen die Pläne gemacht.
    Wahlrechtsreform soll verabschiedet werden: Zu den weiteren Themen der Länderkammer gehört die vom Bundestag verabschiedete Reform des Wahlrechts. So soll die Zahl der Sitze im Bundestag bei 630 gedeckelt werden. Weitere Aspekte der Reform sind jedoch noch in der Diskussion, wie Bernd Benthin zusammenfasst:
    EU-Außenminister tagen in Schweden: Die Außenminister der EU-Staaten beraten an diesem Freitag bei einem informellen Treffen in Schweden über die jüngsten Entwicklungen im Krieg in der Ukraine. Zweites großes Thema des Treffens werden die Beziehungen der EU zu China sein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte Ende März in einer Grundsatzrede dafür geworben, die Beziehungen zum bevölkerungsreichsten Land der Erde neu auszutarieren.
    Verleihung des Deutschen Filmpreises "Lola": Rund 1.600 Gäste werden zu der Verleihung am Potsdamer Platz erwartet. Der Antikriegsfilm "Im Westen nichts Neues", der in den USA vier Oscars gewonnen hat, geht mit den meisten Nominierungen ins Rennen. Das ZDF überträgt die Verleihung online ab 19 Uhr und zeigt sie später zeitversetzt im Fernsehen (23:30 Uhr).

    Ausführlich informiert

    Lassen sich allein mit Geld die Probleme rund um Migration und Integration lösen? Wird am Ende ausgerechnet die selbsternannte "Fortschritts-Koalition" für mehr Abschiebung und Abschottung sorgen? Diese Fragen diskutiert Maybrit Illner mit Gästen. (63 Minuten).

    Grafik des Tages

    Grafik: 45 Prozent der Bachelorabsolvent*innen beginnen Masterstudium
    Quelle: ZDF/Getty

    Gesagt

    Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers.

    Florence Nightingale, Pionierin der Krankenpflege

    Heute ist der Internationale Tag der Pflege. Das Datum geht auf den Geburtstag der britischen Krankenschwester Florence Nightingale (1820-1910) zurück, die als Pionierin der modernen Krankenpflege gilt. Er ist den Menschen gewidmet, die in Pflegeberufen arbeiten. Der Aktionstag wurde 1965 vom International Council of Nurses, einem Zusammenschluss nationaler Pflegeverbände, ins Leben gerufen.
    Grafik: Pionierin der modernen Krankenpflege
    Quelle: ZDF/LSC/Getty

    250.000 Menschen sind in Deutschland von einem Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) betroffen, darunter 40.000 Kinder. Weltweit sind es ca. 17 Millionen. Die Betroffenen leiden unter schnell eintretender und lang anhaltender Erschöpfung. Ein Alltag ist für die meisten Betroffenen kaum möglich. Erkrankte und ihre Angehörigen müssen weiter für Anerkennung, Versorgung und Forschung kämpfen - teils vom Bett aus.

    Weitere Schlagzeilen

    Die Nachrichten im Video

    heute Xpress
    Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden21.05.2024 | 1:58 min
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    So wird das Wetter heute

    Am Freitag wird es im Norden und Osten oft sonnig oder nur locker bewölkt. Sonst ist es wechselnd oder stark bewölkt und es entwickeln sich einige Schauer und Gewitter. Der Dauerregen an den Alpen hört auf. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 13 Grad am Alpenrand und 24 Grad in Berlin.
    Wetterkarte: Vorhersage für den 12.05.2023
    Quelle: ZDF

    Zusammengestellt von Tim-Julian Schneider
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