New Yorker Bürgermeister plädiert auf nicht schuldig
New Yorker Bürgermeister:Eric Adams plädiert auf nicht schuldig
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Der angeklagte Bürgermeister von New York City, Eric Adams, hat die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe vor Gericht zurückgewiesen. Adams beteuert seine Unschuld.
Adams wird vorgeworfen, illegale Wahlkampfspenden und kostenlose Auslandsreisen von Personen angenommen zu haben, die sich Einfluss auf die Stadtverwaltung erkaufen wollten.
Quelle: AP
Nach einer Anklage unter anderem wegen Bestechlichkeit und Betrug hat New Yorks Bürgermeister Eric Adams auf nicht schuldig plädiert. "Ich bin nicht schuldig, Euer Ehren", sagte der 64 Jahre alte Demokrat vor einer Richterin in New York. Der nächste Gerichtstermin wurde für kommende Woche angesetzt.
Vorwurf: Bestechlichkeit, Betrug und illegale Spenden
Adams wird unter anderem Bestechlichkeit, Betrug und die illegale Anwerbung und Annahme ausländischer Wahlkampfspenden vorgeworfen. Die Vorwürfe reichen laut Staatsanwaltschaft der US-Millionenmetropole bis mindestens bis in das Jahr 2014 zurück, als Adams noch Stadtteilpräsident von Brooklyn war. Seit 2022 ist der Ex-Polizist Bürgermeister von New York.
Korruption ist der Missbrauch von Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil, etwa durch Bestechung. Oftmals verursacht Korruption volkswirtschaftliche Schäden, aber auch einen moralischen Verfall.
Das Bundeskriminalamt definiert Korruption gemäß der kriminologischen Forderung als "Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zugunsten eines Anderen, auf dessen Veranlassung oder in Eigeninitiative, zur Erlangung eines Vorteils für sich oder einen Dritten, mit Eintritt oder in Erwartung des Eintritts eines Schadens oder Nachteils für die Allgemeinheit (Täter in amtlicher oder politischer Funktion) oder für ein Unternehmen (betreffend Täter als Funktionsträger in der Wirtschaft)".
Vorteile, die Amts- oder Funktionsträger*innen erhalten können, umfassen beispielsweise Bargeld, Restaurantbesuche, Sachzuwendungen, Arbeits- und Dienstleistungen oder auch Reisen. Dafür vermitteln die Vorteilsnehmer*innen etwa Aufträge, erteilen Genehmigungen oder geben vertrauliche Informationen weiter.
Nachdem Adams' Bekanntheit und Einfluss größer geworden seien, hätten seine "ausländischen Gönner" versucht, "Kapital aus ihren korrupten Beziehungen zu schlagen", insbesondere als 2021 klar wurde, dass Adams Bürgermeister der 8,5-Millionen-Stadt werden würde, heißt es in der Anklageschrift.
Vorwürfe zu Bau der türkischen UN-Vertretung in Manhattan
Adams habe zugestimmt und im Gegenzug "eine Vorzugsbehandlung" gewährt. Unter anderem besteht der Verdacht, dass die Türkei auf diese Weise die Erlaubnis erhielt, gegenüber dem Sitz der Vereinten Nationen in Manhattan einen Wolkenkratzer für die türkische UN-Vertretung und das türkische Generalkonsulat zu bauen.
Adams ist Ex-Polizist und der zweite Schwarze, der an der Verwaltungsspitze der Ostküstenmetropole steht. Er wollte sich 2025 zur Wiederwahl stellen. Zugleich ist der 64-Jährige eine prominente Figur der Demokratischen Partei von Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris. Die Anklage erfolgt wenige Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 5. November.
Adams weist Vorwürfe zurück
Adams weist alle Vorwürfe und Rücktrittsforderungen zurück. Es handelt sich um die erste Anklage wegen Bundesverbrechen gegen einen amtierenden New Yorker Bürgermeister in der modernen Geschichte der Millionenmetropole.
Quelle: dpa
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