Mit Menschenkette und Demos gegen den Ukraine-Krieg

    Menschenkette und Demos:Bundesweit Tausende solidarisch mit Ukraine

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    Ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine zieht es Tausende Menschen in Deutschland auf die Straßen. Sie zeigen Solidarität und fordern ein Ende des Krieges.

    Menschen demonstrieren gegen den Krieg in der Ukraine vor dem Alten Rathaus und bilden dabei einen Teil einer Menschenkette.
    Ein Jahr russischer Angriffskrieg: In ganz Deutschland brachten Menschen ihre Solidarität mit der Ukraine zum Ausdruck (hier eine Menschenkette zwischen Münster und Osnabrück).
    Quelle: dpa

    Ein Jahr nach Beginn des Krieges in der Ukraine haben sich Politiker, Bürger und Vereine in zahlreichen deutschen Städten solidarisch mit der Ukraine gezeigt. Mehrere Landtage brachten ihre Unterstützung zum Ausdruck, indem sie ukrainische Fahnen hissten und der Opfer gedachten.

    50 Kilometer lange Menschenkette

    Tausende Menschen demonstrierten am Freitag mit einer Menschenkette zwischen Münster und Osnabrück für Frieden in der Ukraine und auf der Welt. Am Nachmittag gelang der Lückenschluss der rund 50 Kilometer langen Strecke zwischen den Universitätsstädten. Nach Angaben der Organisatoren hatten sich mehr als 20.000 Menschen zu der Friedenskette angemeldet. "Das ist ein ganz starkes Zeichen der Solidarität", sagte die Osnabrücker Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU).

    "Die Ukraine muss gewinnen"

    Etwa tausend Menschen gingen in Frankfurt am Main für ein Ende des Krieges auf die Straße. Die meisten von ihnen waren Ukrainer, viele von ihnen trugen Flaggen in den Nationalfarben blau und gelb um die Schultern. "Die Ukraine wird gewinnen", skandierten die Demonstranten auf ihrem Marsch durch die Frankfurter Innenstadt und bezeichneten Russland als "Terrorstaat". Vor dem Rathaus herrschte für eine Minute völlige Stille, als die Demonstranten während einer Schweigeminute für die Opfer des Krieges auf die Knie gingen.
    Ein Jahr russische "Spezialoperation" - so gehen die Menschen in Russland damit um:
    Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bekräftigte auf einer Kundgebung in München die Solidarität mit der Ukraine. "Wir stehen für Demokratie, Menschenrechte und wir stehen weiter fest an der Seite der ukrainischen Bevölkerung und unserer Partnerstadt Kiew", sagte Reiter laut Redemanuskript.

    Mahnwachen, Kundgebungen und Friedensgebete

    Bereits am Mittag gingen Menschen in Berlin auf die Straße, wo am Nachmittag eine weitere Protestaktion mit mehr als 12.000 Teilnehmern geplant war. Mit Mahnwachen, Kundgebungen und Friedensgebeten brachten die Menschen auch in Erfurt ihre Solidarität zum Ausdruck.
    Auch der Bundespräsident lud zu einer Gedenkveranstaltung ein:
    Rund 1.000 Teilnehmer wurden dort laut Polizei auf dem Domplatz erwartet. Auch in zahlreichen weiteren Städten wollten Menschen demonstrieren, etwa in Köln, Dresden und Stuttgart. In Hamburg waren Bürgerinnen und Bürger um 12 Uhr zu einer Gedenkminute aufgerufen, zu der etwa die Hochbahn still stand. Am Flughafen der Hansestadt pausierte nach Angaben einer Sprecherin kurz der Check-in.
    Russische Truppen hatten am 24. Februar 2022 die Ukraine angegriffen und waren einmarschiert. In dem Krieg wurden bisher Tausende Soldaten beider Seiten und nach UN-Angaben mehr als 8.000 Zivilisten getötet. [Ein Jahr Ukraine-Krieg im Zeitraffer.]
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    Quelle: dpa
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