Irina Scherbakowa: Den Krieg militärisch stoppen

    Friedensnobelpreisträgerin:Scherbakowa: Den Krieg militärisch stoppen

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    Nach Einschätzung der russischen Menschenrechtlerin Irina Scherbakowa lässt sich der Krieg in der Ukraine nur militärisch stoppen. Es sei "noch mehr deutsche Unterstützung" nötig.

    Sachsen, Leipzig: Irina Scherbakowa, russische Menschenrechtsaktivistin und Mitbegründerin der Organisation Memorial, hält die Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche in Leipzig.
    Irina Scherbakowa und ihre Organisation Memorial hatten im Dezember den Friedensnobelpreis erhalten.
    Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

    Die russische Friedensnobelpreisträgerin Irina Scherbakowa fordert von Deutschland und der EU weitere schwere Waffen für die Ukraine. Der von Russland begonnene Krieg lasse sich nur mit militärischen Mitteln stoppen, "so ungern man das oft in Deutschland hört", sagte Scherbakowa den "Badischen Neuesten Nachrichten" und dem "Badischen Tagblatt" auf die Frage, wie sich der Krieg stoppen lasse.

    Der Krieg wird nur enden mit einer deutlichen militärischen Niederlage Russlands.

    Irina Scherbakowa, russische Menschenrechtsaktivistin

    Scherbakowa fordert mehr deutsche Unterstützung

    Russlands Präsident Wladimir Putin verstehe nur die militärische Sprache, sagte die Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation Memorial. Sie selbst sei zwar als "absolute Kriegsgegnerin" aufgewachsen, der Ukraine-Krieg ihr aber eine Lehre. "Und er sollte es auch für Deutschland und die EU sein", sagte Scherbakowa.

    Die Hilfe für die Ukraine nach dem 24. Februar, mit Schutzhelmen und kugelsicheren Westen, war ein Witz, lächerlich.

    Irina Scherbakowa, russische Menschenrechtsaktivistin

    Jetzt habe sich das zwar verbessert, es brauche aber noch mehr deutsche Unterstützung.



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    Quelle: dpa
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