Robert Kennedy verkündet Präsidentschaftskandidatur

    Bekannter Impfgegner:Kennedy-Neffe will US-Präsident werden

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    Robert Kennedy ist für seinen Familiennamen bekannt und weil er Lügen über die Corona-Impfung verbreitete. Nun bewirbt er sich als US-Präsidentschaftskandidat.

    Robert F. Kennedy Jr. spricht am NH Institute of Politics am St. Anselm College in Manchester, New Hampshire, USA, am 3. 3. 2023.
    Robert F. Kennedy Jr. will demokratischer US-Präsidentschaftskandidat werden.
    Quelle: Reuters

    Der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, Robert F. Kennedy jr., hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur in den USA eingereicht. Der erklärte Impfgegner will für die demokratische Partei von Amtsinhaber Joe Biden ins Rennen gehen, wie aus einem am Mittwoch (Ortszeit) von Kennedy bei der nationalen Wahlkommission eingereichten Dokument hervorgeht. 

    Kennedy - Star der Impfgegner-Szene

    Kennedy geriet in der Vergangenheit immer wieder wegen der Verbreitung von falschen Behauptungen rund um die Impfung gegen Corona in die Kritik. Er gehört zu den bekanntesten Impfgegnern der USA und fällt immer wieder mit extremen Äußerungen auf - auch schon vor der Corona-Pandemie.
    2022 insinuierte Kennedy in einer Rede, Menschen, die sich in den USA nicht impfen lassen wollten, gehe es heute schlechter als Anne Frank (1929-1945). Das jüdische Mädchen versteckte zwei Jahre mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam vor den Nazis. Nach ihrer Entdeckung im August 1944 wurden fast alle in Konzentrationslagern umgebracht. Später entschuldigte er sich für den Vergleich.
    Schon 2015 musste er sich entschuldigen, nachdem er das Wort Holocaust verwendet hatte, um Kinder zu beschreiben, die seiner Meinung nach durch Impfstoffe geschädigt wurden.
    Donald Trump muss sich als erster Ex-Präsident in der Geschichte der USA in einem Strafverfahren verantworten. Das allerdings versucht Trump politisch auszuschlachten.04.04.2023 | 1:15 min
    Der 69-Jährige ist der zweite demokratische Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur. Anfang März hatte bereits die 70 Jahre alte Autorin Marianne Williamson ihren Eintritt in das Rennen offiziell bekannt gegeben.

    Chancen für Biden-Herausforderer schlecht

    Biden hat bisher noch nicht offiziell angekündigt, bei der Präsidentenwahl 2024 erneut antreten zu wollen. Eine Kandidatur des Amtsinhabers wird aber allgemein erwartet.
    Das von Präsident Biden auf den Weg gebrachte US-Subventionsprogramm "Inflation Reduction Act" für die Produktion von Elektroautos bereitet Europa Sorgen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen verkündete im März eine Einigung.10.03.2023 | 2:48 min
    Sollte er sich wieder um das höchste Staatsamt bemühen, müssten sich seine Herausforderer zuerst in parteiinternen Vorwahlen gegen ihn durchsetzen. Beiden Bewerbern werden hierfür allerdings äußerst schlechte Chancen eingeräumt.

    Wahlkampf beginnt auch bei US-Republikanern

    Für die Republikaner bewerben sich außer Ex-Präsident Donald Trump auch die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, der Unternehmer Vivek Ramaswamy und der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Arkansas, Asa Hutchinson um die Präsidentschaftskandidatur.
    Quelle: dpa

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