Aktuelle Betrugsmasche auf WhatsApp: Job-Scamming - was tun?
Betrugsmasche mit Jobangeboten:Was bei Job-Scamming auf WhatsApp zu tun ist
von Esther Burmann
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Flexible Arbeitszeiten, hohes Gehalt - es klingt verlockend, aber eigentlich auch zu gut, um wahr zu sein. Welche Betrugsmasche hinter falschen Jobangeboten auf WhatsApp steckt.
Job-Scamming: Das ist die aktuelle Betrugsmasche auf WhatsApp. Wie man sich vor falschen Jobangeboten schützen kann. (Symbolbild)
Quelle: Reuters
Die Betrugsmasche ist auch als Job-Scamming bekannt. Auf Portalen wie LinkedIn und Xing existiert sie schon länger, nun sind die Betrüger auch auf WhatsApp unterwegs. Es wird mit hohen Löhnen für wenig Aufwand geworben. Oft geht es um angebliche Bewertungen, die Empfänger schreiben sollen - aus dem Homeoffice, mit flexibler Zeiteinteilung. Hinter den Absendern verbergen sich meist Nummern aus dem Ausland.
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Falsche Jobangebote erkennen
Allein die Tatsache, dass das Jobangebot über WhatsApp kommt, sollte stutzig machen. Vor allem dann, wenn man sich nirgendwo beworben hat. Es gibt aber noch weitere Zeichen, die auf den Betrug hindeuten. Meist locken die Betrüger mit einem ungewöhnlich hohen Gehalt. Hat man ihnen einmal geantwortet, drängen sie zu schnellen Entscheidungen.
Außerdem fordern sie oft erstmal Geldbeträge, bevor man die eigene Vergütung erhalten soll. Sie geben vor, viele persönliche Daten und Bilder zu benötigen und fragen nach einer Identitätsbestätigung. Die Jobbeschreibung ist meist sehr vage. Berufserfahrung wird nicht vorausgesetzt.
Auf Portalen wie Linkedin und Xing kursieren Fake-Stellenangebote, mit denen Betrüger es auf Daten und Geld abgesehen haben. Welche Maschen es gibt und wie man sich schützen kann.
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Das sind die Ziele der Betrüger
Maren Menke, Sprecherin des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen, nennt bei der Masche folgende Ziele: Identitätsdiebstahl, Schneeball- und Pyramidensysteme, Geldabzocke und Geldwäsche. Betrüger versuchen, die Opfer zu überzeugen, Banküberweisungen für sie durchzuführen, Konten zu eröffnen oder eigenes Geld zu überweisen.
Das Problem: Betroffene können sich selbst strafbar machen, wenn sie Transaktionen durchführen - durch Beihilfe zur Geldwäsche.
Richtiges Verhalten bei Job-Scamming
Kathrin Bartsch von der Verbraucherzentrale Niedersachsen rät dazu, nicht auf Angebote zu antworten und die fremde Rufnummer zu blockieren.
Trotz finanzieller Nöte oder auf der Suche nach einem kleinen Job sollten alle Adressaten oder Adressatinnen genau diese Angebote ignorieren, egal wie schwer das fallen mag.
Es ist der Enkeltrick 2.0: Polizei und Verbraucherschützer warnen vor einer starken Zunahme der Betrugsmasche mit "Hallo Mama"-SMS. Die Strategien der Täter werden immer perfider.
von Oliver Klein
FAQ
Wenn man auf den Betrug reingefallen ist
Ist man dennoch auf ein gefälschtes Jobangebot hereingefallen, sollte man schnell handeln. Verbraucherschützerin Bartsch rät, Bankkarten und Ausweise, die man der unbekannten Nummer gesendet hat, sofort über die Rufnummer 116116 sperren zu lassen.
Sobald man den Betrug feststellt, sollten keine weiteren Nachrichten mehr an die fremde Nummer gesendet werden. "Am besten ist es, sich eine neue Mailadresse und Telefonnummer zuzulegen", rät Maren Menke vom Landeskriminalamt NRW. Wichtig sei auch, die Konversationen zu sichern. Das ginge zum Beispiel über einen Cloud-Dienst, eine externe Festplatte, einen USB-Stick oder eine CD-ROM, so Menke. Auch Überweisungsbelege sind Beweismaterial.
Gefahr besteht auch für Freunde im sozialen Netzwerk und für alle Kontakte im eigenen Mailadressbuch. Denn die Täter schicken mit ihren Mails meistens auch einen Computervirus mit.
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Maren Menke, Landeskriminalamt NRW
Im Aktenzeichen-XY-Spezial: Vorsicht, Betrug! informiert Rudi Cerne zusammen mit der Polizei und Betroffenen über die neuesten Maschen der Kriminellen und gibt Verhaltenstipps.31.05.2023 | 93:40 min
WhatsApp-Betrug der Polizei melden
Außerdem rät Menke Opfern von Betrugsmaschen, Anzeige zu erstatten. Die Polizei hilft dabei, Beweise zu sichern. Eine Meldung bei der Polizei sei besonders wichtig, wenn Banken strafrechtliche Schritte einleiten möchten, weil man beispielsweise gefälschte Schecks eingereicht hat.
In jedem Fall gilt: Am besten ist es, Nachrichten zu Jobangeboten über WhatsApp gleich zu ignorieren und den Absender dauerhaft zu blockieren.
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Quelle: dpa
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