Auto zum Camper umbauen: Durch Upcycling zum Mini-Camper
Mini-Camper statt Wohnmobil:Mit Upcycling vom Pkw zum Mini-Camper
von Anna-Sofia Angelis
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Camping liegt im Trend. Doch nicht immer braucht man dazu ein Wohnmobil. Durch Upcycling können für kleines Geld auch Pkw zu sogenannten Mini-Campern umgebaut werden. So geht's.
Camping ist angesagt. Aber Wohnmobile sind teuer, und nicht jeder will ein zusätzliches Fahrzeug anschaffen. Also warum nicht den Pkw zum Mini-Camper umbauen?25.08.2024 | 28:45 min
Rund 60.000 Wohnmobil-Zulassungen wurden in den letzten Jahren in Deutschland registriert, Tendenz steigend. Genutzt werden die Camper dann meist nur für wenige Wochen pro Jahr. Wer nach einer nachhaltigeren und vor allem günstigeren Alternative sucht, kann das eigene Auto zu einem Mini-Camper umbauen. Vorher gilt es, einige Dinge zu beachten.
Das sollte man vor dem Umbau klären
Bevor es mit der Planung losgehen kann, sollte das Budget festgelegt werden. Die wichtigste Frage: Wie viel Geld steht für den Umbau zur Verfügung? Dies beeinflusst vor allem die Entscheidung, welches Material verwendet werden kann.
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Anschließend sollte festgelegt werden, ob das Fahrzeug dauerhaft zum Camper werden soll oder ob der Ausbau rückbaubar sein muss. Ebenso wichtig sind Fragen nach den individuellen Anforderungen: Wie viele Schlafmöglichkeiten werden benötigt? Soll es eine kleine Küche geben? Wie viel Stauraum braucht man? Sobald klar ist, was der Camper alles können muss, geht es an die Umsetzung.
Kilian Wilke, Zimmermann und Van-Bauer aus Köln, rät, immer ein Konzept zu entwerfen: "Das geht nur, wenn man genau weiß, was man will. Es macht also Sinn, schon etwas Camping-Erfahrung zu haben, um herauszufinden, was einem wichtig ist."
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Dachzelt oder Schlafplatz im Auto?
Wer gerne im Fahrzeug schlafen möchte, muss vorher genau ausmessen, ob es überhaupt ausreichend Platz dafür gibt. Ist das Auto zu kurz, könnte ein Dachzelt eine geeignete Alternative sein. Wer hier nicht allzu tief in die Tasche greifen möchte, kann mit etwas Recherche auch gebrauchte Dachzelte im Internet finden.
Außerdem muss die richtige Materialentscheidung für den Innenausbau getroffen werden. Holz gilt als kostengünstig und langlebig. Es sollte allerdings immer bearbeitet werden. Beize oder Öle sorgen einerseits für optische Optimierung, andererseits schützen sie das Holz vor Feuchtigkeit und machen es robuster.
Zu beachten ist jedoch das maximale Gesamtgewicht des Fahrzeugs, das in jedem Fahrzeugschein aufgeführt ist. Eine deutlich leichtere Materialvariante ist zum Beispiel Aluminium.
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Selbst umbauen oder Ausbau vom Profi?
Nachdem alle Vermessungen für den zukünftigen Mini-Camper erledigt sind, kann mit dem Umbau begonnen werden. Für Stauraum, Küchenlösungen und Schlafmöglichkeiten gibt es auch im Internet zahlreiche Anregungen und Anleitungen. Die Elektrik allerdings sollte lieber vom Profi übernommen werden: Leuchten in der Heckklappe, extra LEDs im Innenraum oder fest verbaute Batterien zum Handyladen benötigen fachmännisches Hintergrundwissen bei Umsetzung und Einbau.
Dan Bürger, Van-Spezialist aus Köln, weiß, dass man gerade beim Thema Elektrik sehr viel falsch machen kann. Er empfiehlt, sich ein Unternehmen zu suchen, das auf so etwas spezialisiert sei. Diese wären in ganz Deutschland zu finden.
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Bei jedem Aus- und Umbau des Autos ist unbedingt zu beachten, dass die Betriebserlaubnis des Fahrzeuges erlöschen kann. Das bedeutet, dass auch der Versicherungsschutz nicht mehr greift. Wer nicht sicher ist, was konkret am Wagen verändert werden darf, kann sich vor dem Beginn des Umbaus bei einer zertifizierten Prüfstelle informieren. Auch wenn die Betriebserlaubnis nicht erlischt, macht es Sinn, die Sicherheit der Umbauten bei einer Prüfstelle checken zu lassen.
Vor und Nachteile eines Mini-Campers
Der große Vorteil eines Mini-Campers gegenüber einem Wohnmobil ist die Unterbringung des Fahrzeugs. Während ein Wohnmobil in der Regel einen Stellplatz benötigt, reicht für einen Mini-Camper ein regulärer Parkplatz. Dadurch werden Kosten gespart. Wem mehr Comfort wie eine Toilette oder viel Platz wichtig ist, der ist mit einem Wohnmobil besser beraten.
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von Kaja Adchayan
Quelle: dpa
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