Bundesliga: Schalker Paukenschlag gegen Hertha BSC

    Duell im Bundesliga-Keller:Schalke siegt - Hertha hat nun "Rote Laterne"

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    Schalke 04 hat zum Auftakt des 28. Spieltags der Fußball-Bundesliga gegen Hertha BSC mit 5:2 gewonnen. Der Hauptstadtklub fiel in der Tabelle damit auf den letzten Rang zurück.

    Henning Matriciani (l) und Torschütze Marius Bülter jubeln nach dem Tor für Schalke zum 2:0 gegen Hertha BSC
    Henning Matriciani (l) und Torschütze Marius Bülter nach dem 2:0 für Schalke
    Quelle: dpa

    Mit dem Mut der Verzweiflung hat Schalke 04 im Kampf um den Klassenerhalt einen Befreiungsschlag gelandet und erstmals seit sechs Monaten die direkten Abstiegsplätze verlassen. Die Königsblauen setzten sich im hart umkämpften Kellerduell gegen Hertha BSC mit 5:2 (2:1) durch, gaben die Rote Laterne an die Berliner ab und kletterten erstmals seit Anfang Oktober auf Rang 16.

    Es stand viel auf dem Spiel, der Druck war groß, aber wir haben ihm standgehalten. Wir hatten eine gute Spielkontrolle, das hat uns Sicherheit gegeben. Wir hatten nicht viele Chancen, aber die, die wir hatten, haben wir gemacht.

    Marius Bülter, Schalker-Torschütze bei DAZN

    Tim Skarke (3.), Marius Bülter (13., 78.), Simon Terodde (48.) und Marcin Kaminski (90.+2) erzielten die Tore für die Gelsenkirchener, die nach zwei Niederlagen mit 0:5 Toren mit dem Rücken zur Wand gestanden hatten. Der VfB Stuttgart könnte mit einem Punktgewinn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Borussia Dortmund aber wieder vorbeiziehen.

    Hertha-Abstieg rückt näher

    Für die vor allem in der Defensive schwache Hertha trafen Stevan Jovetic (45.+3) und Marco Richter (84.). Nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg rückt der erste Abstieg der Berliner seit elf Jahren immer näher.
    Mit einem 1:0 in Berlin schafft Leipzig auch in der Liga die Trendwende und verschärft die Lage bei der Hertha. Das Tor des Abends sorgt im Olympiastadion für hitzige Diskussionen.10.04.2023 | 10:18 min
    Hertha hat schon gegen Leipzig verloren:
    Schalke-Coach Thomas Reis hatte nach der 0:2-Pleite bei der TSG Hoffenheim sein Team auf fünf Positionen verändert: Unter anderem kehrte Abwehrstabilisator Moritz Jenz, mit dem die Königsblauen noch nicht verloren hatten, nach Oberschenkelproblemen zurück, Zweitliga-Rekordtorjäger Terodde stand erstmals seit über zwei Monaten wieder in der Startelf, Kapitän Danny Latza ersetzte auf der Sechs überraschend U21-Nationalspieler Tom Krauß. Außerdem fiel Abwehrchef Maya Yoshida aus.
    Hertha-Trainer Sandro Schwarz stellte gegenüber dem 0:1 gegen RB Leipzig nur zweimal um: Richter begann auf der rechten Außenbahn, Jovetic als zweiter Stürmer. Nach genau einer Minute war die Luft schon raus - der Ball musste, rekordverdächtig früh, ausgewechselt werden. Der neue Ball war anderthalb Minuten später bereits im Tor: Skarke traf von der Strafraumgrenze die Unterkante der Latte - sein erster Treffer für Königsblau. Angetrieben vom Ex-Schalker Kevin-Prince Boateng, der den Ball schnell zum Anstoßpunkt trug, reagierte die Hertha mit wütenden Angriffen.

    Schalke effektiver als die Berliner Gäste

    Doch Schalke war gnadenlos effektiv: Nach einer Maßflanke von Skarke köpfte Bülter völlig unbedrängt zum 2:0 ein. Auf der Gegenseite scheiterte Jovetic an Torhüter Ralf Fährmann, der den Ball an den Pfosten lenkte (22.). Doch die Gastgeber erkämpften sich ein Übergewicht, die Hertha-Abwehr wackelte bedenklich. Schwarz reagierte und wechselte schon nach 25 Minuten Tolga Cigerci gegen den Ex-Schalker Suat Serdar aus. Doch zunächst änderte sich wenig: Dominick Drexler verpasste per Kopf das mögliche 3:0 (32.).
    Im 100. Revierderby ist Borussia Dortmund das bessere Team und geht zweimal in Führung. Schalke liefert dem Erzrivalen einen großen Kampf und kommt zweimal zurück.13.03.2023 | 11:21 min
    Schalke schöpft wieder Hoffnung:
    Dann musste Fährmann mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld - und die Hertha-Leihgabe Alexander Schwolow erstmals in der Rückrunde wieder zwischen die Schalker Pfosten (36.). Der erste Schuss war gleich drin: Jovetic traf in den Winkel. Nach dem Seitenwechsel stieg der Lärmpegel, als Terodde sein erstes Tor seit über fünf Monaten erzielte. Der Aufstiegsheld, der seinen Abschied zum Saison angekündigt hatte, traf nach Vorarbeit des eingewechselten Kenan Karaman. Den Schlusspunkt setzte Kaminski mit einem sehenswerten Freistoß.

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    Quelle: sid/dpa

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