Equal Pay ab 2027: FIFA will Prämien bei Frauen angleichen

    Equal Pay ab WM 2027:FIFA will Prämien bei Frauen angleichen

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    Die Fußballerinnen bekommen bei ihrer WM noch deutlich geringere Prämien als ihre männlichen Kollegen. Die FIFA will das bis 2027 ändern.

    file photo: logo of fifa is seen in zurich
    Die FIFA hat angekündigt die Prämien bis zur Frauen-WM 2027 an die Prämien der Männer anzugleichen.
    Quelle: reuters

    Der gerade wiedergewählte FIFA-Präsident Gianni Infantino hat das Ziel ausgegeben, bei der Fußball-WM der Frauen 2027 die gleichen Prämien zu zahlen wie bei der WM der Männer 2026. Bei der WM der Fußballerinnen in diesem Jahr in Australien und Neuseeland werde die Summe von 30 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 deutlich steigen, sagte der 52-Jährige beim FIFA-Kongress am Donnerstag in Kigali.

    Prämien bei Männer-WM 2022 deutlich höher

    Angaben des Weltverbands zufolge sollen 110 Millionen US-Dollar an Prämien ausgeschüttet werden - dies ist allerdings immer noch deutlich weniger als bei der Männer-WM 2022 in Katar, als 440 Millionen US-Dollar an die 32 Teams gezahlt worden waren.
    Für den Schritt auf dem Weg zur gleichen Entlohnung von Fußballerinnen nahm der wiedergewählte Chef des Weltverbands Rechteinhaber und Sponsoren in die Pflicht. Die FIFA erhalte Angebote dieser Partner, die für Frauen-Turniere zehn bis einhundert Mal niedriger seien als für Männer-Turniere, sagte Infantino. "Denken Sie das ist normal?" 150 Nationalspielerinnen hatten in einem Brief an die FIFA die Angleichung von Prämien bereits für die WM 2023 gefordert.

    Einschaltquoten mit Männern vergleichbar

    Rechteinhaber und Sponsoren würden einhundert Mal weniger zahlen, obwohl die Einschaltquoten vergleichbar seien, vielleicht um 20 Prozent geringer, argumentierte Infantino. "Dann bietet uns 20 Prozent weniger." Frauen würden viel, viel mehr verdienen als sie bekommen. "Wir werden für sie kämpfen", versprach Infantino, der seine komplette Schlussansprache beim Treffen der Mitgliedsverbände diesem Thema widmete.

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    Kein Saudi-Sponsoring bei Frauen-WM

    Position bezog die FIFA auch beim strittigen Thema Saudi-Sponsoring bei der Frauen-WM. Nach der harschen Kritik an einem möglichen Engagement wird die Tourismusbehörde Saudi-Arabiens nicht als Sponsor des Weltverbands FIFA bei der Frauenfußball-WM im Sommer (20. Juli bis 20. August) auftreten. "Es gab Diskussionen mit Visit Saudi. Am Ende haben die Diskussionen nicht zu einem Vertrag geführt", sagte Infantino in Kigali und sprach von einem "Sturm im Wasserglas".
    Wegen stark eingeschränkter Frauenrechte steht Saudi-Arabien international am Pranger, auch Amnesty International warnt immer wieder vor "Sportswashing". Neben den WM-Gastgebern Australien und Neuseeland hatten sich auch zahlreiche Spielerinnen gegen den Geldgeber aus Saudi-Arabien ausgesprochen.
    Quelle: dpa

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