Tennis: Zverev scheidet im Halbfinale von Peking aus

    Niederlage gegen Medwedew:Zverev: Gut gespielt, trotzdem verloren

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    Der Gegner erwischt einen Sahnetag, da gibt's für Alexander Zverev nichts zu holen. Der Hamburger verliert gegen Daniil Medwedew das Halbfinale des Tennisturniers in Peking.

    Alexander Zverev
    Nicht hundertprozentig fit: Alexander Zverev braucht noch Siege, um sich für die ATP Finals zu qualifizieren.
    Quelle: epa

    Die Tennis-Rivalität zwischen Alexander Zverev und Daniil Medwedew ist groß. Nach seiner Niederlage im Halbfinale von Peking konnte er aber lächeln, als er seinem langjährigen Rivalen am Netz zum Sieg gratulierte. Beide hatten ein hochklassiges Match geliefert, der Russe gewann 6:4, 6:3. Der Weltranglisten-Dritte war für Zverev in den entscheidenden Momenten zu stark.

    Zverev direkt weiter nach Shanghai

    Das zuvor letzte Duell mit Medwedew hatte Zverev gewonnen, aber insgesamt nur zwei der jüngsten zehn Vergleiche mit dem Russen für sich entschieden. Für den körperlich zuletzt leicht angeschlagenen Zverev geht es nach einer sehr kurzen Pause beim Masters-1000-Turnier in Shanghai direkt weiter.
    Dort tritt die deutsche Nummer eins nach einem Freilos in der ersten Runde gegen den Russen Roman Safiullin oder den Briten Andy Murray an. Im Endspiel gegen Safiullin hatte sich Zverev in der vergangenen Woche in Chengdu seinen 21. ATP-Titel gesichert.

    Zverev peilt ATP Finals an

    Das große Ziel des Hamburgers für den Endspurt dieses Tennis-Jahres ist es, sich für die ATP Finals der besten acht Profis der Saison vom 12. bis 19. November in Turin zu qualifizieren. Die gesammelten Punkte in China sind dafür ein wichtiger Schritt.
    Derzeit liegt Zverev auf Platz sieben, seinen Vorsprung auf den Neunten Taylor Fritz baute er zuletzt aus. Der US-Amerikaner verzichtete auf die ersten Turniere in China und steigt erst in Shanghai auf die Asien-Tour ein.
    Schon qualifiziert für Turin sind Grand-Slam-Rekordchampion Novak Djokovic (Serbien), Carlos Alcaraz (Spanien) und Medwedew.

    Medwedew offensichtlich mit mehr Luft

    Am Dienstag im Spiel gegen Medwedew schien Zverev bei den längeren Ballwechseln mehr aus der Puste zu kommen als sein Rivale. Dennoch hatte er bei 3:3 die ersten beiden Breakbälle der Partie, konnte sich aber nicht den Vorteil erarbeiten.
    Stattdessen musste der Hamburger wenig später sein Aufschlagspiel abgeben. Das war bei 4:5 gleichbedeutend mit dem Satzverlust.

    Medwedew mit fast perfektem Tennis

    Auch im nicht minder umkämpften zweiten Satz war für Zverev nichts zu holen. Medwedew spielte fast fehlerfrei und wehrte beide Breakbälle Zverevs ab. Der Hamburger verlor dagegen seinen Aufschlag zum 3:5 - nach 85 Minuten schritt Zverev zum Handschlag ans Netz.
    Medwedews Gegner im Finale ist der Italiener Jannik Sinner, der sich gegen den Weltranglistenzweiten Alcaraz mit 7:6 (7:4), 6:1 durchsetzte.
    Zverev war in den Tagen in Peking nicht ganz fit gewesen und hatte berichtet, sich etwas krank zu fühlen. "Ich bin etwas angeschlagen, es ist insgesamt sehr fordernd für den Körper", hatte er nach dem Viertelfinalerfolg über den Chilenen Nicolas Jarry gesagt.
    Quelle: dpa/SID
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