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Frischer Wind im Rheinland

Bundesligastart

Zum Ligastart könnten die rheinischen Rivalen Gladbach und Leverkusen jeweils neue Außenverteidiger in ihren Anfangsformationen aufbieten. Gefeilt haben beide Klubs auch an ihrer Offensivstrategie – die Borussia vom Niederrhein sogar sehr grundsätzlich.

Stadion Gladbach
Quelle: ZDF

Während der Sommerpause steckte Benjamin Henrichs mal kurz in einem Gladbacher Trikot. Für Leverkusens Außenverteidiger ging es aber nicht um die Präsentation bei einem neuen Klub – vielmehr machte der 21-Jährige mit den gleichaltrigen Gladbacher Kumpels William Ndenge und Ba-Muaka Simakala (inzwischen nach Kerkrade gewechselt) Urlaub auf Ibiza. Und weil er beim Gang ins Restaurant kein Oberteil zur Hand hatte, oben ohne aber tabu war, lieh ihm Simakala mal eben sein Borussen-Trikot.

Nachdenklicher Henrichs

henrichs, benjamin - 2017/2018
Benjamin Henrichs, Bayer 04 Leverkusen
Quelle: witters

Wechselgelüste hegt Henrichs vor dem Duell der rheinischen Nachbarn zum Ligastart tatsächlich. Allerdings zieht es den dreimaligen Nationalspieler nach einem Karriereknick in der letzten Saison nicht an den Niederrhein, sondern zum AS Monaco. Was wiederum mit Bayers Verpflichtung von Mitchell Weiser (24) zu tun hat.

Für zwölf Millionen Euro von Hertha BSC geholt, hofft der gebürtige Rheinländer nun auf den Sprung, der dem direkten Konkurrenten Henrichs bereits im November 2016 gelang – ehe ihn seine sportliche Baisse und Bayers Personalpolitik nachdenklich werden ließen. „Wenn ich meine Leistung abrufe, denke ich schon, dass ich das Potenzial fürs A-Nationalteam habe“, sagt Weiser. „Und vielleicht ist durch den Wechsel meine Chance jetzt etwas besser geworden.“

Hoffnungsträger Plea

alassane plea
Alassane Plea, Borussia Mönchengladbach
Quelle: dpa

Chancen auf eine bessere Saison rechnet sich auch Gladbachs Trainer Dieter Hecking aus – dank des Rekordtransfers seines Vereins. Stattliche 23 Millionen Euro überwies der Rautenklub für den Franzosen Alassane Plea (25) nach Nizza – und der Angreifer weiß, welche Erwartungen die Borussen gerade nach ihrer letzten, recht mäßigen Rückrunde mit ihm verknüpfen.

„Wir waren oft zu leicht berechenbar. Wir hatten keinen, den wir vorne mal mit einem langen Ball oder einer hohen Flanke anspielen konnten“, nennt Hecking den zentralen Schwachpunkt der Vorsaison, die für sein Team auf Rang neun endete. Diese Möglichkeiten, betont der Coach, habe er nun mit Plea – der beim 11:1 im Pokal beim Bremer Fünftligisten Hastedt prompt seine ersten drei Tore für Gladbach erzielte.

Entschlossener Beyer

„Bisher haben wir nicht oft mit so einem Stürmer gespielt. Für einen wie mich, der gerne auch mal einen Pass spielt, ist Alassane gut“, schöpft der belgische Nationalspieler Thorgan Hazard aus Borussias teurem Transfer Motivation für die neue Runde. In Heckings Startelf gegen Bayer dürfte Plea ebenso auftauchen wie der 18-jährige Jordan Beyer – der, seit 2015 im Verein, die Vorbereitung entschlossen nutzte und nun unter anderem vom Ausfall des Schweizer Neuzugangs Michael Lang profitiert.

Wie Mitchell Weiser bei Leverkusen wird Beyer voraussichtlich als Rechtsverteidiger auflaufen. Zudem winkt dem zuletzt an Düsseldorf verliehenen Florian Neuhaus (21) der direkte Sprung ins kalte Bundesligawasser. Auf der Ersatzbank starten werden von Gladbachs einsatzbereiten Neuzugängen dagegen wohl Defensivkraft Andreas Poulsen (18), Mittelfeldakteur Torben Müsel (19) und Angreifer Keanan Bennetts (19).

Kleiner Kniff mit Thelin

Isaac Thelin
Isaac Thelin, Schwedischer Nationalspieler WM 2018
Quelle: epa

Unter Leverkusens Frischlingen ähnlich ergehen dürfte es Offensivspieler Paulinho – einem 18-jährigen, 18,5 Millionen Euro teuren Rohdiamanten aus Brasilien, dem Trainer Heiko Herrlich ein „brutales Entwicklungspotenzial“ attestiert. Darüber feilte auch der Werksklub an der Flexibilisierung seines Angriffs – mit der Verpflichtung des schwedischen WM-Viertelfinalisten Isaac Thelin, der auf Leihbasis aus Anderlecht kam.

Anders als die Gladbacher, die wegen des Plea-Kaufs ihr System von 4-4-2 auf 4-3-3 umstellten, bedeutet der Thelin-Transfer jedoch nur einen kleinen Kniff in der Offensive des ohnehin schon sehr stürmischen Bayer-Ensembles.

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